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Kinoprogramm Donnerstag, 22.02.2018 - Mittwoch, 28.02.2018

Felix Räuber - Video Premiere - Listening Session

Do. Fr. Sa. So. Mo. Di. Mi.
13:30

Ich möchte euch einladen zur exklusiven Videopremiere und der Listeningsession meiner ersten Solo EP sowie einem anschließenden intimen Akustikset.

Die letzten zwei Jahre habe ich, gemeinsam mit tollen Künstlern, an der Verschmelzung von Neoklassik, Elektronik und Pop gearbeitet. Schritt für Schritt ist eine cineastische Klangwelt entstanden, deren Stil ich selbst als Cinematic Pop bezeichne. Und wo passt dieser besser hin, als in ein Kino. Irgendwo zwischen Woodkid, Nils Frahm und Moderat.

Ich freue mich wahnsinnig diesen Moment mit euch zu feiern.

Weit. Die Geschichte von einem Weg um die Welt

Do. Fr. Sa. So. Mo. Di. Mi.
15:15

Regie: Gwendolin Weisser, Patrick Allgaier, (Deutschland), 2017

Weit. Die Geschichte von einem Weg um die Welt

Prolog: Uns zieht es hinaus. Mit Rucksack, Zelt und nur dem, was wir wirklich brauchen. Und das alles über Land. Nie den Kontakt zur Erde verlieren. Immer Strecke spüren. Über die Meere mit dem Schiff, denn jeden Meter wollen wir mit all unseren Sinnen wahrnehmen, mit Zeit reisen.

Wir lernen Grenzen kennen. Wollen lernen, was Verzicht heißt und was Genuss bedeutet. Es ist der Versuch, nicht mehr als 5 Euro am Tag auszugeben. 2 oder 3 Jahre. Vielleicht mehr, vielleicht weniger.

Wir sind keine Helden, sind nichts Besonderes, wir hören lediglich auf das Gefühl in unserem Bauch.

Wir verlassen unser Zuhause, um zu lernen, was für andere Heimat bedeutet.

»Weit - Die Geschichte von einem Weg um die Welt« erzählt bunt und authentisch von unserer außergewöhnlichen Reise um die Erde. Zu zweit sind wir in den Osten losgezogen, um dreieinhalb Jahre später zu dritt aus dem Westen wieder nach Hause zu kehren. Ohne zu fliegen, erkundeten wir die Welt, stets von Neugierde und Spontanität begleitet.

Wann wird es endlich wieder Sommer

Do. Fr. Sa. So. Mo. Di. Mi.
17:30 17:30 17:30

Regie: Barbara Lubich, Michael Sommermeyer, (Deutschland), 2017

Wann wird es endlich wieder Sommer

Wenn eine Band durch Deutschland tourt, die Begeisterungstürme auslöst und dabei Weltmusik-, oder Friedenspreise abräumt, obwohl sie aus Dresden kommt, dann ist das nicht normal. Eine normale Band war die Banda Communale noch nie. Ihr Gründer Micha? Tomaszewski wollte zu den Anti-Nazi-Demos rund um den 13. Februar der Nuller-Jahre einfach Instrumente mitnehmen. Das wärmte Füße, Kopf und Bauch. Und im Dresdner Demonstrations-Durcheinander wusste man so immer, wo es lang geht. Wo man hingehört. Wo vorn ist. Als PEGIDA marschierte, führten sie die Besenkommandos über Dresdens Straßen, bestritten Postplatzkonzerte, und als die Flüchtlinge kamen, spielten sie vor und in den Notunterkünften, um den Menschen für einen kurzen Moment die Sorgen fortzublasen. Plötzlich vermischte sich ihr gewohnter Klezmer-Brass-Punk mit der herzlichen Musikalität ihrer neuen Zuhörerschaft. Und bei der Banda entstand eine völlig neue Idee, als auch Musiker mit ihren Instrumenten zu ihnen stießen. Sie wollten den Syrer Thabet Azzawi mit seiner Oud dabei haben, den Iraker Akram Al-Siraj mit seinem Cello oder den Palästinenser Qutaiba Abu Rashed mit seiner Trommel. Ganz zu schweigen von Ezé Wendtoin, der einem die Tränen in die Augen treibt mit seinem Rudi Carrell Hit… Das klang verrückt, klang nach viel Arbeit. Aber auch nach viel Musik. Sowie nach monatelanger Probenarbeit, Umzügen, Abschiebungen, Shampoo Shows, Aufenthaltsgenehmigungen, Crowdfounding, Montags Café, Freunde machen im Albertinum, CD-Produktion und es klang immer wieder nach kritischem Hinterfragen sächsischer Zustände in Politik und Gesellschaft. Der Rest gehört fast schon zur Geschichte von Dresden; ein lupenreines Integrationsprojekt, das vom ersten Tag an echte Freundschaften gebar. Vielleicht ist es kein Zufall, dass ein waschechter, polnischer Flüchtling all diesen Radau veranstaltet für Dresden. Was die Journalistin Anja Reschke im Film sagt, haben Micha? Tomaszewski und die Banda Internationale längst verinnerlicht. Nicht die rechten Rassisten sind das Problem, sondern wie sich der Rest der Gesellschaft zu ihnen verhält.

