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THALIA - Cinema . Coffee and Cycling

Kinoprogramm Donnerstag, 14.10.2021 - Mittwoch, 20.10.2021

Das Original ist besser!Nomadland (OmdU)

Do. Fr. Sa. So. Mo. Di. Mi.
17:45

Regie: Chloé Zhao, (USA), 2020

Darsteller: Frances McDormand, David Strathairn, Linda May u.a.

Nomadland (OmdU)

Nach dem wirtschaftlichen Zusammenbruch einer Firmenstadt im ländlichen Nevada packt Fern (Frances McDormand) ihren Lieferwagen und macht sich auf den Weg, um als moderne Nomadin ein Leben außerhalb der konventionellen Gesellschaft zu führen.

Der dritte Spielfilm der Regisseurin Chloé Zhao, »Nomadland«, zeigt die echten Nomaden Linda May, Swankie und Bob Wells als ihre Mentoren und Kameraden auf der Reise durch die weite Landschaft des Mittleren Westens, was dem Film fast dokumentarische Züge verleiht.

Dafür gab’s im September des CORONA-Jahrs 2020 den Goldenen Löwen bei den Filmfestspielen in Venedig und im April 2021 war »Nomadland« der große Gewinner der OSCAR-Verleihung - Bester Film, Beste Regisseurin, Beste Hauptdarstellerin - was will mensch mehr?

Dear Future Children

Do. Fr. Sa. So. Mo. Di. Mi.
18:00
20:00 20:00 20:00
21:00

Regie: Franz Böhm, (Deutschland), 2021

Dear Future Children

Trailer: http://www.youtube.com/watch?v=RTU7V5Q5LVw

Während immer mehr Menschen weltweit gegen bestehende Systeme und Normen protestieren, dokumentiert »Dear Future Children« das Aufbegehren dreier junger Aktivistinnen, die im Zentrum dieser politischen Wende stehen. Ihr Kampf findet oftmals an vorderster Front statt und ist mit einem hohen Risikoverbunden. Rayen protestiert in Chile für soziale Gerechtigkeit. Pepper setzt sich in Hongkong für den Fortbestand der Demokratie ein. Und Hilda engagiert sich in Uganda gegen die verheerenden Folgen des Klimawandels. Angesichts der teils schieren Aussichtslosigkeit und der fatalen Auswirkungen ihrer politischen Arbeit auf die persönlichen Leben der drei Frauen versucht der Film zu ergründen, warum sie trotz aller Widerstände weiterkämpfen.

Das Langfilmdebüt des 21-jährigen deutschen Regisseurs Franz Böhm, gewinnt auf dem größten nordamerikanischen Dokumentarfilmfestival HotDocs den Publikumspreis. Da HotDocs ein A-Festival ist, qualifiziert sich der Film mit dieser Auszeichnung für die Vorauswahl der OSCARS 2022.

»Dear Future Children« feierte seine Weltpremiere auf dem 42. Filmfestival Max Ophüls Preis und gewann bereits dort seinen ersten Publikumspreis. Darauf folgte eine weitere Auszeichnung auf dem 19. Internationalen Filmfestival und Forum für Menschenrechte (FIFDH) in Genf sowie Nominierungen für das CPH:DOX in Kopenhagen und den wichtigsten Nachwuchspreis für junge Filmschaffende, den deutschen FIRST STEPS AWARD.

Regisseur Franz Böhm gehört selbst zu jener Generation, die sein Film so authentisch porträtiert. Die Filmcrew aus über zwölf Ländern ist eines der jüngsten Teams im „HotDocs“-Wettbewerb. Die Auszeichnung durch das Publikum ist ein weiterer Beweis für die Kraft der jungen Generation und die Wichtigkeit ihrer Stimme für den öffentlichen Diskurs.

Bundesstart - Das Debüt im Thalia

Das Original ist besser!Titane (OmdU)

Do. Fr. Sa. So. Mo. Di. Mi.
22:00 22:00 22:00

Regie: Julia Ducournau, (Frankreich), 2021

Darsteller: Agathe Rousselle, Vincent Lindon, Garance Marillier u.a.

Titane (OmdU)

