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Kinoprogramm Donnerstag, 30.10.2014 - Mittwoch, 05.11.2014

KINOLINO - 22. Dresdner Kinderfilmfest Rico, Oskar und die Tieferschatten

Do. Fr. Sa. So. Mo. Di. Mi.
14:15 14:15 14:15

Regie: Neele Leana Vollmar, (Deutschland), 2014

Darsteller: Anton Petzold, Juri Winkler, Karoline Herfurth u.a.

Rico, Oskar und die Tieferschatten

„Einsturzgefährliche“ Hinterhäuser, müffelnde Nachbarn, beunruhigend tiefe Tieferschatten - in der Kreuzberger Dieffenbachstraße ist ganz schön was los. Hier lernen sich der zehnjährige Rico (nach eigener Aussage tiefbegabt) und der achtjährige Oskar (hochbegabt) kennen. Die so unterschiedlichen Jungs ergänzen sich prächtig und werden schnell Freunde. Gemeinsam erkunden sie die nähere Umgebung und bieten kinderfeindlichen Anwohnern die Stirn. Schließlich heißt es, sich für die Jagd nach dem ominösen „Schnäppchen“-Entführer „Mister 2000“ stark zu machen. Ein paar äußerst unkonventionelle Erwachsene wirken im Hintergrund unterstützend mit. Doch dann verschwindet Oskar. Rico vergisst seine „Tiefbegabung“ und mobilisiert alle Kräfte für seinen Freund. Wie so oft findet sich die Lösung fast vor der Haustür. Regisseurin Neele Leana Vollmar (»Maria ihm schmeckts nicht«) hat die Story nach dem Erfolgsbuch des Autors Andreas Steinhöfel kongenial fürs Kino umgesetzt. Der aus Dresden stammende Anton Petzold (Rico) und sein Partner Juri Winkler (Oskar) bilden ein phantastisches Team. Katharina Thalbach, Anke Engelke, Axel Prahl und der wunderbar wandlungsfähige Milan Peschel sind in tragenden Nebenrollen zu besichtigen und mit unbändiger Spielfreude am Start. Karoline Herfurth gibt die liebevolle Mutter Ricos mit lakonischem Humor, Ronald Zehrfeld spielt als Herr Bühl eine wichtige Rolle im Finale. Auch David Kross überzeugt als kinderfreundlicher Raser. »Rico, Oskar und die Tieferschatten« ist großes Kino für die ganze Familie.

Grit Dora

KINOLINO - 22. Dresdner Kinderfilmfest Ernest & Célestine

Do. Fr. Sa. So. Mo. Di. Mi.
16:00 16:00 16:00

Regie: Vincent Patar, Stéphane Aubier, Benjamin Renner, (Frankreich/Belgien/Luxemburg), 2012

Ernest & Célestine

Célestine ist eine kleine Maus und findet Bären gar nicht so unfreundlich, wie alle sagen. Jeden Abend erzählt die Aufseherin im Waisenhaus gruselige Schauermärchen über die „Monster“, die jede Maus auffressen, die ihnen vor die Füße läuft. Célestine glaubt an so was nicht.

Und so macht sie immer wieder Ausflüge in die Welt der Bären und trifft dort eines Tages den grummeligen Ernest, dem sie schon bald aus der Patsche helfen muss. Nach und nach tun sich die beiden zusammen und auch Ernest erkennt: Eine Maus als Freund ist gar nicht mal so übel.

Die liebevolle Geschichte nach der Kinderbuchreihe von Gabrielle Vincent wurde bereits mit dem Publikumspreis des Kinderfilmfests München ausgezeichnet und erhielt von der deutschen Film- und Medienbewertung das Prädikat „Besonders Wertvoll“.

Das große Museum

Do. Fr. Sa. So. Mo. Di. Mi.
18:00 18:00 18:00 18:00

Regie: Johannes Holzhausen, (Österreich), 2014

Das große Museum

Die Kino-Dokumentartion porträtiert eines der bedeutendsten Museen der Welt: das Kunsthistorische Museum in Wien (KHM). Der Film unternimmt eine ausgedehnte Reise durch diese faszinierende Institution und zeigt anhand des vielfältigen Museumsalltags und einer Fülle von charismatischen Protagonisten die einzigartige Welt des KHM. So gelingt ein neugieriger, verschmitzt humorvoller Blick hinter die Kulissen einer weltberühmten Kultureinrichtung.

