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Kinoprogramm Donnerstag, 15.11.2018 - Mittwoch, 21.11.2018

Hamburger Gitter

Do. Fr. Sa. So. Mo. Di. Mi.
17:30 17:30

Regie: Marco Heinig, Steffen Maurer, Luise Burchard, Luca Vogel, (Deutschland), 2018

Hamburger Gitter

Trailer: http://www.hamburger-gitter.org/trailer.html

Der Trailer von „Hamburger Gitter – Der G20-Gipfel als Schaufenster moderner Polizeiarbeit“ löst bereits ein beachtliches Interesse in den sozialen Netzwerken aus, wenige Wochen bevor sich die Ereignisse in Hamburg zum ersten Mal jähren. Der Film stellt das Vorgehen von Polizei und Justiz in den Mittelpunkt, 12 Expert*innen und 5 Betroffene ziehen darin Bilanz.

Seit Montag (04.06) hat die Ankündigung des Films in Form eines Trailers bereits mehr als 60.000 Menschen erreicht. Seitdem erreichen dutzende Anfragen von Initiativen und Privatleuten, aber auch großen Medien und Kinos die Filmemacher*innen. Es ist der erste Langfilm mit einer hohen Dichte von Expert*innen und professionellem Bildmaterial zum Thema.

Der Film fragt: Welche Garantien des Grundgesetzes konnten rund um den G20-Gipfel standhalten? Mit welcher Leichtigkeit konnten die Behörden agieren? Welche Methoden der Ausnahmesituation werden langsam zur Normalität? Und welche Gesellschaft zeichnet sich da am Horizont ab? Antworten geben u.a. Rafael Behr (Prof. für Polizeiwissenschaft, Akademie der Polizei Hamburg), Christiane Schneider (Hamburger Bürgerschaft), Heribert Prantl (Chefredaktion Süddeutsche Zeitung); der Pressesprecher der Polizei Hamburg; der junge Aktivist Fabio V., der vier Monate in Untersuchungshaft saß, seine Anwältin und Vorstand im RAV, Gabriele Heinecke; sowie viele weitere aus Polizei, Medien, Wissenschaft, Justiz und Aktivismus.

Der Hintergrund: bis zu 170 Ermittler arbeiten an hunderten Verfahren gegen militante Demonstranten und Menschen die sich an Ausschreitungen und Plünderungen beteiligten. Harte Strafen wurden gefordert und in bisher über 40 Fällen auch verhängt. Der Staat verlor im Sommer 2017 die Kontrolle in Hamburg und versucht sie nun zurückzugewinnen. „Mit allen Mitteln“, war selten so wörtlich zu nehmen wie im Fall der G20-Verfahren. Eine Öffentlichkeitsfahndung von noch nie dagewesenem Ausmaß stellte über zweihundert Menschen mit vagen Verdachtsmomenten „an den Pranger“ und die Boulevard-Presse „spielte den Hilfssheriff“. 30 Wohnungen und Häuser wurden mit hoch bedenklichen Begründungen durchsucht und ein linkes Medienportal vom Innenminister verboten.

Eine Redaktionsgruppe des Videokollektivs „leftvision“ ging der Frage nach, ob die Befugnisse der Sicherheitsbehörden auf den Prüfstand gehören? Droht die Gefahr, dass bei echten politischen Krisen alle Dämme des Rechts brechen, die den Bürger vor staatlicher Willkür schützen sollten? 13 Kameraleute filmten das Material während der G20-Tage welches ein umfangreiches und detailliertes Panorama in diesem Dokumentarfilm ermöglicht. Einschätzungen von 17 Protagonist*innen bilden den inhaltlichen Faden eines Films der weit über die Ereignisse vom Juli 2017 hinaus geht.

Der G20-Gipfel als »Schaufenster moderner Polizeiarbeit«

Weit. Die Geschichte von einem Weg um die Welt

Do. Fr. Sa. So. Mo. Di. Mi.
15:45 15:45

Regie: Gwendolin Weisser, Patrick Allgaier, (Deutschland), 2017

Weit. Die Geschichte von einem Weg um die Welt

Prolog: Uns zieht es hinaus. Mit Rucksack, Zelt und nur dem, was wir wirklich brauchen. Und das alles über Land. Nie den Kontakt zur Erde verlieren. Immer Strecke spüren. Über die Meere mit dem Schiff, denn jeden Meter wollen wir mit all unseren Sinnen wahrnehmen, mit Zeit reisen.

