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Kinoprogramm Donnerstag, 18.12.2014 - Mittwoch, 24.12.2014

Das Salz der Erde

Do. Fr. Sa. So. Mo. Di. Mi.
17:30 17:30 17:30

Regie: Wim Wenders, Juliano Ribeiro Salgado, (Frankreich/Brasilien), 2014

Darsteller: Sebastião Salgado u.a.

Das Salz der Erde

Von einem sichtlich bewegten Publikum wurde Wim Wenders dieses Jahr in Cannes gefeiert und für seinen Dokumentarfilm »Das Salz der Erde« in der Rubrik ""Un Certain Regard"" ausgezeichnet. Er blickt darin zurück auf das Werk und das Leben des brasilianischen Fotografen Sebastião Salgado, die schwer voneinander zu trennen sind. So machte der junge Salgado seine ersten Fotos als Wirtschaftsreisender in Afrika, was ihn dazu bewegte, seinen aussichtsreichen Job aufzugeben und als Fotoreporter um die Welt zu ziehen. Für seinen späteren Auftraggeber Magnum dokumentierte er über die Jahre u.a. die Hungersnot im Sudan, die Massenmorde in Ruanda, Flüchtlingsströme aus Jugoslawien und brennende Ölfelder im Irak. Erlebnisse, die ihn abstumpften und zugleich den Glauben an das Gute im Menschen raubten, so dass er sich nach Brasilien zurückzog und dort half, verdorrtes Land wieder aufzuforsten. Nach dieser Erfahrung kehrte er zur Fotografie zurück - diesmal allerdings, um als Naturfotograf die Schönheit des Lebens festzuhalten.

Wenders geht in seiner Dokumentation chronologisch vor, beschränkt sich überwiegend auf Salgados eigenes Foto- und Videomaterial, das vom Künstler aus dem Off kommentiert wird, ergänzt diese lediglich um einige kurze Interviews mit dessen Frau und Sohn Juliano Ribeiro, der als Co-Regisseur für die sehr persönliche Färbung verantwortlich ist. Beeindruckend ist die gelassene Art, mit der Salgado, ein Mann, der alles gesehen hat, als heute 70-Jähriger auf sein Werk blickt. Wim Wenders hält sich zurück, lässt die Bilder wirken, die bei aller Dramatik auch eine große Schönheit offenbaren, und zieht somit eine große Portion Hoffnung aus Salgados Geschichte, die einen tatsächlich vor Ehrfurcht erstarren lässt.

Felix

Das Original ist besser!Magic in the Moonlight (OmU)

Do. Fr. Sa. So. Mo. Di. Mi.
17:30
19:30 19:30 19:30 19:30

Regie: Woody Allen, (USA), 2014

Darsteller: Colin Firth, Antonia Clarke, Natasha Andrews u.a.

Magic in the Moonlight (OmU)

Ein hübsches Gesicht hat einer Schwindlerin noch niemals geschadet. Finden Stanley Crawford, seines Zeichens ein überaus begabter Magier, und dessen alter Freund Howard, als die Kunde von einem sagenhaften, neuen Medium; Sophie Baker (Emma Stone), zu ihnen getragen wird. Ihrem Ruf als talentierter Stühlerückerin eilt noch der einer bezaubernden Schönheit voraus. Doch soviel steht gleich zu Beginn dieses launigen Entlarvungs-Reigens fest, Stanley (Colin Firth) würde es definitiv herausfinden, wenn an dieser sagenhaften Schwindlerin etwas dran wäre. Das Gleiche gälte natürlich für das Gesicht. Und für die übrige Person. Geschwind tarnen sich die beiden Herren mit einer netten Legende von durchreisenden Geschäftspartnern der überaus wohlhabenden Catledge-Familie, packen ihre Koffer und befinden sich auf dem Weg an die Côte d'Azur. Wo Woody Allens 47. Fingerübung in erlesenen Dekors schwelgt, getaucht in eine Oleanderbrise und goldgelben Zuckerguss. Behutsam setzt man seinen Fuß auf frisch geharkte Kieswege, atmet das leuchtende Meeresblau und eilt dann zum Tee. Hier geht alles ziemlich schnell. Im buchstäblichen Handumdrehen ist der Mann, der immerhin lebende Elefanten von den europäischen Bühnen des Jahres 1928 verschwinden zu lassen glauben macht, von der reizenden Sophie enttarnt. Nunmehr, da sie auf seinen Trick nicht hereinfiel, ist es an Stanley, den ihren zu durchschauen. Doch zunächst bleibt dem britischen Schnösel nur nervöses Staunen ob der munter perlenden Unterhaltung mit verstorbenen Ehemännern, des umher schwebenden Mobiliars und nicht zuletzt wegen der waghalsigen Anmut, die er einer Amerikanerin so nicht zugestanden hätte. Gewiss, eine Frau zu durchschauen, ist noch immer harte Arbeit gewesen für einen Mann, aber oh; welche Drangsal wartet für den zutiefst pessimistischen Rationalisten noch, ehe er der Magie dieses Frauenzimmers endlich erliegen darf?!

alpa kino

Winterschlaf

Do. Fr. Sa. So. Mo. Di. Mi.
16:00
21:15 21:15 21:15

Regie: Nuri Bilge Ceylan, (Türkei/Deutschland/Frankreich), 2014

Darsteller: Haluk Bilginer, Melisa Sözen, Demet Akbag u.a.

