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Kinoprogramm Donnerstag, 19.04.2018 - Mittwoch, 25.04.2018

30. Filmfest DresdenInternationaler Wettbewerb 6

Do. Fr. Sa. So. Mo. Di. Mi.
23:55

Nothing Happens

Michelle Kranot, Uri Kranot , Dänemark, Frankreich 2017, 11:50 min, Animationsfilm

Aurore

Mael Le Mée, Frankreich 2017, 16:48 min, Spielfilm

Scratchy

Marv Newland, Kanada 2016, 3 min, Animationsfilm

Amor

Isabel Lamberti, Niederlanden 2017, 23 min, Spielfilm

The Absence of Eddy Table

Rune Spaans, Norwegen 2016, 12 min, Animationsfilm

30. Filmfest DresdenKids 2: Mein Schatz

Do. Fr. Sa. So. Mo. Di. Mi.
10:30

Der große Bruder, die kleine Tochter, das geliebte Haustier, die bunten Malstifte oder die köstlichste Frucht der Welt – Herzensdinge und Lieblingsmenschen sind die Schätze unseres Lebens und finden sich überall, nicht nur auf Erden, wie die Kurzfilme dieses Programms zeigen.

OF mit deutscher Live-Synchronisation

8 bis 11 Jahre

30. Filmfest DresdenRetro 1: Die gestohlene Revolte – 1968 in der DDR

Do. Fr. Sa. So. Mo. Di. Mi.
12:00

Dokumentarische Kurzfilme wie „Es genügt nicht 18 zu sein“ von Kurt Tetzlaff oder „Barfuß und ohne Hut“ von Jürgen Böttcher (beide 1964) zeugen noch heute von einem spürbaren Aufbruchsgeist, der in der DDR von Liberalisierungstendenzen Ende der 1950er ausgelöst wurde. Doch spätestens 1966 zog eine neue Eiszeit ein. Das Programm stellt filmische Beispiele des Aufbruchs sowie des politischen Rollbacks gegenüber.

In Kooperation mit dem Sächsischen Landesbeauftragten zur Aufarbeitung der SED-Diktatur und der DEFA-Stiftung

Kids 3: Was ist Heimat?

Do. Fr. Sa. So. Mo. Di. Mi.
14:00

Heimat ist für jeden etwas anderes. Safia vermisst ihr Haus in Libyen, Tom möchte als Mrs McCutcheon seinen / ihren Platz in der Welt finden, während der schlaue Igel das schönste Zuhause längst sein eigen nennt. Die Kurzfilme dieses Programms zeigen, dass Heimat viele Gesichter hat.

OF mit deutscher Live-Synchronisation

10 bis 13 Jahre

30. Filmfest DresdenKids 1: Riesenklein & Klitzegroß

Do. Fr. Sa. So. Mo. Di. Mi.
16:00

Die kleinen Helden dieses Programms sind vielleicht nicht die Größten, besitzen jedoch eine Menge Mut und Einfallsreichtum; ob bei der Beschaffung eines Mantels, dem Dirigieren eines Riesen oder dem Bezwingen von Schattenmonstern. Und schaffen sie es mal nicht allein, stehen ihnen zum Glück Freunde zur Seite.

Ohne Dialoge

5 bis 8 Jahre

30. Filmfest DresdenJugend 2: Sing dein Lied

Do. Fr. Sa. So. Mo. Di. Mi.
18:00

Wo sind meine Wurzeln? Was möchte ich in der Welt erreichen? In den Filmen dieses Programms geht es um starke Hauptfiguren, die ihren eigenen Kopf haben und dennoch merken, dass es nicht schaden kann, ab und zu einen neuen Blickwinkel einzunehmen, um andere besser zu verstehen oder in fremde Welten einzutauchen.

OF mit deutscher Live-Synchronisation

ab 16 Jahrre

30. Filmfest DresdenPanorama International: Brennender Bilderzoo

Do. Fr. Sa. So. Mo. Di. Mi.
20:00

Wo andernorts für jeden etwas dabei ist, stellen die Filme des Internationalen Panoramas 2018 eine brennende Provokation dar. Sie suchen nach Antworten auf brüchig gewordene Rollenbilder, mäandern durch kafkaesk erotische Labyrinthe oder ergründen, welche grotesken Bilder ein politisches Vakuum hervorzubringen vermag.