Wir lernen Grenzen kennen. Wollen lernen, was Verzicht heißt und was Genuss bedeutet. Es ist der Versuch, nicht mehr als 5 Euro am Tag auszugeben. 2 oder 3 Jahre. Vielleicht mehr, vielleicht weniger.

Wir sind keine Helden, sind nichts Besonderes, wir hören lediglich auf das Gefühl in unserem Bauch.

Wir verlassen unser Zuhause, um zu lernen, was für andere Heimat bedeutet.

»Weit - Die Geschichte von einem Weg um die Welt« erzählt bunt und authentisch von unserer außergewöhnlichen Reise um die Erde. Zu zweit sind wir in den Osten losgezogen, um dreieinhalb Jahre später zu dritt aus dem Westen wieder nach Hause zu kehren. Ohne zu fliegen, erkundeten wir die Welt, stets von Neugierde und Spontanität begleitet.

Das Original ist besser!Leto (OmdU)

Do. Fr. Sa. So. Mo. Di. Mi.
18:00 18:00
20:00
21:00

Regie: Kirill Serebrennikow, (Russland/Frankreich), 2018

Darsteller: Yoo Teo, Irina Starshenbaum, Roman Bilyk u.a.

Leto (OmdU)

Leningrad, ein Sommer zu Beginn der 1980er. Auch sowjetische Menschen sind ganz normale Bürger und erfreuen sich eher an den einfachen Dingen des Lebens und die Jugend vor allem am Rock-'n'-Roll. Gerade für die aufwachsende Generation, jenseits der mörderischen Jahre der Revolution und des Krieges sind Liebe und Musik wichtiger als die ganzen Geschichten um den ständigen Kampf um den Aufbau des Sozialismus und der neuen, endlich gerechten Gesellschaft. Ihre Realität ist eine ganz andere.

So werden sich auch Mike und seine Frau Natascha mit Viktor in einen unendlich scheinenden Sommer voller Musik und Leidenschaften verlieren. Ihre unbändige Leidenschaft für die Musik verbindet sie schnell zu einer eigenwilligen Dreieckskonstellation. Als Teil einer neuen Musikbewegung werden sie trotz staatlich kontrollierter Konzerte das Schicksal des Rock 'n' Rolls in der Sowjetunion verändern. Historische Vorbilder sind die Geschichte um die legendäre russische Rockband Kino, deren Gründer Viktor Zoi 1990 tödlich verunglückte, und Mike Naumenko, der 1981 Zoopark gründete, eine der bedeutendsten Rock- und Bluesrock-Bands der Sowjetunion. Auch er verstarb viel zu jung mit 36 Jahren 1991. Der Film sorgte im Frühjahr 2018 in Cannes für Aufsehen und begeisterte Kritiken.

»Leto« fängt das Lebensgefühl einer sich nach Freiheit sehnenden Generation kurz vor der Perestroika ein. Mit verspielter Bilderwelt in klaren schwarz/weiß Bildern und pulsierendem Soundtrack von den Talking Heads über Iggy Pop bis zu Blondie gelingt Kirill Serebrennikow ein mitreißendes und leichtfüßiges Zeitbild einer Jugend zwischen Rebellion und dem Leben unter Zensur. Eine kluge Hymne auf die ungestüme Kraft von Musik, Liebe und Freundschaft.

Regisseur Kirill Serebrennikow über seinen Film: „Unsere Geschichte thematisiert den Glauben, der nötig ist, um diesen sozialen Kontext zu überwinden, und die sorglose Haltung unserer Helden angesichts der Restriktionen. Es ist die Geschichte einer einfachen und unverfälschten Liebe - wie eine Ode an diese zukünftigen Rockikonen an ihre Lebensweisen, die Luft, die sie atmeten. Und es ist die Geschichte des letzten Sommers vor der Perestroika, vor der völligen Umwandlung ihrer Lebenswelt in das heutige Russland.“

ak

Das Original ist besser!Juliet, Naked (OmdU)

Do. Fr. Sa. So. Mo. Di. Mi.
18:00 18:00
19:00 19:00
20:15 20:15 20:15

Regie: Jesse Peretz, (USA), 2018

Darsteller: Rose Byrne, Ethan Hawke, Chris O’Dowd u.a.

