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Kinoprogramm Donnerstag, 18.08.2016 - Mittwoch, 24.08.2016

Seefeuer

Do. Fr. Sa. So. Mo. Di. Mi.
18:00

Regie: Gianfranco Rosi, (Italien/Frankreich), 2016

Darsteller: Samuele Caruana, Pietro Bartolo, Giuseppe Fragapane u.a.

Seefeuer

Eine der größten humanitären Katastrophen findet seit Jahren vor den Toren Europas statt. Tausende Flüchtlinge ertrinken im Mittelmeer. Gianfranco Rosi wendet sich diesem Drama mit einer filmisch präzisen Zustandsbeschreibung zu. Der Zuschauer wird zum Zeugen dieser Katastrophe. Bei der diesjährigen Berlinale gab es zu Recht den Goldenen Bären als Bester Film.

In den Mittelpunkt seines Filmes stellt Rosi den zwölfjährigen Samuele. Nach der Schule trifft er seine Freunde oder streift mit einer selbstgebauten Steinschleuder durch die Gegend. Er will Fischer werden, so wie sein Vater. Samuele lebt auf der Mittelmeerinsel Lampedusa, auf der das Leben schon immer von dem geprägt war, was das Meer bringt. Seit Jahren sind das nun vor allem Menschen - Tausende Flüchtlinge, die in der verzweifelten Hoffnung auf ein besseres Leben eine lebensgefährliche Reise wagen.

Ein Jahr lang beobachtete Regisseur Gianfranco Rosi Leben und Alltag auf Lampedusa, der „Insel der Hoffnung“.

Der italienische Originaltitel »Fuocoammare« kann sowohl als „brennendes Meer“ als auch „Leuchtturm“ übersetzt werden. Der deutsche Kinotitel ist dieser Doppelbedeutung geschuldet: »Seefeuer« bezeichnet zum einen das Lichtsignal auf Leuchttürmen, zum anderen eine historische Brandwaffe, die vor allem gegen Schiffe zum Einsatz kam und nicht mit Wasser gelöscht werden konnte.

ak

Letzte Vorstellung: Meine Brüder und Schwestern im Norden

Do. Fr. Sa. So. Mo. Di. Mi.
20:00

Regie: Cho Sung-hyung, (Deutschland), 2016

Letzte Vorstellung: Meine Brüder und Schwestern im Norden

Die Frankfurter Filmemacherin Sung-Hyung Cho wuchs als gebürtige Südkoreanerin mit der Vorstellung auf, das nördliche Nachbarland sei von Monstern bevölkert. In der Schule lernte sie, dass Nordkoreaner rote Haut und zwei Hörner am Kopf hätten. Als erste südkoreanische Filmemacherin überhaupt erhielt sie eine offizielle Drehgenehmigung für das Land jenseits der Grenze und somit die Chance, sich von ihren Vorurteilen zu verabschieden und ihr vorgefertigtes Bild von den wie Roboter wirkenden Menschen im Norden zu revidieren.

»Meine Brüder und Schwestern im Norden« porträtiert die Menschen hinter den hartnäckigen Klischees und Stereotypen eines unverstandenen Landes und gibt Einblicke hinter die protzige Propagandafassade einer uns verschlossenen Lebenswelt. Die Menschen, denen Sung-Hyung Cho auf ihrer Reise durch das Land begegnet - Soldatinnen, Bauern, Maler, Näherinnen - sind keine Zufallsbekanntschaften, sondern wurden vom Regime ausgesucht. Trotzdem nähert sie sich ihren Protagonisten dabei aufrichtig interessiert, respektvoll und vor allem ohne jegliche Wertung. So kommt ein fröhliches Volk zum Vorschein, dessen Liebe zu „ihrem Führer“ uns mehr als einmal sonderbar erscheint, das seine Wünsche und die Hoffnung auf eine Wiedervereinigung der beiden Koreas aber noch längst nicht aufgegeben hat.

Nach »Full Metal Village«, »Endstation der Sehnsüchte« und »Verliebt, Verlobt, Verloren« der neue Heimatfilm von Sung-Hung Cho.

Das Original ist besser!Maggies Plan (OmdU)

Do. Fr. Sa. So. Mo. Di. Mi.
22:00

Regie: Rebecca Miller, (USA), 2015

Darsteller: Greta Gerwig, Julianne Moore, Ethan Hawke u.a.

Maggies Plan (OmdU)

Maggie (Greta Gerwig) hat einen Plan. Als New Yorker Dozentin will sie ein Kind großziehen und zwar als moderne Frau und allein stehende Mutter. Dazu fehlt ihr jedoch der Mann. Sie und Männer - das ist keine gute Kombination. Ihr Plan beinhaltet, ihren ehemaligen Kommilitonen Guy (Travis Fimmel) dazu zu bringen, sein Sperma zu spenden. Etwa zur gleichen Zeit lernt Maggie den charmanten, jedoch verheirateten, Anthropologie-Professor und angehenden Autor John (Ethan Hawke) kennen. Der Affäre steht nicht viel im Weg, denn die Ehe mit der eiskalten Georgette (Julianne Moore) ist eher eine schreckliche Nebenerscheinung in Johns Leben. Kurzerhand lässt er sich scheiden und gründet mit Maggie eine Familie. Einige Jahre später merkt Maggie jedoch, dass ihre Gefühle für John allmählich ebenfalls erkalten. Das einzige, was sie noch zusammenhält, ist die gemeinsame Tochter. Durch Zufall läuft die der Ex-Frau Georgette über den Weg und erkennt, dass die Ehe zwischen den beiden vielleicht doch gar nicht so schlecht war. Maggie schmiedet also erneut einen Plan: John wieder loswerden und ihn zurück zu seiner Ex-Frau bringen.

»Maggies Plan« basiert auf dem noch unveröffentlichten Roman von Karen Rinaldi. Der Film feierte auf dem Toronto International Film Festival im September 2015 seine Premiere. Regie führte Rebecca Miller, die auch das Drehbuch selbst verfasste, wie bei ihren vorigen Arbeiten (»The Ballad of Jack and Rose«, »Pippa Lee«).

Anne