30. Filmfest DresdenPanorama National: Leidlich leiblich

Do. Fr. Sa. So. Mo. Di. Mi.
22:30

Gedrängte Leiber, geschundene Gestalten, begehrtes Fleisch. Im Kino ist der Körper Objekt und Akteur gleichermaßen. Und so ist es mehr als ein Zufall, dass sich das nationale Panorama zur Jubiläumsausgabe, wenn auch nicht vordergründig, so doch einmal ganz intensiv diesem Thema widmet, auf humorvolle, theatralische, rührende, beklemmende und bisweilen auch makabre Weise.

Der Hauptmann

Do. Fr. Sa. So. Mo. Di. Mi.
17:45

Regie: Robert Schwentke, (Deutschland/Frankreich/Polen), 2017

Darsteller: Max Hubacher, Frederick Lau, Milan Peschel u.a.

Der Hauptmann

Das Ende des zweiten Weltkriegs ist abzusehen, die soziale Ordnung in Deutschland liegt in Trümmern. Mit der Moral der Wehrmacht geht’s bergab, die Truppe zerfällt. Die Anzahl der Fahnenflüchtigen steigt derart dramatisch, dass versprengte Soldaten automatisch als Deserteure erschossen werden. Statt Recht regieren Gesetzlosigkeit und willkürliche Tötungen.

Der Gefreite, Willi Herold hetzt durchs Gehölz. Verzweifelt, am Ende. Durchnässt, verschlissen und halbverhungert und kurz vor dem Erfrierungstod, macht Herold einen folgenschweren Fund: Eine mit Orden behangene Hauptmanns Uniform der Luftwaffe.

Er zögert nicht lange und tauscht seine einfache, völlig zerschlissene Uniform gegen die nagelneue eines Hauptmanns. Die Verkleidung als falscher Hauptmann verschafft ihm umgehend Befehlsgewalt versprengte Soldaten schließen sich ihm an, die „Kampftruppe Herold“ für „Sonderaufgaben“ formiert sich rasend schnell. Marodierend ziehen sie von nun an durch das sich auflösende Nazideutschland und nehmen sich, was sie wollen...

Bundesstart - Das Debüt im Thalia

3 Tage in Quibéron

Do. Fr. Sa. So. Mo. Di. Mi.
17:45
20:00 20:00

Regie: Emily Atef, (Deutschland), 2017

Darsteller: Marie Bäumer, Birgit Minichmayr, Charly Hübner u.a.

3 Tage in Quibéron

1981 hält sich Romy Schneider (Marie Bäumer) zur Erholung und Entgiftung in dem kleinen französischen Kurort Quibéron auf. Doch innerhalb dieser Auszeit stellt sie sich einem Interview, einer Tour de Force mit dem Spiegelreporter Jürgs (Robert Gwisdek). Sie tut dies trotz ihrer Phobie vor der deutschen Presse, der begleitende Fotograf Robert Lebeck (Charly Hübner) ist ihr ein guter Freund. Drei Tage lang umkreisen die beiden Männer die berühmteste Schauspielerin Europas. Warum Schneider sich überhaupt auf dieses Interview einließ, weiß man nicht. Vielleicht ging es ihr darum, den Deutschen, die ihr die Abkehr vom Sissi-Rollenbild nie verziehen hatten, ihre eigene Wahrheit zu zeigen, vielleicht war sie auch nur zu ungeschützt, um sich den Zumutungen eines Interviews dieser Größenordnung zu verweigern. Robert Lebeck jedenfalls schoss in diesen drei Tagen 600 Fotos, von denen 20 veröffentlicht wurden. Diese Fotos bilden die Basis des Filmes, der eine Zustandsbeschreibung ist. Er spielt auch mit dem Wissen um den Tod der Romy Schneider in den Köpfen der Zuschauer ein Jahr nach diesem Interview. Marie Bäumer verkörpert Romy mit großer Intensität, selbstvergessen, voller Lebenslust und melancholisch - das alles in rasanten virtuosen Brüchen - und gibt einen starken, überzeugenden Eindruck von einer Ausnahmeschauspielerin in einer existentiellen Krise.

Grit Dora

Bundesstart - Das Debüt im Thalia

Das Original ist besser!Three Billboards Outside Ebbing, Missouri (OmdU)

Do. Fr. Sa. So. Mo. Di. Mi.
22:15

Regie: Martin McDonagh, (Großbritannien/USA), 2017

Darsteller: Frances McDormand, Woody Harrelson, Sam Rockwell u.a.