Alpa Kino

Das Original ist besser!Three Billboards Outside Ebbing, Missouri (OmdU)

Do. Fr. Sa. So. Mo. Di. Mi.
19:30
21:30
21:45 21:45

Regie: Martin McDonagh, (Großbritannien/USA), 2017

Darsteller: Frances McDormand, Woody Harrelson, Sam Rockwell u.a.

Three Billboards Outside Ebbing, Missouri (OmdU)

Angela, die Teenager-Tochter von Mildred Hayes (Frances McDormand), wurde vor sieben Monaten vergewaltigt und ermordet, doch noch immer scheint die Polizei der Lösung des Falls keinen Schritt näher. Die verzweifelte Mildred beschuldigt die örtlichen Beamten, ihre Arbeit nicht gut genug zu machen. Um den Druck auf die Polizei zu erhöhen, bucht sie an der Einfallstraße zu ihrem Wohnort Ebbing, Missouri drei große Werbetafeln, die nacheinander folgende Botschaften beinhalten: „Raped while dying“, „And still no arrests“, und „How come, Chief Willoughby?“ Ein klarer Affront gegen den örtlichen Polizeichef William Willoughby (Woody Harrelson), der sofort die Gemüter erhitzt. Statt sich auf die Seite der trauernden und verzweifelten Mutter zu stellen, liegen die Sympathien der Bewohner jedoch beim todkranken Sheriff. Als dieser sich das Leben nimmt, bricht in der Gemeinde Chaos aus und die Lage eskaliert, als sich mit Officer Dixon (Sam Rockwell) ein unreifes und gewalttätiges Muttersöhnchen berufen fühlt, den Kollegen zu ächten. Ganz im Stile seines Kultfilms »Brügge sehen… und sterben?« präsentiert Regisseur und Oscarpreisträger Martin McDonagh wunderbar skurrile Dialoge, begleitet von ebenso bizarrer Gewalt. Es ist eine gekonnt balancierte Mischung aus schwarzer Krimikomödie und Drama und dass der Film Kritiker weltweit überzeugen konnte, liegt wohl neben McDonaghs Talent vor allem an jenem seiner erfahrenen und überzeugenden Hauptdarsteller. In Richtung „Award Season“ sind die Three Billboards auf jeden Fall im Fokus. Und das mit absolutem Recht, darf man sagen!

„Hier stimmt alles… Da wird Kino zu Kunst, gleichermaßen klug und unterhaltsam.“

Stuttgarter Zeitung

Viktoria Franke

Das Original ist besser!The Shape of Water (OmdU)

Do. Fr. Sa. So. Mo. Di. Mi.
19:00
19:30 19:30
21:45

Regie: Guillermo Del Toro, (USA), 2017

Darsteller: Sally Hawkins, Michael Shannon, Richard Jenkins u.a.