Alexia (Agathe Rousselle) performt als Showgirl bei Motorshows, kriegt sie es durch ihren Job mit besonders aufdringlichen oder gar gewalttätigen Typen zu tun, tötet sie. Sie hat Sex mit Männern und Frauen, aber ihre eigentliche Liebe gilt Autos, ihnen fühlt sie sich seit einem Unfall in der Kindheit eng verbunden. Oder ist die Titanplatte, die ihr nach dem Crash in den Schädel implantiert wurde, der Grund? Nach einer heftigen Nacht mit einem Cadillac wird Alexia schwanger. Aus ihren Brüsten fließt Motoröl. Die Polizei sucht sie wegen mehrerer Morde, Alexa gerät unter Druck, muss fliehen. Die junge Frau bricht sich die Nase, tarnt ihre Weiblichkeit perfekt und gibt sich als der verschwundene Sohn des Feuerwehrkommandanten Vincent (Vincent Lindon) aus. Doch der Babybauch wächst und Vincent entwickelt merkwürdige Gefühle … Vor fünf Jahren verstörte Regisseurin Julia Ducournau mit »Raw«, einer Horrorstory über den Kannibalismus einer Tiermedizin studierenden Vegetarierin, noch außerhalb des Wettbewerbs von Cannes. Ihr radikaler Blick, ihr extremes Interesse am Körperlichen sorgten sicher dafür, dass »Titane« diesmal sofort im Wettbewerb lief. Ducournaus Phantasien kreisen um den Mythos Mensch-Maschine, um Familie und Identität - und deren Zertrümmerung. Sie sind eine krass gestylte Zumutung an die Geschmacksnerven. Es gibt kaum Vergleichbares, am ehesten vielleicht bei David Cronenberg (»eXistenZ«). Spektakulärer Body-Horror, frisch geschmückt mit der Goldenen Palme 2021.

Grit Dora

Herr Bachmann und seine Klasse

Do. Fr. Sa. So. Mo. Di. Mi.
17:00
20:00

Regie: Maria Speth, (Deutschland), 2021

Herr Bachmann und seine Klasse

Der Titel hält, was er verspricht: Ein Lehrer und seine bunt zusammengewürfelte 6. Klasse aus neun Ländern, die er mit einer unglaublichen Klarheit und Ruhe durch den Bildungsauftrag führt und dabei ein unglaubliches Verhältnis zu ihnen aufbaut. Die berührende Dokumentation wurde auf der diesjährigen Berlinale mit zwei Preisen - dem Silbernen Bären und dem Publikumspreis - ausgezeichnet. Das allein spricht schon für den außergewöhnlichen Film, der viel über dieses Land erzählt.

Klassenlehrer Bachmann ist ein ehemaliger Revoluzzer, Aussteiger, Folksänger, Bildhauer. Für ihn ist das Wichtigste, jedem Kind zu vermitteln, dass es wertvoll ist, dass es jemand ist und nicht nichts. Jeder hat Fähigkeiten und ist etwas Besonderes. In einnehmender Offenheit begegnet Herr Bachmann den Kindern mit ihren unterschiedlichen sozialen und kulturellen Erfahrungen und schafft damit einen Raum des Vertrauens. Musik ist hier eine allgegenwärtige Sprache, die sich wie selbstverständlich um den zu absolvierenden Unterrichtsstoff legt. Anhand der sozialen Beziehungen in der Klasse erzählt der Film ganz beiläufig von den Strukturen einer kleinen, westdeutschen Industriestadt, deren Geschichte bis zurück in die NS-Zeit von Migration geprägt ist.

„Dieser Film verwandelt einen Klassenraum in eine Weltbühne, macht die Schülerinnen und Schüler zu Stars auch ihres eigenen Lebens. Man fühlt, leidet und lacht.“ (Zeit.de)

ak

Das Original ist besser!Helden der Wahrscheinlichkeit (OmdU)

Do. Fr. Sa. So. Mo. Di. Mi.
17:30 17:30

Regie: Anders Thomas Jensen, (Dänemark), 2020

Darsteller: Mads Mikkelsen, Nikolaj Lie Kaas, Nicolas Bro u.a.

Helden der Wahrscheinlichkeit (OmdU)

Manchmal meint es der Zufall gut mit uns, manchmal eher nicht. Er ist mitunter tödlich, um genau zu sein. Besonders, wenn geliebte Menschen unerwartet sterben, wird die Suche nach dem Sinn zur Sisyphos-Aufgabe. Irgendjemand oder irgendetwas muss doch schuld sein. Auch Markus und Mathilde fragen sich das nach dem Tod der geliebten Frau und Mutter. Doch während der Vater stoisch weiterlebt, wünscht sich Mathilde das offene Gespräch. Das ist zu viel für Markus. Erst als Otto auftaucht, regt sich etwas in ihm. Denn jener hat den Zugunfall wie Mathilde überlebt - und eine interessante Beobachtung gemacht. Stück für Stück setzt der Mathematiker mit seinen Freunden Lennart und Emmenthaler ein Puzzle zusammen, das Erklärung verspricht und Markus Grund zur Rache gibt. So kann der Soldat seine Gefühle ungehemmt rauslassen. Doch das Rachequartett hat seine Rechnung ohne König Zufall gemacht.

Mit Filmen wie »Adams Äpfel« oder »Dänische Delikatessen« bekannt und zum Kultregisseur geworden, vereint der Däne Anders Thomas Jensen auch in »Helden der Wahrscheinlichkeit« sein gewohnt gut aufgelegtes Schauspielensemble rund um Mads Mikkelsen, Nikolaj Lie Kaas und Nicolas Bro. Doch nicht nur damit hat er die richtige Entscheidung getroffen. Denn auch die schwarzhumorige Mischung aus todernster Trauerbewältigung und abstruser Groteske sitzt auf den Punkt. Da möchte man durchaus immer wieder zusehen.

mana