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THALIA - Cinema . Coffee and Cycling

Kinoprogramm Donnerstag, 15.01.2026 - Mittwoch, 21.01.2026

Sonntags-MatinéePalliativstation

Do. Fr. Sa. So. Mo. Di. Mi.
14:00

Regie: Philipp Döring, (Deutschland), 2025

Palliativstation

Wie begegnen Menschen dem eigenen Tod? Und wie kann man schwerstkranken Patienten helfen, der verbleibenden Zeit so viel Lebensqualität wie möglich zu geben? Der Film begleitet den Alltag auf der Palliativstation des Franziskus-Krankenhaus Berlin über mehrere Wochen, um diesen Fragen nachzugehen.

Nicht um jeden Preis dem Leben mehr Zeit, sondern der verbleibenden Zeit mehr Leben zu geben - das ist ein Grundsatz der Palliativmedizin. Die Lebensqualität des Patienten und sein subjektives Wohlbefinden stehen im Vordergrund. An die Stelle der kurativen Therapie tritt die Symptomkontrolle und die Behandlung von psychologischen, sozialen und spirituellen Problemen.

In langen Einstellungen beobachtet der Film die Gespräche und Begegnungen der Ärzte, Pfleger und Therapeuten mit den Patienten und ihren Angehörigen. Die Behandler sehen sich dabei mit komplexen medizinischen, ethischen, psychologischen und juristischen Fragen konfrontiert, auf die es letzten Endes immer nur individuelle Antworten geben kann - denn jeder Mensch muss seinen eigenen Umgang mit dem Sterben finden.

Premiere und Filmgespräch mit Regisseur Philipp Döring
Reservierungen sind per Mail, sowie leibhaftig, oder telefonisch zu den Öffnungszeiten möglich.

Das Original ist besser!Yi Yi - A One and a Two (OmdU)

Do. Fr. Sa. So. Mo. Di. Mi.
18:00

Regie: Edward Yang, (Taiwan/Japan), 2000

Darsteller: Nien-Jen Wu, Issei Ogata, Elaine Jin u.a.

Yi Yi - A One and a Two (OmdU)

Das Porträt einer Mittelklassefamilie in Taipeh. Ein Mann in den Vierzigern, seine Tochter im Teenageralter und sein achtjähriger Sohn leben zwischen Bedauern, Hoffnungen und Ernüchterung.

»Yi Yi« von Edward Yang, gedreht in Taiwan und Japan, ist ein Meisterwerk des Weltkinos, das ein Panorama des menschlichen Lebens anhand einer taiwanischen Familie zur Jahrtausendwende mit großer Einfühlsamkeit und einem Hauch von Melancholie in herausragend komponierten Bildern eröffnet. Ein Film, wie ein erkennender und zarter Blick in den Spiegel.

Nach der Wiederaufführung der in 4K-restaurierten Fassung bei den Internationalen Filmfestspielen von Cannes 2025 als Eröffnungsfilm der Cannes Classics, der als Höhepunkt des Schaffens von Regisseur Edward Yang gilt, endlich wieder auf der großen Kinoleinwand zu sehen.

YI YI wurde von der New York Times in die Liste der 100 besten Filme des 21. Jahrhunderts aufgenommen und nahm bei einer 2010 gestarteten Umfrage von Film Comment zu den wichtigsten Filmen der Dekade Platz 3 ein.

Reservierungen sind per Mail, sowie leibhaftig, oder telefonisch zu den Öffnungszeiten möglich.

Ein Tag ohne Frauen

Do. Fr. Sa. So. Mo. Di. Mi.
15:30

Regie: Pamela Hogan, (Island/USA), 2024

Ein Tag ohne Frauen

Ein Tag ohne Frauen erzählt die wahre Geschichte eines Tages, der Island zur weltweiten Supermacht für die Gleichberechtigung der Geschlechter katapultierte. Eine Zusammenarbeit zwischen der US-amerikanischen Regisseurin Pamela Hogan, die in den 1970er Jahren als Highschool-Schülerin mit ihrer aktivistischen Mutter für die Verabschiedung des E.R.A., des Equal Rights Amendments, kämpfte und der isländischen Produzentin Hrafnhildur Gunnarsdóttir, die auch Co-Autorin des Drehbuchs ist und im Alter von 7 Jahren ihre Mutter zu eben diesem Streik im Jahr 1975 begleitete und dachte, dass „alles perfekt sein würde, wenn sie am nächsten Morgen aufwachte“. Das E.R.A.wurde in den USA nie verabschiedet und Island ist immer noch nicht perfekt – aber es ist das einzige Land weltweit, das über 90 Prozent seiner Geschlechterkluft geschlossen hat und sich verpflichtet hat, in naher Zukunft vollständige Gleichberechtigung zu erreichen.