The Shape of Water (OmdU)

Winterzeit ist Märchenzeit, und einer der besten Märchenerzähler des Kinos ist zweifellos Guillermo del Toro. Sein Film »Pans Labyrinth« ist dabei natürlich an erster Stelle zu nennen, aber auch beide »Hellboy« Filme stammen von ihm, wodurch es nicht verwundert, dass dem Zuschauer eine gewisse Ähnlichkeit zwischen Hellboys „Ape“ und dem Amphibienmenschen im aktuellen Kinoabenteuer auffallen wird. Jene namenlose Kreatur wird Anfang der 1960er Jahre in ein geheimes Hochsicherheitslabor der US-Regierung, das so genannte Occam Aerospace Research Center, gebracht und in einem Wassertank gefangen gehalten. Dort arbeitet die seit Kindheit stumme Elisa (Sally Hawkins) als Putzkraft. Dabei muss sie miterleben, wie die Kreatur vom grantigen Chef, Mister Strickland (Michael Shannon), immer wieder gepeinigt wird. Und so überwindet Elisa ihre Abscheu und nimmt Kontakt mit dem seltsamen Wesen auf, freundet sich an und versucht schließlich, ihn vor dem Seziertisch zu bewahren und zu befreien. Anstelle von Worten kommunizieren beide mit Zeichensprache und Musik, was das Spektakel noch märchenhafter macht. Für Regisseur del Torro ist es sein bislang persönlichster Film: „Ich liebe ihn. Ich nenne ihn ein Märchen für unruhige Zeiten, weil er als eine Art Salbe gegen die Welt wirkt, in der wir jeden Morgen mit schlechteren Nachrichten aufwachen.“ Er hat auch wieder das Drehbuch mit erarbeitet. Da der Film bereits im Dezember in den USA anlief, gibt es schon zahlreiche lobende Pressestimmen, die ihn als Mischung aus »E.T« und der »Fabelhaften Welt der Amelie« bezeichnen. Das unbekannte Wesen wird im übrigen vom (ehemaligen) Schlangenmenschen Doug Jones dargestellt, der schon bei »Hellboy« den Wassermann gab und in »Pans Labyrinth« die bizarre Hauptfigur darstellte. Nun also nimmt del Torro seine Zuschauer nicht nur in eine weitere phantastische Welt, sondern auch eine Zeitreise in die 60er Jahre mit. Pünktchenkleider, Anzugträger und der kalte Krieg bestimmen das Bild, wenn Elisa und ihr kiemenatmender Freund vor miesen Sowjetagenten und gewalttätigen US Schergen auf der Flucht sind.

Pinselbube

Loving Vincent

Do. Fr. Sa. So. Mo. Di. Mi.
17:00

Regie: Dorota Kobiela, Hugh Welchman, (Großbritannien/Polen), 2017

Darsteller: Robert Gulaczyk (Vincent Van Gogh), Saoirse Ronan, Jerome Flynn u.a.

Loving Vincent

Vincent van Gogh (Robert Gulaczyk) ist seit einem Jahr tot. Erst jetzt erhält der junge Armand Roulin (Douglas Booth) von seinem Vater, dem Postmeister Joseph Roulin (Chris O’Dowd), den Auftrag, einen Brief van Goghs an dessen Bruder Theo zu übermitteln. Armand nimmt den Auftrag nur widerwillig an und muss am Ende seiner Reise feststellen, dass auch Theo tot ist. Ihm kommt der Verdacht, dass van Goghs Tod eventuell gar kein Selbstmord gewesen sein könnte. So macht sich Armand auf die Suche nach der Wahrheit. Dabei erzählen die Gemälde van Goghs und deren Figuren die Geschichte des Künstlers. Figuren wie der Bootsmann (gesprochen von Aiden Turner), Margaret Gachet (Saoirse Ronan), Adeline Ravoux (Eleanor Tomlinson), Louise Chevalier (Helen McCrory) und Doktor Gachet (Jerome Flynn) offenbaren das ganze Schicksal des Mannes, der mit seiner Kunst zur Ikone werden sollte.

Das Besondere an »Loving Vincent« ist, dass er der erste animierte Langspielfilm ist, der Frame für Frame als Ölgemälde gemalt wurde und im Stil van Goghs gehalten wurde. An so genannten PAWs (Painting Animation Work Stations) malten 30 Maler per Hand 56.800 Frames an. Zuvor wurde das Referenzmaterial als Realfilm gedreht. Filmemacher Dorota Kobiela und Hugh Welchman verwendeten über 120 verschiedene impressionistische Gemälde des niederländischen Malers als Grundlage und Inspiration. Die Handlung ist angelehnt an die 800 konservierten Briefe, die der Künstler im Laufe seines Lebens an die Menschen in seinem Umfeld geschrieben hatte.