Three Billboards Outside Ebbing, Missouri (OmdU)

Angela, die Teenager-Tochter von Mildred Hayes (Frances McDormand), wurde vor sieben Monaten vergewaltigt und ermordet, doch noch immer scheint die Polizei der Lösung des Falls keinen Schritt näher. Die verzweifelte Mildred beschuldigt die örtlichen Beamten, ihre Arbeit nicht gut genug zu machen. Um den Druck auf die Polizei zu erhöhen, bucht sie an der Einfallstraße zu ihrem Wohnort Ebbing, Missouri drei große Werbetafeln, die nacheinander folgende Botschaften beinhalten: „Raped while dying“, „And still no arrests“, und „How come, Chief Willoughby?“ Ein klarer Affront gegen den örtlichen Polizeichef William Willoughby (Woody Harrelson), der sofort die Gemüter erhitzt. Statt sich auf die Seite der trauernden und verzweifelten Mutter zu stellen, liegen die Sympathien der Bewohner jedoch beim todkranken Sheriff. Als dieser sich das Leben nimmt, bricht in der Gemeinde Chaos aus und die Lage eskaliert, als sich mit Officer Dixon (Sam Rockwell) ein unreifes und gewalttätiges Muttersöhnchen berufen fühlt, den Kollegen zu ächten. Ganz im Stile seines Kultfilms »Brügge sehen… und sterben?« präsentiert Regisseur und Oscarpreisträger Martin McDonagh wunderbar skurrile Dialoge, begleitet von ebenso bizarrer Gewalt. Es ist eine gekonnt balancierte Mischung aus schwarzer Krimikomödie und Drama und dass der Film Kritiker weltweit überzeugen konnte, liegt wohl neben McDonaghs Talent vor allem an jenem seiner erfahrenen und überzeugenden Hauptdarsteller. In Richtung „Award Season“ sind die Three Billboards auf jeden Fall im Fokus. Und das mit absolutem Recht, darf man sagen!

„Hier stimmt alles… Da wird Kino zu Kunst, gleichermaßen klug und unterhaltsam.“

Stuttgarter Zeitung

Viktoria Franke

Weit. Die Geschichte von einem Weg um die Welt

Do. Fr. Sa. So. Mo. Di. Mi.
17:45

Regie: Gwendolin Weisser, Patrick Allgaier, (Deutschland), 2017

Weit. Die Geschichte von einem Weg um die Welt

Prolog: Uns zieht es hinaus. Mit Rucksack, Zelt und nur dem, was wir wirklich brauchen. Und das alles über Land. Nie den Kontakt zur Erde verlieren. Immer Strecke spüren. Über die Meere mit dem Schiff, denn jeden Meter wollen wir mit all unseren Sinnen wahrnehmen, mit Zeit reisen.

Wir lernen Grenzen kennen. Wollen lernen, was Verzicht heißt und was Genuss bedeutet. Es ist der Versuch, nicht mehr als 5 Euro am Tag auszugeben. 2 oder 3 Jahre. Vielleicht mehr, vielleicht weniger.

Wir sind keine Helden, sind nichts Besonderes, wir hören lediglich auf das Gefühl in unserem Bauch.

Wir verlassen unser Zuhause, um zu lernen, was für andere Heimat bedeutet.

»Weit - Die Geschichte von einem Weg um die Welt« erzählt bunt und authentisch von unserer außergewöhnlichen Reise um die Erde. Zu zweit sind wir in den Osten losgezogen, um dreieinhalb Jahre später zu dritt aus dem Westen wieder nach Hause zu kehren. Ohne zu fliegen, erkundeten wir die Welt, stets von Neugierde und Spontanität begleitet.

Das Original ist besser!Lucky (OmdU)

Do. Fr. Sa. So. Mo. Di. Mi.
22:15

Regie: John Carroll Lynch, (USA), 2017

Darsteller: Harry Dean Stanton, David Lynch, Ron Livingston u.a.

Lucky (OmdU)