Das Original ist besser!Die jüngste Tochter (OmdU)

Do. Fr. Sa. So. Mo. Di. Mi.
17:00 17:00
19:00

Regie: Hafsia Herzi, (Frankreich/Deutschland), 2025

Darsteller: Nadia Melliti, Park Ji-Min, Louis Memmi u.a.

Die jüngste Tochter (OmdU)

Fatima ist 17, die jüngste von drei Töchtern einer französisch-algerischen Familie und wächst in einem Pariser Vorort auf. Ihr Alltag zwischen Schule, Clique und Familie wirkt vorhersehbar, doch unter der Oberfläche beginnt es zu brodeln: Fatima spürt eine zunehmende Anziehung zu Frauen, eine Erkenntnis, die sie zunächst nur zögerlich zulässt. Mit dem Beginn ihres Studiums in Paris tritt sie in eine neue Lebensphase ein, findet Anschluss an die queere Szene, knüpft Freundschaften und verliebt sich leidenschaftlich in die Krankenschwester Ji‑Na (Park Ji‑min). Zwischen muslimischer Tradition und persönlichen Sehnsüchten verläuft ein schmaler Grat, auf dem Fatima ihren Platz in der Welt suchen muss. Regisseurin Hafsia Herzia erzählt in fünf, nach Jahreszeiten gegliederten Kapiteln das Erwachsenwerden einer jungen Frau, die vor allem gegen innere Hindernisse kämpft. Stilistisch bleibt der Film sparsam, mitunter spröde, doch gerade diese Zurückhaltung lenkt den Blick auf Fatimas Wandlung: Szenen in Clubs oder auf Partys, flüchtige Berührungen, kleine Gesten - sie markieren die Momente, in denen Fatima langsam aus ihrer aufgesetzten harten Schale ausbricht. Herzia erzählt subtil und eindringlich vom erotischen Erwachen der Protagonistin. Schauspieldebütantin Nadia Melliti verleiht Fatima Glaubwürdigkeit und Tiefe. Ihr Charakter wird nicht nur von äußeren Konflikten geformt, sondern stark von einem inneren Ringen um religiöse Identität und sexuelle Orientierung. Erst als sie begreift, dass ihr Muslima-Sein und ihr Lesbisch-Sein keine unüberbrückbaren Gegensätze sind, beginnt sie, sich selbst anzunehmen. »Die jüngste Tochter« ist eine berührende Geschichte über das Erwachsenwerden und den Mut, sich den eigenen Widersprüchen zu stellen.

Grit Dora

Bundesstart - Das Debüt im Thalia

Das Original ist besser!Madame Kika (OmdU)

Do. Fr. Sa. So. Mo. Di. Mi.
19:00 19:00
21:00 21:00 21:00

Regie: Alex Poukine, (Frankreich), 2025

Darsteller: Manon Clavel, Ethelle Gonzalez Lardued, Makita Samba u.a.

Madame Kika (OmdU)

