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Kinoprogramm Donnerstag, 18.01.2018 - Mittwoch, 24.01.2018

Weit. Die Geschichte von einem Weg um die Welt

Do. Fr. Sa. So. Mo. Di. Mi.
15:45 15:45

Regie: Gwendolin Weisser, Patrick Allgaier, (Deutschland), 2017

Weit. Die Geschichte von einem Weg um die Welt

Prolog: Uns zieht es hinaus. Mit Rucksack, Zelt und nur dem, was wir wirklich brauchen. Und das alles über Land. Nie den Kontakt zur Erde verlieren. Immer Strecke spüren. Über die Meere mit dem Schiff, denn jeden Meter wollen wir mit all unseren Sinnen wahrnehmen, mit Zeit reisen.

Wir lernen Grenzen kennen. Wollen lernen, was Verzicht heißt und was Genuss bedeutet. Es ist der Versuch, nicht mehr als 5 Euro am Tag auszugeben. 2 oder 3 Jahre. Vielleicht mehr, vielleicht weniger.

Wir sind keine Helden, sind nichts Besonderes, wir hören lediglich auf das Gefühl in unserem Bauch.

Wir verlassen unser Zuhause, um zu lernen, was für andere Heimat bedeutet.

»Weit - Die Geschichte von einem Weg um die Welt« erzählt bunt und authentisch von unserer außergewöhnlichen Reise um die Erde. Zu zweit sind wir in den Osten losgezogen, um dreieinhalb Jahre später zu dritt aus dem Westen wieder nach Hause zu kehren. Ohne zu fliegen, erkundeten wir die Welt, stets von Neugierde und Spontanität begleitet.

19. Dresdner SchmalfilmtageTHE FERRARI DINO GIRL by Jan Němec

Do. Fr. Sa. So. Mo. Di. Mi.
18:00

Jan Nemec beschreibt die Umstände, die seine Dreharbeiten zur sowjetischen Invasion auf den Straßen von Prag am 21. August 1968 betreffen. Die vier Rollen von wertvollem Aufnahmen, die aus eigener Initiative geschaffen wurden, hatten keinen Wert im besetzten Staat: sie mussten der Welt gezeigt werden. Gemeinsam mit zwei Freunden reiste der Regisseur mit dem unschätzbaren Material, sechzehn Minuten unzensierten Films, nach Österreich, überquerte die damals geschlossene Grenze. Die Situation war bizarr, die bedeutendsten Spieler dabei waren die "Ferrari Dino Mädchen", ein schönes, aber unerreichbares Mädchen namens Jana und der geliebte Fiat 850 des Filmemachers. Die Realität von Jan Nemec Lebens steht hier in Bezug auf die tschechische Geschichte. Die intimen Chroniken sind untrennbar mit den bedeutenden historischen Ereignissen verknüpft. Der Film enthält heutige Aufnahmen, in denen er von Karel Roden gespielt wird und das Originalmaterial, das vor über fünfzig Jahren um die Welt ging.

Einführung: Jana Cernik

19. Dresdner SchmalfilmtageTHE NOTHING FACTORY by Pedro Pinho

Do. Fr. Sa. So. Mo. Di. Mi.
19:30

Eines Nachts bemerken die Arbeiter einer Fabrik, dass die Leitung Maschinen ihrer eigenen Fabrik klaut. Um ihre Arbeitsplätze zu retten verbünden sich die Arbeiter und besetzen die Fabrik – Tag und Nacht. Selbst ohne Arbeitsmaterial bleiben sie an ihren Maschinen und tun entweder nichts, oder lassen die Geräte leer laufen und produzieren nichts. Als ihr Widerstand Erfolg zeigt, sind plötzlich alle weiteren Schritte ihnen selbst überlassen.

Pedro Pinho ist ein portugiesischer Dokumentar- und Spielfilm Regisseur. Er studierte an renommierten Filmschulen in Lissabon, Paris und London. Seinen ersten langen Dokumentarfilm realisierte er 2008 mit Bab Sebta, der bei DOCLISBOA und FID MARSEILLE ausgezeichnet wurde. Sein mittellanger Film The End of the World hatte seine Premiere auf der 63. Berlinale. 2009 gründete er gemeinsam mit fünf Filmemachern die Produktionsfirma TERRATREME in Lissabon.

Aus dem Nichts

Do. Fr. Sa. So. Mo. Di. Mi.
18:00 18:00
22:00

Regie: Fatih Akin, (Deutschland), 2017

Darsteller: Diane Kruger, Ulrich Tukur, Numan Acar u.a.