Anne

Das Original ist besser!Wind River (OmdU)

Do. Fr. Sa. So. Mo. Di. Mi.
19:30
21:15

Regie: Taylor Sheridan, (USA/Großbritannien/Kanada), 2016

Darsteller: Jeremy Renner, Elizabeth Olsen, Jon Bernthal u.a.

Wind River (OmdU)

In der schroffen Wildnis des Indianer-Reservats „Wind River“ findet US Wildlife Agent Cory Lambert (Jeremy Renner) den vergewaltigten Körper eines jungen Mädchens. Der Mord erinnert ihn an den gewaltsamen Tod seiner eigenen Tochter. Zur Untersuchung des Falls schickt das FBI die frisch aus der Ausbildung kommende Agentin Jane Banner (Elizabeth Olsen). Doch die ist nur ungenügend auf die rauen Wetterbedingungen und die Isolation durch den vorherrschenden Winter vorbereitet und engagiert Lambert als Fährtensucher und Führer, um ihr bei den Ermittlungen zu helfen. Gemeinsam dringen sie tief in eine Gegend, die stark von latenter Gewalt und den Elementen geprägt ist. Während Jane gezwungen ist, sich von ihrer Ausbildung zu lösen und mehr auf ihre Instinkte zu vertrauen, wird Cory mit lange verdrängten Emotionen konfrontiert, als sich ihm die Möglichkeit bietet, nicht nur diesen Mord, sondern auch das Verschwinden seiner Tochter aufzuklären.

»Wind River« ist ein karger Blick auf ein Leben am Rande einer imposanten Wildnis, in der die Macht des Gesetzes vor dem Gesetz der Natur kapituliert. Drehbuchautor Taylor Sheridan, gefeiert für seine Skripts zu »Sicario« und »Hell or High Water«, beschließt mit »Wind River« nicht nur seine Drehbuch-Trilogie über die amerikanische Grenze, sondern liefert gleichzeitig sein beeindruckendes Debüt als Regisseur ab, das wie seine vorigen Arbeiten höchsten Wert auf authentische Charaktere und präzise Dialoge legt und von einem exzellenten Cast - darunter viele amerikanische Ureinwohner - getragen wird.

Aus dem Nichts

Do. Fr. Sa. So. Mo. Di. Mi.
17:30

Regie: Fatih Akin, (Deutschland), 2017

Darsteller: Diane Kruger, Ulrich Tukur, Numan Acar u.a.

Aus dem Nichts

Ein ganz normaler Abend, eine Frau auf dem Weg zu Mann und Kind. Als Katja die heimische Straße erreicht, plötzlich eine Sperre. Überall Polizei, kein Durchkommen, es gab eine Explosion, wird ihr gesagt. Sie rennt los, lässt sich nicht aufhalten. Ihre Augen weiten sich und ein paar Sekunden, bevor die Erkenntnis ihr Gesicht zeichnet, ahnt der Zuschauer, dass Katjas Leben aus dem Nichts zerbricht.

Sie wird nicht mehr aufhören zu rennen, nachdem klar ist, dass ihr Mann und ihr kleiner Sohn bei einem Nagelbombenanschlag gestorben sind. Katja kämpft um ein gerechtes Urteil, doch die Justiz entscheidet im Zweifel für die Angeklagten - ein junges Neonazi-Pärchen. Und an diesem Punkt, an dem in einem guten deutschen Fernsehfilm noch einmal ausgewogen alle Perspektiven gezeigt würden, entscheidet sich Fatih Akin für die Wendung zum Thriller. Er ergreift klar Partei für die Hinterbliebenen der Opfer, die im Alltagsgeschehen keine Erwähnung finden, wenn die Zahlen der Opfer einmal veröffentlicht und die kurz aufflammenden Ängste abgeflaut sind. Seine Parteinahme, die Wut auf die Justiz, die die Täter zunächst nur im Umfeld der Opfer sucht und Katja bis über die Grenze des Zumutbaren hinaus mit Ermittlungen peinigt, ist der Motor dieses packenden Filmes.

Diane Kruger, die zum ersten Mal in einem deutschen Film spielt - endlich! - nutzt die Gelegenheit, ihr schauspielerisches Können bis an die Grenzen auszuloten. Sie zeigt die unendlichen Facetten der Trauer und Verzweiflung, die nicht in Passivität münden, auf herausragende Weise.

»Aus dem Nichts« ist ein packender Film - Fatih Akin at his best.

Grit Dora