Winterschlaf

Video Filmkritik: http://bit.ly/12LY0R9

Die lose Folge beziehungsrelevanter Streitgespräche eines zwischen den besten Jahren festgefahrenen Ehepaares (die inhaltlichen Motive lassen sich zumeist wieder finden bei Anton Tschechow) ergeben hier so etwas wie das Trägermaterial, auf welchem famose Bilder einer erhabenen Weltkulturerbe-Landschaft ebenso ihren Platz finden wie die beklemmenden Interieurs eines in den anatolischen Bergen gelegenen Hotels. Hotelbetreiber ist der Ex-Schauspieler und Freizeit-Philosoph Aydin (türkisch für Intellektueller), der weder mit seiner Frau Nihal noch seiner Schwester Necla einen Konsens finden kann, über die selbstgefällige, zynische Art, mit der er seine Mitmenschen tagtäglich klein zu halten versucht. Finanziell unabhängig und intellektuell omnipotent bringt er sich selbst immer mehr in eine soziale Isolation, die sich nicht treffender illustrieren ließe als mit schönen, menschenleeren Cinemascope-Bildern aus dem verschneiten Kappadokien. Schuberts Klaviersonate in A-Dur beherrscht den Soundtrack, ein Gemälde Glasunows inspiriert das Filmplakat, Shakespeare, Molière und Tschechow dienen als Folien… Es gibt ein Kino, das muss man sich erkämpfen. Muss drücken, krallen, schwitzen. Jeder zurückgelegte Meter Film wird dann aber aufgewogen in der endorphinen Währung Glück. Wenn in einem Dreistundenfilm Szenen und Dialoge einander umschleichen, wenn die Gespräche auch nach dreißig Minuten Länge kein bisschen an Spannung verlieren, wenn Cannes' Goldene Palme von 2014 auf dem Plakat klebt und es dabei doch kein Tarantino-Film ist, und wenn das Setting ein winterliches Bergdorf in Anatolien ist, kommt eigentlich nur der türkische Dauerpreisträger Nuri Bilge Ceylan in Frage. Der mit seinem Vorgängerfilm »Once Upon A Time In Anatolia« 2011 in Cannes selber „nur auf Platz zwei“ kam, wohin er in diesem Jahr aber Xavier Dolans »Mommy« verwies. Wer nun also wissen will, welches cineastische Glücksgefühl noch schwerer wiegt als das des furiosen Kanadiers, braucht sich nur in die Kinosessel zu drücken, zu krallen und zu schwitzen.

alpa kino

Bundesstart - Das Debüt im Thalia

Die Muppets Weihnachtsgeschichte

Do. Fr. Sa. So. Mo. Di. Mi.
15:30

Regie: Brian Henson, (USA), 1992

Darsteller: Sir Michael Caine u.a.

Die Muppets Weihnachtsgeschichte

Charles Dickens' Weihnachtsgeschichte mal in der Puppenversion. Geisterbesuch läutert den herzlosen Geizhals Scrooge und macht aus ihm rechtzeitig zum Weihnachtsfest einen besseren Menschen. Mit ""Gast"" Michael Caine sprühen die Muppets vor Spielfreude und schwächen mit bewährtem Witz und Schalk manch Sentimentales der Vorlage ab.

Alle Kinderfilme können in der jeweiligen Spielwoche auch täglich als Sondervorstellungen (für Kindergärten, Schulhort usw.) gebucht werden.

Winterweihnachtsland - KinderKurzfilmProgramm

Do. Fr. Sa. So. Mo. Di. Mi.
15:00

Aus dem Bestand des DEFA-Films

Weihnachten ist eigentlich eine besinnliche Zeit. Doch unsere Helden müssen erst Streit und Gefahren überwinden um zu erkennen, dass Zusammenhalt und Unterstützung wichtig für jede Freundschaft sind.

BOOTSMANN AUF DER SCHOLLE

Regie: Lothar Barke – DDR 1960, 18’

Nach dem gleichnamigen Buch von Benno Pludra

Der Winter hat Stadt und Hafen verzaubert. Nur Bootsmann ist langweilig, keiner spielt mit ihm. Da erlaubt Kapitän Putt Bräsing seinem kleinen Hund mit den Kindern Uwe, Jochen und Katrinchen an den Strand spielen zu gehen.