Aus dem Nichts

Ein ganz normaler Abend, eine Frau auf dem Weg zu Mann und Kind. Als Katja die heimische Straße erreicht, plötzlich eine Sperre. Überall Polizei, kein Durchkommen, es gab eine Explosion, wird ihr gesagt. Sie rennt los, lässt sich nicht aufhalten. Ihre Augen weiten sich und ein paar Sekunden, bevor die Erkenntnis ihr Gesicht zeichnet, ahnt der Zuschauer, dass Katjas Leben aus dem Nichts zerbricht.

Sie wird nicht mehr aufhören zu rennen, nachdem klar ist, dass ihr Mann und ihr kleiner Sohn bei einem Nagelbombenanschlag gestorben sind. Katja kämpft um ein gerechtes Urteil, doch die Justiz entscheidet im Zweifel für die Angeklagten - ein junges Neonazi-Pärchen. Und an diesem Punkt, an dem in einem guten deutschen Fernsehfilm noch einmal ausgewogen alle Perspektiven gezeigt würden, entscheidet sich Fatih Akin für die Wendung zum Thriller. Er ergreift klar Partei für die Hinterbliebenen der Opfer, die im Alltagsgeschehen keine Erwähnung finden, wenn die Zahlen der Opfer einmal veröffentlicht und die kurz aufflammenden Ängste abgeflaut sind. Seine Parteinahme, die Wut auf die Justiz, die die Täter zunächst nur im Umfeld der Opfer sucht und Katja bis über die Grenze des Zumutbaren hinaus mit Ermittlungen peinigt, ist der Motor dieses packenden Filmes.

Diane Kruger, die zum ersten Mal in einem deutschen Film spielt - endlich! - nutzt die Gelegenheit, ihr schauspielerisches Können bis an die Grenzen auszuloten. Sie zeigt die unendlichen Facetten der Trauer und Verzweiflung, die nicht in Passivität münden, auf herausragende Weise.

»Aus dem Nichts« ist ein packender Film - Fatih Akin at his best.

Grit Dora

Das Original ist besser!Der andere Liebhaber - L'Amant Double (OmdU)

Do. Fr. Sa. So. Mo. Di. Mi.
20:00 20:00

Regie: François Ozon, (Frankreich/Belgien), 2017

Darsteller: Marine Vacth, Jérémie Renier, Jacqueline Bisset u.a.

Der andere Liebhaber - L'Amant Double (OmdU)

François Ozon ist eine faszinierende Konstante des europäischen Kinos. Recht jung mit »8 Frauen« zu einem der bekanntesten Regisseure Frankreichs aufgestiegen, scheint es in den letzten Jahren ruhiger um ihn geworden zu sein, auch wenn er mit beeindruckender Konstanz fast jährlich einen Film veröffentlicht. Dabei erfindet er sich immer wieder neu, formal und erzählerisch. So ist sein vorletzter Spielfilm »Frantz« ein schlichtes Schwarz-weiß-Drama und erzählt von einer ungewöhnlichen deutsch-französischen Liebesgeschichte während des Ersten Weltkrieg. Sein neuster Film ist auf den ersten Blick auch eine einfache Liebesgeschichte, diesmal im Gewand eines verzwickten Erotikthrillers, der sich zu einem Drama über Neurosen, Sex und die dunklen Seiten gespaltener Persönlichkeiten weitet. Ozon stellt in den Mittelpunkt seiner Geschichte ein junge Frau, die zwischen der Realität und ihren Sehnsüchten und Fantasien gefangen ist. Doch selbst ihre Heilung lindert nur. Ihre Liebe hindert sie, eine intensivere und hemmungslosere Seite ihrer Sexualität auszuleben.

Ozon baut ein Labyrinth aus verwickelten Wendungen, Spiegelungen und Dopplungen. Dabei führt er seine Zuschauer gewohnt kunstvoll hinters Licht und provoziert mit verstörenden Einstellungen. Gleich zu Beginn schockiert er den Zuschauer mit einer unglaublichen Kamerafahrt.

»Der andere Liebhaber« basiert lose auf einem Roman von Joyce Carol Oates, den sie unter dem Pseudonym Rosamond Smith veröffentlichte, und feierte seine Premiere bei den Filmfestspielen von Cannes 2017.

