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Kinoprogramm Donnerstag, 17.08.2017 - Mittwoch, 23.08.2017

Kedi - Von Katzen und Menschen

Do. Fr. Sa. So. Mo. Di. Mi.
17:30

Regie: Ceyda Toirun, (Türkei/USA), 2016

Kedi - Von Katzen und Menschen

Tausende von Katzen streifen täglich durch die Straßen von Istanbul. Sie gehören niemandem und sind doch ein fester Bestandteil der Gesellschaft. Frei, unabhängig und stolz leben sie seit vielen Jahren inmitten der Menschen, schenken ihnen Ruhe und Freude, aber lassen sich nie besitzen. Ceyda Toruns faszinierender Dokumentarfilm begleitet sieben von ihnen durch den Alltag, jede einzelne von ihnen ist einzigartig und von außergewöhnlichem Temperament. Die Kamera folgt ihnen durch lebhafte Märkte, sonnige Gassen, Häfen und über die Dächer der Stadt - und fängt ihre besondere Beziehung zu den Menschen ein, deren Leben sie nachhaltig beeinflussen.

Kino aus Katzenperspektive: In wunderschönen, berührenden Bildern erhält der Zuschauer Einblicke in das Leben dieser gleichsam anmutigen wie rätselhaften Tiere und ihr außergewöhnliches Verhältnis zu den Menschen. In den USA gelang dem Dokumentarfilm innerhalb kürzester Zeit ein überraschender Box-Office-Erfolg. Pünktlich zum Weltkatzentag am 8. August wollen die samtpfotigen Streuner auch die Herzen der deutschen Kinozuschauer erobern.

Gelobt sei der kleine Betrüger

Do. Fr. Sa. So. Mo. Di. Mi.
19:15

Regie: Mahmoud al Massad, (Deutschland/Jordanien/Niederlande), 2017

Darsteller: Ahmad Thaher, Mahmoud al Massad, Nadim Remawi u.a.

Gelobt sei der kleine Betrüger

Ahmad ist Bauunternehmer und hat eine tolle Idee. Anstatt einen vorab bezahlten Bauauftrag zu erfüllen, verwendet er das Geld lieber für eine Investition in ein Dutzend Laptops, denn mit denen lässt sich in Jordanien viel schneller viel mehr Geld verdienen. Sein Auftraggeber und die Polizei finden das aber gar nicht lustig und Ahmad wandert ins Gefängnis. Dass er hier drei ganze Monate verbringen soll, macht ihn ziemlich fertig, doch mit der Zeit findet er Gefallen am All-Inclusive-Service der Überwachungsarchitektur. Jeden Tag schlägt er sich den Magen voll und fiese Geldeintreiber sind hier auch nicht zu fürchten. In der Zwischenzeit bleiben aber die aus Kanada georderten Laptops im jordanischen Zoll stecken und Ahmads Cousin muss versuchen, den Zollbeamten mit einem Schaf zu bestechen. Dass Ahmads Knast-Buddy Ibrahim, ein professioneller Betrüger, inzwischen auf freiem Fuß ist und ihm ebenfalls die Laptops streitig machen will, davon ahnen Ahmad und sein Cousin erstmal nichts. Und auch der mit den Ermittlungen betraute Polizist hat ein Auge auf die Laptops geworfen, mit denen ihm endlich die bunte Welt der Sozialmedien offen stehen würde.

Eine bissige Komödie voller überraschender Wendungen, die mit viel Witz und Ironie von haarsträubenden Bürokratien und absurden Verwicklungen zwischen Knackis und Beamten erzählt. »Gelobt sei der kleine Betrüger« von Mahmoud al Massad ist pointiertes Komödienkino mit der genau richtigen Dosis schwarzen Humor.

