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Kinoprogramm Donnerstag, 19.10.2017 - Mittwoch, 25.10.2017

The Square (OmdU)

Do. Fr. Sa. So. Mo. Di. Mi.
18:15
21:30
22:45

Regie: Ruben Östlund, (Schweden/Deutschland/Frankreich/Dänemark), 2017

Darsteller: Claes Bang, Elisabeth Moss, Dominic West u.a.

The Square (OmdU)

Der europäischen Co-Produktion eilen die Lorbeeren voraus. Kein Wunder! Denn seine Feuertaufe hat das neue Werk von Ruben Östlund (»Höhere Gewalt«) bereits bestanden. Bei den Filmfestspielen in Cannes gewann das Satire-Drama die Goldene Palme, die bekanntermaßen wichtigste Auszeichnung jenes Festivals. Und man muss sagen: Der Preis ist absolut gerechtfertigt.

Christian Nielsen (Claes Bang) ist ein erfolgreicher Kurator, der gerade dabei ist, seine neue Ausstellung vorzubereiten. „The Square“, so ihr griffiger Titel, soll einen Raum schaffen, in dem die Menschen auf vier mal vier Metern ihre humanitären Empfindungen (wieder-)entdecken, ihr wachsendes Misstrauen ablegen sollen. Doch wie weit ist es mit der eigenen Menschlichkeit hergeholt? Denn der Stockholmer Kunstliebhaber ist selbst nicht frei von Ängsten und Sorgen, zudem fliegt ihm die gewagte Marketingkampagne zur Ausstellung um die Ohren und seine Affäre (Elisabeth Moss) macht ihm das Leben auch nicht leichter. Als ihm dann zu allem Überfluss das Handy und die Brieftasche geklaut werden, begibt sich der zweifache Familienvater auf die Suche und entblößt dabei ganz eigene Schwächen.

Bei der Jury und den Besuchern in Cannes kam das europäische Gemeinschaftswerk bestens an und auch das hiesige Publikum wird seine wahre Freude an »The Square« haben. Wer weiß, vielleicht riskieren wir ja sogar einen Gedanken an unser eigenes Leben und inwiefern wir uns selbst mal in den »Square« begeben sollten?!

juko

Bundesstart - Das Debüt im Thalia

DAVE: Music in Motion Premiere: RAW Chicks.Berlin

Do. Fr. Sa. So. Mo. Di. Mi.
21:00

Mit dem Dokumentarfilm »RAW CHICKS.BERLIN« eröffenen wir die diesjährige Programmreihe »Music in Motion« gleich einmal mit mit einer exklusiven Dresden-Premiere. Die Regisseurin Beate Kunath wird zudem an diesem Abend anwesend sein.

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Der Dokumentarfilm »RAW CHICKS.BERLIN« zeigt elf facettenreiche Porträts internationaler, in Berlin lebender Musikerinnen. Dabei liegt der Fokus auf Live-Acts, also Frauen, die mit ihrem Equipment auf die Bühne kommen und ihre eigenen Songs und Kompositionen präsentieren. Das musikalische Spektrum reicht dabei von experimenteller, über noise-basierte elektronische bis hin zur elektro-akustischen Musik.

Regisseurin Beate Kunath gibt einen Einblick in die vielfältige und lebendige aktuelle Musikszene Berlins und schafft durch

die Präsentation dieser Künstlerinnen ein Zeitdokument, das die häufig männlich dominierten Geschichtsschreibung durch eine weibliche Perspektive ergänzt.

DAVE: Music in Motion I Dream Of Wires

Do. Fr. Sa. So. Mo. Di. Mi.
19:00

»I dream of Wires« is about the rise, fall and rebirth of the machine that shaped electronic music: the modular synthesizer.

Exploring the synthesizer's history, the film reveals how innovators like Robert Moog developed the first room-sized prototypes. It shows the meteoric rise in popularity of the synthesizer - later made obsolete by a flood of cheap knockoffs. And it tracks the phenomenal resurgence of the high-end modular synthesizers being used today by a whole new generation of musicians, many of them at the forefront of EDM (electronic dance music).

Musicians including Trent Reznor (Nine Inch Nails), Gary Numan, Carl Craig, Morton Subotnick and Vince Clarke (Erasure) talk about their passion for the modular synthesizer, and how it influencestheir music, while new EDM artists including Clark, James Holden and Factory Floor discuss why they've embraced its sound and physicality. Innovative companies including Modcan and Doepfer reveal how they planted the seeds that have now grown into a major cottage industry.

What started out as a vintage-revival scene has grown into an underground phenomenon with modular obsessives craving ever more wild and innovative sounds and interfaces. Today, the modular synthesizer is no longer an esoteric curiosity or even a mere musical instrument - it is an essential tool for radical new sounds and a bona-fide subculture.