Chloe? (Marine Vacth) leidet unter rätselhaften Bauchschmerzen. Da alle ärztlichen Untersuchungen ohne Ergebnis bleiben, sucht sie Rat bei dem Psychologen Paul (Je?re?mie Renier). Bereits nach wenigen Sitzungen geht es der jungen Frau besser, zum ersten Mal in ihrem Leben fühlt sie sich verstanden. Zwischen den beiden entwickelt sich eine Liebesbeziehung und Chloe? ist glücklich. Sie zieht mit ihm zusammen, doch schon bald merkt sie, dass er ihr etwas verheimlicht. Durch Zufall entdeckt Chloé, dass Paul einen Zwillingsbruder hat, der ebenfalls Therapeut ist. Von Neugier getrieben begibt sie sich bei ihm in Behandlung und ist geschockt: Obwohl er ihm äußerlich aufs Haar gleicht, ist Louis das völlige Gegenteil seines Bruders - arrogant, zynisch und besitzergreifend. Trotzdem fühlt sich Chloé von ihm angezogen und gerät in ein gefährliches Geflecht aus Begierde und Täuschung.

ak

Bundesstart - Das Original ist besser!

Das Original ist besser!Blade Runner 2049 (OmdU)

Do. Fr. Sa. So. Mo. Di. Mi.
22:00

Regie: Denis Villeneuve, (USA), 2017

Darsteller: Dave Bautista, Ana de Armas, Ryan Gosling u.a.

Blade Runner 2049 (OmdU)

Die Welt der Zukunft ist düster, abstoßend und von drückender Schwere umgeben, offenbar konnte sich Angela Merkel bis ins Jahr 2049 im Kanzleramt halten. Ist sie ein Replikant, ein künstliches Wesen? War sie es vielleicht schon damals, 2019, oder gerade eben, im Wahlherbst 2017? Die Zeitlinien verschwimmen, alles ist eins, alles ist nichts.

Als Ridley Scott 1982 mit großer Mühe und großen Geldmitteln, »Blade Runner« ins Kino brachte, stahl ihm leider »E.T. - Der Außerirdische« die Sci-Fi-Show und den Erfolg an der Kasse. Die Kritiker bemängelten die Zähigkeit, ja geradezu Langweiligkeit des Films. Lobten aber das phänomenale Bühnenbild der Megacity Los Angeles, die sich wie ein gewaltiger Moloch über den Planeten erstreckt und vom Megakonzern Tyrell-Corporation kontrolliert wird. Und natürlich den Soundtrack von Vangelis, dessen klassische Komposition mit dem futuristischen Klang von Synthesizern diese düstere Zukunftswelt lebendig machten.

Nun schreiben wir also 2049. Statt Replikantenjäger - Blade Runner - Harrison Ford alias Rick Deckard, steht der Polizist Officer K., gespielt von Ryan Gosling, im Mittelpunkt. Bislang ist noch wenig zur genauen Story bekannt, doch immerhin wissen wir, dass sich Ford und Gosling im neuen Blade Runner begegnen. Offenbar wurde das Replikantenprogramm einst eingestellt und nun doch wieder aufgenommen. Das unmenschlich Böse wurde befreit. Die Geschichte von 1982 war nicht sonderlich abwechslungsreich, eher eine philosophische Reise um die Themen Moral, Menschlichkeit, Bewusstsein, Sein, Vergehen. So ist nun unter der Regie von Denis Villeneuve ordentlich Luft nach oben, was die Erzähldichte betrifft, denn nun geht es wohl sogar um das Überleben der gesamten Menschheit. Möge es nicht so schön und doch belanglos wie im kürzlichen und inhaltlich ja durchaus verwandten »Ghost in the Shell«, werden.

Pinselbube

Letzte Vorstellung!

Wenn ich es oft genug sage, wird es wahr!

Do. Fr. Sa. So. Mo. Di. Mi.
18:15

Regie: Xavier Seron, (Belgien), 2016

Darsteller: Jean-Jaques Rausin, Myriam Boyer, Serge Riaboukine u.a.

Wenn ich es oft genug sage, wird es wahr!