Bundesstart - Das Debüt im Thalia

Chavela

Do. Fr. Sa. So. Mo. Di. Mi.
21:00

Regie: Catherine Gund, Daresha Kyi, (USA), 2017

Chavela

Schlich Chavela wirklich spät nachts in die Schlafzimmer von Frauen wie Ava Gardner, um sie ihren Ehemännern abspenstig zu machen? Lud sie manchmal ihre Waffe, nur um aus Spaß rumzuballern? Hatte sie ausufernde Trinkgelage mit ihren Freunden, die freitags begannen und bis zum darauffolgend Mittwoch dauerten? Lebte sie ein Jahr lang mit Frida Kahlo und hatte eine leidenschaftliche Romanze mit ihr? Chavelas lustvolle, schmerzliche, musikalische und zutiefst spirituelle Reise zu sich selbst ist der Dreh- und Angelpunkt dieser Dokumentation. Ein umwerfendes Porträt einer Frau, die es wagte, auf einzigartige Weise singend, tanzend, sich kleidend und redend ihr Leben zu leben.

Mit seinem lyrischen Aufbau nimmt Chavela die Zuschauer mit auf eine bewegende, nachdenklich stimmende Reise durch das Leben der wegweisenden Pionierin Chavela Vargas. Aufnahmen von Catherine Grund aus dem Jahr 1991 zeigen Chavela, die in entspanntem Plauderton mit einer Gruppe junger lesbischer Bewunderinnen spricht, und bieten einen seltenen, intimen Blick auf diese ikonische Sängerin auf dem Höhepunkt ihrer Reise.

Sie gab dieses Interview nach jenen zwölf Jahren, die sie an Alkoholabhängigkeit und an eine schmerzliche Trennung verloren hatte, und bevor sie nach Spanien ging, wo sie wie ein Phönix aus der Asche wieder aufstieg. Stark, lustig und quicklebendig hatte sie ihre besten Jahre nach ihrem 71. Geburtstag. Dieses einzigartige Interview zieht sich als roter Faden durch Chavela, der ihr faszinierendes Leben von ihrer Geburt in Costa Rica bis zur Gegenwart in Form leidenschaftlicher Liebeslieder und tiefer Beziehungen erzählt, die die Menschen tief berührt.

Bundesstart - Das Debüt im Thalia

Das Original ist besser!The Party (OmdU)

Do. Fr. Sa. So. Mo. Di. Mi.
22:45

Regie: Sally Potter, (Großbritannien), 2017

Darsteller: Patricia Clarkson, Bruno Ganz, Cherry Jones u.a.

The Party (OmdU)

Die Politikerin Janet (Kristin Scott Thomas) ist gerade zur Gesundheitsministerin eines Schattenkabinetts ernannt wurden und lädt eine kleine feine Runde ausgewählter Gäste in ihr Londoner Stadthaus ein, um das angemessen zu feiern. Nachdem alle Gäste artig ihre Glückwünsche losgeworden sind, platziert Janets Ehemann Bill (Timothy Spall) ein Geständnis, das die Party sprengt. Innerhalb weniger Minuten kippt die wohltemperierte Atmosphäre. Es hagelt Offenbarungen, Vorwürfe, Anschuldigungen - in einem irren temporeichen Kammerspiel sprechen alle sieben Figuren aus, was sonst immer unter den Teppich gekehrt wird. Jegliche Rücksichtnahme wird fallen gelassen, Chaos macht sich breit und nicht nur verbale Gewalt findet statt. Mit minimalistischen bildnerischen Mitteln zeichnet der Film in nur 71 Minuten die (Selbst)Demontage aller Anwesenden auf - ein gemeinsamer Parforce-Ritt des illustren Schauspiel-Ensembles, das Sally Potter gewinnen konnte. Den steten Mittelpunkt bildet die fabelhafte und leider viel zu selten angemessen besetzte Kristin Scott Thomas, angemessen flankiert von der großartigen Patricia Clarkson, die als April durchgehend mit erstklassigen zynischen Sprüchen punktet.

Regisseurin Sally Potter hat in so unterschiedlichen Filmen wie »Orlando«, »Yes« oder »Ginger und Rosa« immer klare Kante gezeigt - sie ist niemals unpolitisch. Hier führt sie mit scharfem Witz die linksliberale Upper Class vor, die Nabelschau von Post-Post-Feministinnen ebenso wie die altbackener Linksintellektueller. Und mit raffiniertem Understatement darf das gesamte Ensemble auf hinreißend bösartige Weise zeigen, wie schlecht es Männer verkraften, wenn ihre Frauen im Mittelpunkt stehen.

Grit Dora

Bundesstart - Das Debüt im Thalia