Schmerzen kennen wir aus drei Konstellationen; Schmerzen ertragen, sie lindern oder zufügen. Die letzteren beiden gelten offiziell als Dienstleistungen. Die Nachfrage ist bei beiden riesig. Die Bezahlung unterschiedlich. Erstere Konstellation gilt wohl als die Schwierigste, doch dazu später. Die hier verhandelte Biographie von Kika (Manon Clavel) beginnt an ihrem Arbeitsplatz, wo sie versucht, die Schmerzen ihrer Klientinnen zu lindern, wie es nur irgend geht. Kika ist Sachbearbeiterin auf dem Sozialamt von Brüssel. Dienst nach Vorschrift ist ihr fremd. Sie betätigt sich bei einer Klientin auch mal als Möbelpackerin, um dem Gerichtsvollzieher eins auszuwischen. Kika ist verheiratet, hat eine Tochter und verliebt sich trotz alledem in David (Makita Samba), den netten Typen vom Fahrradladen, auch er weiß ein Danke und ein Bitte zu schätzen. Kurz flimmert Glück über die Leinwand. Davids plötzlicher Tod löscht es wieder aus. Kika droht der soziale Abstieg. Sie muss aus ihrer Wohnung raus. Noch weiß sie nicht, wie es weitergeht; soll sie ihren Job missbrauchen und sich Stütze erschleichen, soll sie, wie eine ihrer Klientinnen, getragene Slips im Internet verticken, soll sie Davids Kind abtreiben, oder tatsächlich Mutters tägliche Vorhaltungen für die Zuflucht auf ihrer Schlafcouch eintauschen? Die belgische Regisseurin Alexe Poukine meidet Genre-reine Filme, das leuchtet ein, denn sie kommt vom Dokumentarfilm. Hier nun entschied sich sich, die ihr zugetragene Geschichte von Sozialarbeiterinnen, die zugleich Schmerzen lindern und zufügen, als Fiktion zu zeigen, angereichert mit allerlei recherchierten Fakten. Kika wählt den derben Weg in die soziale Unabhängigkeit als allein erziehende Mutter. Sie schlüpft im Zweitjob, erschrocken erst, vorsichtig zupackend dann und zuletzt sich selbst behauptend, in die Rolle einer Domina: Madame Kika. Langsam nur lernt sie Respekt vor ihren neuen Klienten zu haben. Und langsam nur dämmert ihr, dass sie im Lindern und Zufügen von Schmerzen echt gut ist, sie beim Ertragen ihres eigenen Schmerzes über den Verlust von David jedoch noch ganz am Anfang steht.

alpa kino

Bundesstart - Das Debüt im Thalia

Das Original ist besser!Ein einfacher Unfall (OmdU)

Do. Fr. Sa. So. Mo. Di. Mi.
16:00
17:00
19:00 19:00
21:00 21:00

Regie: Jafar Panahi, (Iran/Frankreich/Luxemburg), 2025

Darsteller: Vahid Mobasseri, Maryam Afshari, Ebrahim Azizi u.a.

Ein einfacher Unfall (OmdU)

Der Gewinner der Goldenen Palme von Cannes ist eine furchtlose Meisterleistung des Filmemachers Jafar Panahi – zugleich hochpolitisch und zutiefst menschlich. Mit unerbittlicher Klarheit stellt der Film moralische Fragen nach Wahrheit und Ungewissheit, Rache und Gnade.

Als der Automechaniker Vahid zufällig auf den Mann trifft, der ihn mutmaßlich im Gefängnis gefoltert hat, entführt er ihn, um Vergeltung zu üben. Doch der einzige Hinweis auf Eghbals Identität ist das unverkennbare Quietschen seiner Beinprothese. Auf der Suche nach Gewissheit wendet sich Vahid an einen zerstreuten Kreis anderer, inzwischen freigelassener Opfer. Doch je tiefer sie in ihre Vergangenheit eintauchen und je mehr ihre unterschiedlichen Weltanschauungen aufeinanderprallen, desto größer werden die Zweifel: Ist er es wirklich? Und was hieße Vergeltung überhaupt?

Vor dem allgegenwärtigen Hintergrund des Autoritarismus verdichtet sich der Film zu einem fulminanten Akt des Widerstands – von einem iranischen Autorenfilmer, der aus eigener Erfahrung weiß, was es bedeutet, ungerechtfertigt inhaftiert zu sein. So fordert uns Frankreichs Beitrag in der Kategorie „Bester internationaler Film” bei den 98. Oscars® eindringlich dazu auf, die Grenze zwischen Recht und Unrecht neu auszuloten.

Das Original ist besser!Therapie für Wikinger (OmdU)

Do. Fr. Sa. So. Mo. Di. Mi.
21:00 21:00

Regie: Anders Thomas Jensen, (Dänemark), 2025

Darsteller: Mads Mikkelsen, Nikolaj Lie Kaas, Lars Brygmann u.a.

Therapie für Wikinger (OmdU)

Nach 15 Jahren Knast wegen Bankraub kehrt Anker (Nikolaj Lie Kaas) zurück. Die Beute, die sein Bruder Manfred (Mads Mikkelsen) für ihn vergraben hat, ist verschollen. Manfred leidet seit der Kindheit an einer dissoziativen Identitätsstörung und hat die vielen Jahre ohne Bruder damit verbracht, seine multiplen Persönlichkeiten auszubauen, lebt gänzlich in der Musik, in einem chaotischen Selbst, das sich jedem Zugriff entzieht. Erinnerungen an den verborgenen Schatz? Fehlanzeige.