Michel Peneuds (Jean-Jacques Rausin) Alltag pendelt zwischen untalentierter Statisten-Leiche und einer Art belgischen Tech-Nik vom Elektromarkt. Nebenberuflich ist er nicht bloß ein Möchtegernschauspieler sondern auch ein durchaus begabter Hypochonder. Ausgerechnet als seine Mutter beschließt, ihre Brustkrebsdiagnose genauso zu akzeptieren wie schlechtes Wetter am Nachmittag, übernimmt er eins zu eins ihre Symptome. Einschließlich der Verhärtung neben dem Nippel. Um Nippel dreht sich einiges in dieser schrägen Fingerübung unseres sarkastischen Nachbarn Xavier Seron. Sein Erstlingswerk knüpft den roten Drehbuchfaden ans Katzen füttern, Schaumwein schlürfen und dem Söhnchen die Brust geben…. Drumherum docken unentwegt ausgefallen schräge Szenen an, die mit brachial schwarzem Humor und absurder Bildsprache punkten. Männeryoga oder Krebs-Endstadium-Witze, radioaktive Flamen oder morbide Kühlschrankreklamationen - den Ideen wohnt immer ein dreckiger Charme inne. Und etwas Göttliches, denn Michel verkörpert das Kind in einem Mann, der auch irgendwie Gott sein könnte. Gekreuzigt im CT, gestorben im Schwimmbecken, wiederauferstanden aus einem Sarg.

Ein melancholischer Kracher, der für herkömmliche Kinogänger aussieht, als hätten die Brüder Dardenne, Loriot und Aki Kaurismäki gemeinsam einen Teelöffel LSD gefrühstückt. Langjährige Besucher des Filmfestes Dresden dagegen erkennen das Team Xavier Seron & Jean-Jacques Rausin sofort wieder, ganz gleich ob sie ihnen auf der Leinwand begegnet sind oder am Tresen vom Thalia …beim Frühstück mit einem Teelöffel voll Wodka.

Alpa Kino

Bundesstart - Das Debüt im Thalia

Der andere Liebhaber

Do. Fr. Sa. So. Mo. Di. Mi.
20:00 20:00 20:00 20:00

Regie: François Ozon, (Frankreich/Belgien), 2017

Darsteller: Marine Vacth, Jérémie Renier, Jacqueline Bisset u.a.

Der andere Liebhaber

Bundesstart - Das Debüt im Thalia

Das Original ist besser!The Killing of a Sacred Deer (OmdU)

Do. Fr. Sa. So. Mo. Di. Mi.
22:00 22:00 22:00

Regie: Yorgos Lanthimos, (Irland/Großbritannien), 2017

Darsteller: Nicole Kidman, Alicia Silverstone, Colin Farrell u.a.

The Killing of a Sacred Deer (OmdU)

Ein Wunderkind des internationalen Festivalkinos ist Yorgos Lanthimos. 2009 sorgte er mit »Dogtooth«, einer, sagen wir mal komplexen Familienstudie für Aufsehen. Mit Alpis (2011, Drehbuchpreis in Venedig) und The Lobster (2015) festigte er seinen Ruf. In diesem Jahr war er mit seinem neusten Werk erneut in Cannes zu Gast. Neben Buhrufen gab es aber auch wohlwollende Worte. Immerhin wurde Yorgos Lanthimos mit dem Drehbuchpreis ausgezeichnet. Auch ist die Besetzung vielversprechend. Neben dem irischen Shooting-Star Barry Keoghan (»Dunkirk«) spielen Nicole Kidman und Colin Farrell die Hauptrollen. Die absurde Rachegeschichte mit einer eingezogenen irrealen Ebene ist an die griechische Mythologie angelehnt.

Steven (Colin Farrell) ist ein erfolgreicher Herzchirurg und verheiratet mit der Augenärztin Anna (Nicole Kidman). Mit ihren beiden Kindern Bob und Kim leben sie in einem schönen Haus in einem idyllischen Vorort - eine perfekte Familie. Aus Schuldgefühl unterhält Steven eine Freundschaft mit Martin, dem 16-jährigen Sohn eines verstorbenen Patienten. Unter dieser makellosen Oberfläche beginnt es zu brodeln, als Martin versucht, ihn mit seiner Mutter zu verkuppeln. Als sein Plan scheitert, erpresst er Steven mit einem Fluch. Sollte er nicht wahlweise eines seiner beiden Kinder oder seine Ehefrau töten, würden alle eines Todes sterben, der sich schleichend ankündigt. Dass dies kein Spaß ist, wird Steven schnell klar, als seine Kinder sich plötzlich nicht mehr bewegen können - die Beine sind gelähmt, aus medizinischer Sicht natürlich unerklärlich.