Über zwei Jahre hat sich Regisseur Johannes Holzhausen im Kunsthistorischen Museum in Wien mit seinem Filmteam umgesehen. In aufmerksamem Direct-Cinema-Stil - kein Off-Kommentar, keine Interviews, keine Begleitmusik - beobachtet der Film die vielgestaltigen Arbeitsprozesse, die daran mitwirken, der Kunst ihren rechten Rahmen zu geben. Die Kette ineinander greifender Rädchen reicht von der Direktorin bis zum Reinigungsdienst, von den Transporteuren zur Kunsthistorikerin.

Der Film zeigt routinierte Handgriffe, vor allem aber lebhafte Mikrodramen, in denen die Arbeitskräfte als Protagonistinnen und Protagonisten hervortreten: Eine Restauratorin ist der Geschichte eines mehrfach bearbeiteten Rubens-Gemäldes auf der Spur; ein anderer verzweifelt ausdrucksstark an der Reparatur eines Modellschlachtschiffs. Eine Frau vom Publikumsdienst fühlt sich am Haus nicht integriert; ein verdienter Sammlungsleiter wird in den Ruhestand verabschiedet…

Das Original ist besser!5 Zimmer Küche Sarg (OmU)

Do. Fr. Sa. So. Mo. Di. Mi.
17:00
18:00
20:00 20:00 20:00 20:00 20:00
23:55

Regie: Taika Waititi, Jemaine Clement, (Neuseeland), 2014

Darsteller: Taika Waititi, Jemaine Clement, Jonathan Brugh u.a.

5 Zimmer Küche Sarg (OmU)

Die Vampire Viago, Deacon, Vladislav und Petyr teilen sich eine Villa in Wellington. Abgesehen vom fehlenden Spiegelbild, einseitiger Ernährung und gelegentlichen Auseinandersetzungen mit Werwölfen unterscheidet sich ihr Alltag kaum von dem einer ganz normalen WG: Streitereien um den Abwasch und gemeinsame Partynächte stehen täglich auf dem Programm. Als der 8000-jährige Petyr den coolen Mittzwanziger Nick zum Vampir macht, müssen die anderen Verantwortung für den impulsiven Frischling übernehmen und ihm die Grundregeln des ewigen Lebens beibringen. Im Gegenzug erklärt ihnen Nick die technischen Errungenschaften der modernen Gesellschaft. Als er aber seinen menschlichen Freund Stu anschleppt, gerät das beschauliche Leben der Vampir-Veteranen völlig aus den Fugen.

Der faszinierende Dokumentarfilm zeigt erstmals und mit schonungsloser Offenheit den unspektakulären Alltag einer bisher unerforschten Spezies. Unter lebensgefährlichen Drehbedingungen aber mit viel Sympathie für seine Protagonisten offenbart der Film sämtliche Facetten des Schattendaseins von entwürdigenden Diskussionen mit Türstehern bis hin zur Ergriffenheit beim Anblick eines Sonnenaufgangsvideos bei YouTube.

Bundesstart - Das Debüt im Thalia

20 Jahre Arthaus vs. 10 Jahre ThaliaDer Prozeß

Do. Fr. Sa. So. Mo. Di. Mi.
21:45 21:45 21:45

Regie: Orson Welles, (BRD/Frankreich/Italien), 1962

Darsteller: Anthony Perkins, Orson Welles, Jeanne Moreau u.a.