Juliet, Naked (OmdU)

Ein Roman von Nick Hornby ist so was wie ein Erfolgsgarant oder Selbstläufer, letzteres klingt hübscher. In »Juliet, Naked« erzählt der Godfather der aktuellen Popkultur die Geschichte einer festgefahrenen Langzeitbeziehung. Das wohltemperierte Leben von Annie (Rose Byrne) und Duncan (Chris O’Dowd) knistert nur dann, wenn sich die zwei wegen Duncans obsessiver Begeisterung für den verschollenen Indie-Star Tucker Crowe (Ethan Hawke) fetzen. Duncan ist vielleicht der größte Fan des Musikers, der vor 20 Jahren seine letzte Platte veröffentlichte und dann spurlos in der Versenkung verschwand. Annie, genervt von der permanenten Anwesenheit der Legende in Form von Zeitungsausschnitten in der guten Stube und den ewigen Monologen ihres Freundes zum Thema, schreibt eine bitterböse Online-Kritik, als Tucker Crowes neues Album („Juliet, Naked“) erscheint und unter den Fans als Sensation besprochen wird. Damit bringt sie nicht nur Duncan auf die Palme, sondern sorgt auch für das Erscheinen Tucker Crowes auf der Bildfläche. Ethan Hawke spielt die Rockstar-Supernova mit sichtlichem Vergnügen, Rose Byrne und Chris O’Dowd werfen sich charmant die Bälle zu - Nick Hornby at his best. Richard Linklater-Fans kann es passieren, dass sich vor Rose Byrne immer mal das Bild von Julie Delpy schiebt - die beiden sehen sich einfach ziemlich ähnlich.

Das tut dem Vergnügen an dieser flotten Screwball-Komödie keinen Abbruch. Regisseur Jesse Peretz, selbst ehemaliger Musiker, hat mit leichter Hand inszeniert.

Grit Dora

Bundesstart - Das Debüt im Thalia

Das Original ist besser!Suspiria (OmdU)

Do. Fr. Sa. So. Mo. Di. Mi.
22:15 22:15 22:15 22:15
23:15

Regie: Luca Guadagnino, (Italien/USA), 2018

Darsteller: Dakota Johnson, Tilda Swinton, Mia Goth u.a.

Suspiria (OmdU)

Die junge Amerikanerin Susie Bannion (Dakota Johnson) wird an der renommierten europäischen Tanzakademie Markos angenommen und kommt nach Berlin. Sie freundet sich mit Sara (Mia Goth) an und macht schnell erstaunliche Fortschritte unter der Aufsicht der revolutionären Vize-Leiterin Madame Blanc (Tilda Swinton). Bald wird jedoch klar, dass etwas weitaus Düsteres und Übernatürlicheres sein Unwesen am Institut treibt als nur der Konkurrenzdruck unter Ballerinen. Als dann die Tänzerin Patricia (Chloë Grace Moretz) unter ungeklärten Umständen verschwindet, kommt der Psychotherapeut der jungen Tanzschülerin, Dr. Jozef Klemperer (Lutz Ebersdorf), einem dunklen Geheimnis auf die Spur. Es scheint, als würden sich hinter der Fassade der Tanzschule mehrere Hexen verbergen.

»Suspiria« ist ein Horrorthriller-Remake des gleichnamigen italienischen Horrorfilms von Dario Argento aus dem Jahr 1977. Mit den grellen Farben, dem expressiven Dekor und dem surrealistischen Sounddesign galt er als Musterbeispiel des italienischen Giallo, einer besonderen Unterart des italienischen Thrillers. Schon 2007 versuchte David Gordon Green ein Remake in Gang zu bringen, wurde allerdings 2015 von Luca Guadagnino ersetzt. Der italienische Regisseur holte sich Tilda Swinton vor die Kamera, ebenso Dakota Johnson, mit denen er schon »A Bigger Splash« drehte.