Anker bringt seinen Bruder ins alte, nun von einer Boxerin über Airbnb vermietete Elternhaus, in der Hoffnung, dass die vertraute Umgebung dessen Gedächtnis auf die Sprünge hilft. Die Zeit drängt, der ehemalige Komplize Friendly Flemming ist ihnen auf den Fersen. Zwischen den dichten Wäldern Dänemarks und der unübersichtlichen Landschaft menschlicher Psychen entfaltet sich eine von absurden Missverständnissen geprägte Jagd.

Regisseur Anders Thomas Jensen, der schon in seinem Debüt »Flickering Lights« die Vorliebe für makabren Humor und Außenseiterfiguren entwickelte und in seinen Erfolgsfilmen »Dänische Delikatessen« und »Adams Äpfel« konsequent ausbaute, vereint in »Therapie für Wikinger« einmal mehr Abgründigkeit, Schadenfreude und überraschende Rührung. Traumata, Missgeschicke, psychische Störungen werden zu komischen, gefährlichen Instrumenten, Schadenfreude und Empathie wechseln in schneller Folge. Die wiederholte Zusammenarbeit mit Mads Mikkelsen, die spätestens seit »Adams Äpfel« Kultstatus hat, verleiht dem absurden Brüderpaar Tiefe und Kontur. Jensen spielt mit den Spannungen zwischen Komik und Boshaftigkeit, zwischen Identität und Selbsttäuschung und macht daraus ein schwarzhumoriges, lebendiges Psychogramm, das die groteske Jagd nach Geld und Selbstverständnis gleichermaßen treibt.

Grit Dora

Das Original ist besser!Sorry, Baby (OmdU)

Do. Fr. Sa. So. Mo. Di. Mi.
17:00 17:00
19:00

Regie: Eva Victor, (USA/Spanien/Frankreich), 2025

Darsteller: Eva Victor, Naomie Ackie, John Carroll Lynch u.a.

Sorry, Baby (OmdU)

Agnes (Eva Victor) hat ihr Literaturstudium erfolgreich abgeschlossen und es geschafft, eine befristete Stelle als Professorin aufzutun. Trotz der neuen Position lebt sie noch in ihrem alten Häuschen in New England, umgeben von Büchern, Erinnerungen an die Studien- und WG-Zeit. Sie ist sehr allein. Als ihre beste Freundin Lydie (Naomi Ackie) aus New York zu Besuch kommt, wird deutlich, wie unterschiedlich sich ihre Lebenswege entwickelt haben - und wie sehr Agnes noch immer mit einem einschneidenden Erlebnis kämpft, das ihr Leben weiterhin belastet. In ihrem Debütfilm »Sorry, Baby« erzählt Eva Victor sensibel, mit feinem Gespür für Tonalität von einer Frau, die zwischen beruflichem Erfolg, persönlichen Unsicherheiten und der Suche nach Identität navigiert. Subtile Momente von Humor und Sarkasmus mischen sich mit nachdenklichen, fast beklemmenden Szenen, in denen Agnes kleine Alltagsbegegnungen, etwa mit ihrem Nachbarn Gavin (Lucas Hedges) oder dem Betreiber eines Sandwichladens (John Carroll Lynch), Halt geben. Victor zeigt, wie tiefgreifend und nachhaltig traumatische Erlebnisse das Verhalten und die Beziehungen des betroffenen Menschen beeinflussen, ohne diese je explizit vorzuführen. Gleichzeitig thematisiert der Film Agnes’ Auseinandersetzung mit Gender und Selbstwahrnehmung: Ihr sich wandelnder Kleidungsstil und die bewusste Reflexion über Identität spiegeln ihren inneren Prozess und das Streben nach Authentizität. Die Regisseurin und Hauptdarstellerin inszeniert präzise, sarkastisch und dennoch warmherzig. »Sorry, Baby« ist ein vielschichtiges, bewegendes Drama über Freundschaft, Trauma, Selbstfindung und leise, aber kraftvolle Momente, die das Leben verändern können. Ein Debüt, das auf dem Sundance Film Festival Furore und Eva Victor als Mumblecore-Talent bekannt machte.

Grit Dora

Bundesstart - Das Debüt im Thalia