Der Prozeß

Direkt nach einem Adagio-Traum von Tomaso Albinoni wacht Josef K. eines Morgens auf. Statt seiner Vermieterin mit dem Frühstück erwarten ihn zwei Herren vom Gericht und teilen dem Konsternierten, ohne nähere Gründe zu nennen, seine Verhaftung mit. Von nun an geht es in einer schwindelerregenden Abwärtsspirale durch alle Instanzen. Anthony Perkins eingeschüchterter Blick verwandelt sich mehr und mehr zu einer angsterfüllten Grimasse. Planlos rennt er umher, versucht unterzutauchen bei Fräulein Bürstner (Jeanne Moreau), später in seinem Büro, eilt ferner zu Hastler, dem Advokaten, und bringt seinen Fall bei Gericht vor. Zumindest versucht er dieses. Treppauf, treppab. Doch keine Tür, die er öffnet, führt ihn zurück in die unbescholtene Freiheit. Und das Schlimme daran, Josef K. kennt nicht einmal den Grund für die Klage und wird ihn auch nie erfahren. Mit Fug nennt man so etwas seither eine kafkaeske Situation und mit Recht darf man hinzufügen; könnte man Kafka je verfilmen, dann müsste er in etwa so aussehen. Bedrohlich tief hängen die Zimmerdecken, beängstigend endlos scheinen die Gänge, die Anthony Perkins entlang hetzt und die Kamera lauert unterm Tisch wie ein böses Tier und knurrt zu dem Verzweifelten hinauf.

Meisterlich in Szene gesetzt von niemand Geringerem als dem Regie-Titanen Orson Welles, der nicht nur kroatische Industrieanlagen, römische Kloaken und französische Bahnhöfe in schwarz-weiße Albträume verwandelt, sondern der auch gleich den Advokaten gibt. Gehüllt in seidene Mäntel und umringt von emsig devoten Kratzfüßen (Akim Tamiroff) und teuflisch schönen Mistressen (Romy Schneider). Allein, es nützt nichts. Empört und ermattet sinkt er am Ende seinem Schicksal in die Arme.

20 Jahre Arthaus vs. 10 Jahre ThaliaLa Vie de Bohème

Do. Fr. Sa. So. Mo. Di. Mi.
18:00
21:45 21:45

Regie: Aki Kaurismäki, (Finnland/Frankreich/Italien/Schweden), 1992

Darsteller: Matti Pellonpää, Evelyne Didi, André Wilms u.a.

La Vie de Bohème

Nach den ungewohnten Farbexzessen von »I Hired A Contract Killer« (hier symbolisierte die Farbe Rot nicht nur die Liebe und das Leben, sondern auch den Tod) kehrte Kaurismäki bei seinem nächsten Film zur Schwarzweiß-Fotografie zurück. In seiner von Henri Murgers 1851 geschriebenem Roman »Scenes de la vie de bohème« (der seinerzeit Giacomo Puccini zu seiner berühmten Oper anregte) inspirierten leisen Tragikomödie »Das Leben der Bohème« erzählte er - wortkarg wie gewohnt - die Geschichte dreier Möchtegern-Künstler. Im Paris des 19. Jahrhunderts leben der französische Dichter Marcel (André Wilms), der albanische Maler Rodolfo (Matti Pellonpää) und der irische Komponist Schaunard (Kari Väänänen) einfach in den Tag hinein. Wenn den drei Bohemiens wieder einmal das Geld ausgeht, sorgt einer von ihnen mit irgendeiner Kunstproduktion für Nachschub, der umgehend bei gemeinsamen Gelagen wieder ausgegeben wird. So sind Hunger, Kälte und Einsamkeit ständige Begleiter der traurigen Helden. Erst die schöne Mimi (Evelyne Didi), in die sich Rodolfo verliebt, bringt Abwechslung und Freude in ihr gemeinsames Leben. Als Mimi schwer erkrankt, zeigen die drei Freunde große Erfindungsgabe und Selbstlosigkeit, um der dem Tod Geweihten die letzte Zeit auf Erden zu verschönern.

Für seine schauspielerische Leistung in »Das Leben der Bohème« wurde Hauptdarsteller Matti Pellonpää mit dem europäischen Filmpreis FELIX geehrt.

club der loewen

Do. Fr. Sa. So. Mo. Di. Mi.
23:55

In unregelmäßigen Abständen (aber so ungefähr einmal im Monat und immer samstags um Mitternacht) findet im Thalia der club der loewen statt. Hier laufen Filme, die man sonst nicht so oft, und vor allem schon gar nicht im Kino zu sehen bekommt; unvorhersehbar und ohne festes Prinzip vom Clubgründer ausgewählt, meistens abseitig, häufig schräg, immer toll. Jeder darf kommen, der Eintritt ist frei und wer will, kann sogar eine Mitgliedskarte bekommen. (Damit wird man dann nämlich ein paar Tage vorher darüber informiert, was kommt). Wenn das nichts ist!