Anne

Bundesstart - Das Debüt im Thalia

Leto (deutsche Fassung)

Do. Fr. Sa. So. Mo. Di. Mi.
18:00
20:00
21:00

Regie: Kirill Serebrennikow, (Russland/Frankreich), 2018

Darsteller: Yoo Teo, Irina Starshenbaum, Roman Bilyk u.a.

Leto (deutsche Fassung)

Leningrad, ein Sommer zu Beginn der 1980er. Auch sowjetische Menschen sind ganz normale Bürger und erfreuen sich eher an den einfachen Dingen des Lebens und die Jugend vor allem am Rock-'n'-Roll. Gerade für die aufwachsende Generation, jenseits der mörderischen Jahre der Revolution und des Krieges sind Liebe und Musik wichtiger als die ganzen Geschichten um den ständigen Kampf um den Aufbau des Sozialismus und der neuen, endlich gerechten Gesellschaft. Ihre Realität ist eine ganz andere.

So werden sich auch Mike und seine Frau Natascha mit Viktor in einen unendlich scheinenden Sommer voller Musik und Leidenschaften verlieren. Ihre unbändige Leidenschaft für die Musik verbindet sie schnell zu einer eigenwilligen Dreieckskonstellation. Als Teil einer neuen Musikbewegung werden sie trotz staatlich kontrollierter Konzerte das Schicksal des Rock 'n' Rolls in der Sowjetunion verändern. Historische Vorbilder sind die Geschichte um die legendäre russische Rockband Kino, deren Gründer Viktor Zoi 1990 tödlich verunglückte, und Mike Naumenko, der 1981 Zoopark gründete, eine der bedeutendsten Rock- und Bluesrock-Bands der Sowjetunion. Auch er verstarb viel zu jung mit 36 Jahren 1991. Der Film sorgte im Frühjahr 2018 in Cannes für Aufsehen und begeisterte Kritiken.

»Leto« fängt das Lebensgefühl einer sich nach Freiheit sehnenden Generation kurz vor der Perestroika ein. Mit verspielter Bilderwelt in klaren schwarz/weiß Bildern und pulsierendem Soundtrack von den Talking Heads über Iggy Pop bis zu Blondie gelingt Kirill Serebrennikow ein mitreißendes und leichtfüßiges Zeitbild einer Jugend zwischen Rebellion und dem Leben unter Zensur. Eine kluge Hymne auf die ungestüme Kraft von Musik, Liebe und Freundschaft.

Regisseur Kirill Serebrennikow über seinen Film: „Unsere Geschichte thematisiert den Glauben, der nötig ist, um diesen sozialen Kontext zu überwinden, und die sorglose Haltung unserer Helden angesichts der Restriktionen. Es ist die Geschichte einer einfachen und unverfälschten Liebe - wie eine Ode an diese zukünftigen Rockikonen an ihre Lebensweisen, die Luft, die sie atmeten. Und es ist die Geschichte des letzten Sommers vor der Perestroika, vor der völligen Umwandlung ihrer Lebenswelt in das heutige Russland.“

ak

Suspiria (deutsche Fassung)

Do. Fr. Sa. So. Mo. Di. Mi.
22:15
23:15

Regie: Luca Guadagnino, (Italien/USA), 2018

Darsteller: Dakota Johnson, Tilda Swinton, Mia Goth u.a.

Suspiria (deutsche Fassung)

Remake des gleichnamigen Kultfilms von Dario Argento aus dem Jahre 1977: Die junge Amerikanerin Susie Bannion (Dakota Johnson) kommt zum renommierten Markos Tanzensemble nach Berlin. Während Susie unter der revolutionären künstlerischen Leiterin Madame Blanc (Tilda Swinton) außergewöhnliche Fortschritte macht, freundet sie sich mit der Tänzerin Sara (Mia Goth) an. Als Patricia (Chloë Grace Moretz), ebenfalls Mitglied des Ensembles, unter mysteriösen Umständen verschwindet, kommt der Psychotherapeut der jungen Tanzschülerin, Dr. Jozef Klemperer (Lutz Ebersdorf), einem dunklen Geheimnis auf die Spur. Auch Susie und Sara ahnen, dass sich hinter der Fassade von Madame Blanc und ihrer Tanzschule unbarmherzige Hexen verbergen...

Bundesstart - Das Debüt im Thalia