DAVE: Music in Motion Conny Plank - The Potential of Noise

Do. Fr. Sa. So. Mo. Di. Mi.
21:00

Regie: Stephan Plank, Reto Caduff, (Deutschland/Schweiz), 2017

Conny Plank - The Potential of Noise

Konrad „Conny“ Plank (1940-1987) war einer der innovativsten Klanggestalter und Musikproduzenten seiner Zeit. Die Aufnahmen, die ab den 60er Jahren in seinem sagenumwobenen Tonstudio in Wolperath nahe Köln entstanden sind, haben die Musikwelt revolutioniert. Er war der Pionier des Krautrocks und Wegbereiter der elektronisch geprägten Popmusik. Bands und Künstler wie NEU!, Brian Eno, David Bowie, Ultravox und die Eurythmics nahmen mit ihm auf und betonen noch heute den Einfluss, den er auf ihre Musik hatte. Ohne Plank hätte Gianna Nannini wohl für immer auf Englisch gesungen, und wäre ihm ein gewisser Bono sympathischer gewesen, würde „Joshua Tree“ von U2 heute ganz anders klingen.

Als Conny im Alter von nur 47 Jahren starb, war sein Sohn Stephan gerade mal 13 Jahre alt. 25 Jahre später hat er sich zusammen mit Co-Regisseur Reto Caduff auf die Suche nach dem Mann gemacht, den er als Kind oft nur hinter dem Mischpult erlebte. Zugleich wurde es auch die Suche nach dem künstlerischen Vermächtnis seines Vaters. Er hat sich mit Connys alten Freunden und Weggefährten getroffen: mit Annette Humpe und den Scorpions, mit Gianna Nannini, Devo, Ultravox und vielen mehr. Private größtenteils unveröffentlichte Archivaufnahmen wechseln sich mit persönlichen Interviews ab, in denen die MusikerInnen Einblicke in Connys akribische und höchst einfühlsame Arbeitsweise gewähren. Das emotionale Porträt des legendären Conny Plank wird so auch zu einer faszinierenden Reise durch die nationale und internationale Popmusikgeschichte der 70er und 80er Jahre.

Körper und Seele

Do. Fr. Sa. So. Mo. Di. Mi.
17:45

Regie: Ildikó Enyedi, (Ungarn), 2017

Darsteller: Alexandra Borbély, Geza Morcsányi, Réka Tenki u.a.

Körper und Seele

Wie kann man eine Liebesgeschichte voller Leidenschaft so leidenschaftslos wie möglich darstellen? Diese Frage beschäftigte die ungarische Regisseurin Ildikó Enyedi, als sie das Drehbuch zu »Körper und Seele« schrieb. Viele Jahre war es ruhig um die Filmemacherin. In der Zeit entwarf sie viele Ideen, aber erst dieses Drehbuch wurde schlussendlich verwirklicht. Was für ein Glück für uns! Es entführt den Zuschauer in die kalte und technische Welt eines Schlachthauses. Dort begegnen sich der ruhige Finanzdirektor Endre (Géza Morcsányi) und die neue Gesundheitsinspektorin Mária (Alexandra Borbély). Diese ist so introvertiert, dass jede Kontaktaufnahme scheitert, bis die beiden eines Tages feststellen, dass sie in der Nacht die gleichen Träume haben. Zaghaft beginnt auch eine Annäherung außerhalb der Traumwelt. Dieses märchenhafte Element in der Geschichte gibt diesem realen Schauplatz mit seinen ungeschönten und dokumentarisch gefilmten Schlachthausbetriebsszenen eine surrealistische Qualität. Dabei fängt der Kameramann Máté Herbai die Bilder, egal wie blutig sie sind, wunderschön und wie Stillleben ein. Diese Mischung aus Traum und Wirklichkeit, den introvertierten, sympathischen Menschen und ihrer inneren, tobenden Leidenschaft macht »Körper und Seele« zu einem eindrücklichen, wunderschönen Film, der nicht zu Unrecht viele Preise, darunter auch den Goldenen Bären auf der Berlinale gewann. Wunderschöner kann Arthouse-Kino gar nicht sein.

Doreen


DAVE: Music in Motion The Sound Of Belgium

Do. Fr. Sa. So. Mo. Di. Mi.
20:00

The Sound of Belgium« zeichnet ein mitreißendes Portrait eines weithin unbekannten Acid-Stiefkinds: der belgischen New Beat-Bewegung, die Ende der achtziger Jahre aus der Taufe gehoben wurde.

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The documentary explores the rich but untold story of Belgian dance music. From the grand dance halls with Decap organs to the golden days of Popcorn; From dark and cold Electronic Body Music and New Beat to Belgian House and Techno. An alternative chronicle of unique popular music, »The Sound of Belgium« goes in search of the spirit of a nation and the people that danced to it.