Der Titel des Films nimmt Bezug auf den Beginn der Mythenbildung um Iphigenia. Ihr Vater Agamemnon wurde von Artemis bestraft, weil er in ihrem heiligen Hain einen Hirsch getötet hatte. Deshalb verhinderte sie zu Beginn des Trojanischen Krieges die Weiterfahrt der Griechenflotte unter Agamemnon und hob die Windstille erst auf, als dieser seine eigene Tochter der Göttin opferte.

ak

Loving Vincent

Do. Fr. Sa. So. Mo. Di. Mi.
18:00 18:00 18:00

Regie: Dorota Kobiela, Hugh Welchman, (Großbritannien/Polen), 2017

Darsteller: Robert Gulaczyk (Vincent Van Gogh), Saoirse Ronan, Jerome Flynn u.a.

Loving Vincent

Vincent van Gogh (Robert Gulaczyk) ist seit einem Jahr tot. Erst jetzt erhält der junge Armand Roulin (Douglas Booth) von seinem Vater, dem Postmeister Joseph Roulin (Chris O’Dowd), den Auftrag, einen Brief van Goghs an dessen Bruder Theo zu übermitteln. Armand nimmt den Auftrag nur widerwillig an und muss am Ende seiner Reise feststellen, dass auch Theo tot ist. Ihm kommt der Verdacht, dass van Goghs Tod eventuell gar kein Selbstmord gewesen sein könnte. So macht sich Armand auf die Suche nach der Wahrheit. Dabei erzählen die Gemälde van Goghs und deren Figuren die Geschichte des Künstlers. Figuren wie der Bootsmann (gesprochen von Aiden Turner), Margaret Gachet (Saoirse Ronan), Adeline Ravoux (Eleanor Tomlinson), Louise Chevalier (Helen McCrory) und Doktor Gachet (Jerome Flynn) offenbaren das ganze Schicksal des Mannes, der mit seiner Kunst zur Ikone werden sollte.

Das Besondere an »Loving Vincent« ist, dass er der erste animierte Langspielfilm ist, der Frame für Frame als Ölgemälde gemalt wurde und im Stil van Goghs gehalten wurde. An so genannten PAWs (Painting Animation Work Stations) malten 30 Maler per Hand 56.800 Frames an. Zuvor wurde das Referenzmaterial als Realfilm gedreht. Filmemacher Dorota Kobiela und Hugh Welchman verwendeten über 120 verschiedene impressionistische Gemälde des niederländischen Malers als Grundlage und Inspiration. Die Handlung ist angelehnt an die 800 konservierten Briefe, die der Künstler im Laufe seines Lebens an die Menschen in seinem Umfeld geschrieben hatte.

Anne

The Square (dt. Fassung)

Do. Fr. Sa. So. Mo. Di. Mi.
22:00

Regie: Ruben Östlund, (Schweden/Deutschland/Frankreich/Dänemark), 2017

Darsteller: Claes Bang, Elisabeth Moss, Dominic West u.a.

The Square (dt. Fassung)

Der europäischen Co-Produktion eilen die Lorbeeren voraus. Kein Wunder! Denn seine Feuertaufe hat das neue Werk von Ruben Östlund (»Höhere Gewalt«) bereits bestanden. Bei den Filmfestspielen in Cannes gewann das Satire-Drama die Goldene Palme, die bekanntermaßen wichtigste Auszeichnung jenes Festivals. Und man muss sagen: Der Preis ist absolut gerechtfertigt.

Christian Nielsen (Claes Bang) ist ein erfolgreicher Kurator, der gerade dabei ist, seine neue Ausstellung vorzubereiten. „The Square“, so ihr griffiger Titel, soll einen Raum schaffen, in dem die Menschen auf vier mal vier Metern ihre humanitären Empfindungen (wieder-)entdecken, ihr wachsendes Misstrauen ablegen sollen. Doch wie weit ist es mit der eigenen Menschlichkeit hergeholt? Denn der Stockholmer Kunstliebhaber ist selbst nicht frei von Ängsten und Sorgen, zudem fliegt ihm die gewagte Marketingkampagne zur Ausstellung um die Ohren und seine Affäre (Elisabeth Moss) macht ihm das Leben auch nicht leichter. Als ihm dann zu allem Überfluss das Handy und die Brieftasche geklaut werden, begibt sich der zweifache Familienvater auf die Suche und entblößt dabei ganz eigene Schwächen.

Bei der Jury und den Besuchern in Cannes kam das europäische Gemeinschaftswerk bestens an und auch das hiesige Publikum wird seine wahre Freude an »The Square« haben. Wer weiß, vielleicht riskieren wir ja sogar einen Gedanken an unser eigenes Leben und inwiefern wir uns selbst mal in den »Square« begeben sollten?!

juko

Letzte Vorstellung!