Der mitternächtliche Filmclub im Thalia

10. MOVE IT! Filmfestival 2014Pussy Riot: A Punk Prayer

Do. Fr. Sa. So. Mo. Di. Mi.
20:00

Regie: Mike Lerner, Maxim Pozdorowkin, (Russland/Großbritannien), 2013

Darsteller: Maria Aljochina, Jekaterina Samutsewitsch, Nadeschda Tolokonnikowa u.a.

Das russische Performance-Kollektiv Pussy Riot (deutsch: Muschirandale) „punkt“ mit bunten Strumpfmasken und aggressiven Texten gegen frauenfeindliche Rollenbilder an. Ihr bisher größter Coup war die illegale Aufführung eines „Punkgebets“ in der Moskauer Christ-Erlöser-Kathedrale, wo sie die heilige Mutter Gottes bitten, Putin und seine Männerbünde zu vernichten. Der Film dokumentiert dieses Ereignis, die anschließenden Gerichtsverfahren gegen die Gruppe, eine hysterisierte Debatte um religiöse Gefühle und schafft vor diesem Hintergrund ein authentisches Portrait der drei Protagonistinnen.

10. MOVE IT! Filmfestival 20146 Kurzfilme: African Metropolis

Do. Fr. Sa. So. Mo. Di. Mi.
22:00

Regie: Philippe Lacôte, Ahmed Ghoneimy, Marie Ka, Vincent Moloi, Folasakin Iwajomo, Jim Chuchu, (Elfenbeinküste/Ägypten/Senegal/Südafrika/Nigeria/Kenia), 2013

Ein Mann hat utopische Liebesträume, ein anderer wird von seiner Vergangenheit verfolgt, wieder ein anderer traut sich nach Jahrzehnten wieder aus seiner Wohnung, während zwei Frauen ihren Alltag in einer polygamen Beziehung bestreiten… Das sind nur vier von sechs fiktiven urbanen Legenden, erzählt in sechs Kurzfilmen aus sechs afrikanischen Metropolen. Sie sind die Ergebnisse eines Projekts des Goethe Instituts Südafrika und des Produzenten Steven Markovitz.

Tauchen Sie ein in das moderne afrikanische Kino!

10. MOVE IT! Filmfestival 2014Ukraine Is Not A Brothel

Do. Fr. Sa. So. Mo. Di. Mi.
19:00

Regie: Kitty Green, (Australien/Ukraine), 2013

Keine feministische Protestbewegung Europas hat in den letzten Jahren so viel Aufmerksamkeit erregt wie Femen. Ihre medienwirksamen Inszenierungen mit nackten Brüsten und plakativen Slogans werden von der Presse dankbar abgedruckt. Aber welche Menschen stecken hinter dieser Bewegung, wie stehen sie zu ihrem Konzept und in welche Machtstrukturen sind sie eingebunden? Diese Fragen beantwortet Kitty Greens Dokumentation mit einer überraschenden Enthüllungsgeschichte.

10. MOVE IT! Filmfestival 2014Return to Homs

Do. Fr. Sa. So. Mo. Di. Mi.
21:00

Regie: Talal Derki, (Syrien/Deutschland), 2013

Was als bunter, gewaltfreier Protest mit Gesang und Tanz für Freiheit und Demokratie begann, entwickelte sich bald für Homs und Syrien zu einem blutigen Bürgerkrieg. Im Zuge der zunehmenden militärischen Interventionen des Regimes wurde die Stadt bis zur Unkenntlichkeit zerstört. Aus den friedlichen Demonstrant/innen wurden bewaffnete Aufständische. »Return to Homs« zeigt hautnah, wie der 19-jährige charismatische ehemalige Torhüter der Jugendnationalmannschaft Basset und Ossama, ein Kameramann und Medienaktivist, als Anführer einer Rebellengruppe in die Gewaltspirale des Bürgerkriegs hineingezogen werden.