MAUSI UND KILO AUF DEM WEIHNACHTSMARKT

Regie: Hans-Ulrich Wiemer – DDR 1987, 8’

Katze Mausi und Hund Kilo schlendern über den Weihnachtsmarkt. Sie streiten sich um ein Lebkuchenherz und eine Jagd über den Weihnachtsmarkt beginnt. Mausi fällt in ein Wasserbassin und erstarrt zum Eisblock. Zur Aussöhnung besucht Kilo die aufgetaute, aber immer noch bibbernde Mausi als Weihnachtsmann in ihrem Häuschen.

HASE UND WOLF AUF DER WEIHNACHTSFEIER

Regie: Wjatscheslaw Kotjonotschkin – UdSSR 1975, 10’

Diese Weihnachtsfeier ist alles andere als beschaulich: Der Hase foppt den Wolf und muss Reißaus nehmen, da der Wolf ihn wütend verfolgt.

Kurzfilmtag 2014

Double Feature für die Ohren

Do. Fr. Sa. So. Mo. Di. Mi.
21:30

Dieses sehr musikalische Programm setzt sich zusammen aus einem Querschnitt durch 15 Jahre des Musik-Video-Preises der Kurzfilmtage Oberhausen mit einem Programm voller Lieblinge. Experimentell, subversiv und unterhaltsam: 13 Clips, die sich gegen die Gleichförmigkeit des aktuellen Musikvideos behaupten.

Nach einer kurzen Pause feiern wir uns einfach mal selbst. Mit unseren audiovisuellen Geheimfavoriten cineastischer Natur. Da darf man ruhig mal gespannt sein, wer neben LOVE YOU MORE noch alles einen Platz in unseren persönlichen Charts hat...

Kurzfilmtag 2014

Tiere streicheln Menschen - weihnachtliche Doppelshow

Do. Fr. Sa. So. Mo. Di. Mi.
19:30
21:30

Video: http://bit.ly/1aka5An

Tickets 19.30: http://bit.ly/11qQSsX

Tickets 21.30: http://bit.ly/11qQYRf

Die Beat-Lesung bei der man nicht gleich giftige Blicke zugeworfen bekommt, nur weil die Lederjacke knirscht. Martin Gottschild liest Geschichten über Menschen, die es wirklich gibt und andere die eher nicht so... Mit dabei: Kurzfilme, Live-Musik von Sven van Thom und Sitzdisko mit DJ Die Goldene Leber aus Prag (SixtiesBeat/Indie-Schlager). Seien Sie dabei und machen Sie sich gefasst auf einen heiteren Abend mit einzigartig unaufdringlichem Anspruch. Tiere streicheln Menschen – Erfolgreich getestet im Roten Salon der Volksbühne Berlin, den Surfpoeten, Nightwash, Cindys Talentschmiede im QuatschComedyClub, dem Thüringer Satiretheater "Die Arche", LSD (Liebe statt Drogen), Chaussee der Enthusiasten, Poetengeflüster/Lingener Schloss, Kantinenlesen in der Kulturbrauerei und im Klub Drushba.

Drei Haselnüsse für Aschenbrödel - mit Bescherung im Kino

Do. Fr. Sa. So. Mo. Di. Mi.
14:00

Regie: Václav Vorlicek, (CSSR/DDR), 1973

Darsteller: Libuse Safránková, Pavel Trávnicek, Carola Braunbock u.a.

Drei Haselnüsse für Aschenbrödel - mit Bescherung im Kino

Es war einmal ein junges Mädchen, das wurde von allen nur das Aschenbrödel genannt, weil es den lieben langen Tag für ihre böse Stiefmutter die Drecksarbeit erledigen musste... Was so beginnt, ist nicht bloß eines der schönsten Märchen überhaupt, sondern dank der großartigen Verfilmung auch ein Stück Kindheits- und Weihnachtsgeschichte für Generationen. Bitte, liebe Eltern, denkt daran, dass wir auch in diesem Jahr während der Vorstellung den Weihnachtsmann zu Gast haben. Bitte gebt die gut leserlich beschrifteten Geschenke für eure Kinder vorher im Kino ab. Selbstredend wünschen wir allen unseren Besuchern ein fröhliches Rutschfest 2014/2015.

Unser völlig unerwartet auftauchender Weihnachtsmann wird, während eines fingierten Filmrisses, die Kleinen mit (von den Eltern liebevoll vorbereitet, deutlich namentlich beschriftet und heimlich bei uns abgegebenen) Geschenken überraschen...
Nur mit Voranmeldung! Eintritt: 3,- € pro Mensch