Das Alter ist nichts für Feiglinge. Erst spät rückt das Leben raus mit dieser Wahrheit, und das ist gut so. Je älter man wird, desto länger lebt man. Und hat Zeit für quälende Fragen. Paul Verhoeven (»Elle«) meinte jüngst, solange er Filme drehe, denke er nicht jeden Tag darüber nach, dass er bald verschwinden müsse. Und dass alles mit ihm verschwinde. Einer, der auch seit geraumer Zeit wusste, wo er sich auf Gottes Zielscheibe befand, war Harry Dean Stanton. Zwei Jahre, bevor Stanton 91-jährig verschwand, fing Regisseur John Carroll Lynch diese seltsame Stimmung ein. Lucky oder, wenn man so will, Dean Stanton gilt in seinem Wüstenkaff als das Abbild eines kerngesunden Cowboys; Augen auf, Radio an, eine Zigarette, raus aus dem Bett, 21 mal Armkreisen und ein Glas Milch. Noch eine Zigarette, und dann wird der Tag perfekt durch einen Gang zu Joe. Du bist Nichts, lautet die sarkastische Begrüßung. Erkenntnis und Kaffee; ein buddhistisches Frühstück fürs Leben. Im Grunde ist Lucky bereit, ist reisefertig, hier macht er keine neuen Freunde mehr. Und seine Macken beschützen ihn vor wilden Gedanken übers Sterben. Sowie die Einsicht, dass man Nichts ist. Wer Mitglied in Dean Stantons - Appreciation of Nothing - Facebook Gruppe ist, weiß, wie wichtig ihm diese Formel war. Hier haut Lucky jedenfalls nichts mehr um, höchstens eine Silberkugel oder ein Pflock ins Herz, so unkt auch Luckys Doktor tags darauf. Nachdem es Lucky umgehauen hatte. Einfach so. Beim Betrachten der Kaffeemaschine. Falls er beunruhigt sei, könne er mit dem Rauchen aufhören, allerdings fürchte der Doc, ginge es ihm danach vermutlich schlechter… Harry Dean Stanton hat seit seiner ersten Hauptrolle in »Paris, Texas« nichts verlernt. An seinem Gang erkennt man ihn sofort wieder und an seinem Blick. Mit dem der Neunzigjährige, nun doch unsicher geworden, in die nahende Dunkelheit starrt… Wie er sich doch sein Lächeln zurückgewinnt, mit David Lynch der Riesenschildkröte Roosevelt die Freiheit schenkt und wie er zum Abschied ""Volver, volver"" singt, … das ist Nichts. Nichts als ganz großes Kino.

Alpa Kino

Das Original ist besser!Florida Project (OmdU)

Do. Fr. Sa. So. Mo. Di. Mi.
20:00

Regie: Sean Baker, (USA), 2017

Darsteller: Willem Dafoe, Brooklynn Prince, Valeria Cotto u.a.

Florida Project (OmdU)

Orlando, Florida: Moonee ist erst 6 Jahre alt und hat bereits ein höllisches Temperament. Nur wenige Meilen entfernt vom Eingang zu Disneyworld wächst sie in „The Magic Castle Motel“ an einem viel befahrenen Highway auf. Jeden Tag versucht Halley, das Leben mit ihrer Tochter auf unkonventionelle Art und Weise zu meistern. Moonee und ihre gleichaltrigen Freunde erklären derweil unter den wachsamen Augen des Motelmanagers Bobby die Welt um sich herum zu einem großen Abenteuerspielplatz…

Bei der diesjährigen Quinzaine im Rahmen des Festival de Cannes wurde die neue Regiearbeit des US-amerikanischen Regisseurs Sean Baker als Sensation gefeiert. Ihm ist ein mitreißender Film über das Erwachsenwerden und eine ganz besondere Mutter-Tochter-Beziehung gelungen. Ein glücklicher Film über eine unschöne Welt.

Bundesstart - Das Original ist besser!

Das Original ist besser!The Death of Stalin (total deutsch)

Do. Fr. Sa. So. Mo. Di. Mi.
22:00

Regie: Armando Iannucci, (Frankreich/Großbritannien), 2017

Darsteller: Steve Buscemi (Nikita Chruschtschow), Jason Isaacs (Georgi Schukow), Olga Kurylenko u.a.

The Death of Stalin (total deutsch)

Stalin liegt im Sterben und versetzt seine engsten Vertrauten mit diesem krassen Schachzug zunächst in komatöse Starre, dann in fiebriges Handeln. Wer wird die Nachfolge antreten? Wer schaltet am schnellsten und effizientesten die Konkurrenz aus? Chruschtschow (Steve Buscemi), der Sekretär des Zentralkomitees der KPdSU, Geheimdienstchef Beria (Simon Russell Beale), Stalins Stellvertreter Malenkow (Jeffrey Tambor), Außenminister Molotow (Michael Palin) und General Schukow (Jason Isaacs) müssen sich miteinander ins Benehmen beziehungsweise schachmatt setzen. Stalins Tochter (Andrea Riseborough) und Sohn (Rupert Friend) haben auch noch ein Wörtchen mitzureden oder wenigstens die freie Wahl der Waffen.

Armando Iannucci, der geniale britische Komiker, Produzent und Regisseur, nimmt den Wahnsinn im Umfeld eines Diktators aufs Korn und damit nicht nur die russische Politik jener Epoche, sondern die Deformierungen von Staatsmacht und Volk, die Totalitarismus zwangsläufig mit sich bringt. Das Ergebnis ist zum Schaudern, brillant in Szene gesetzt, schreiend komisch und furchterregend aktuell. Denn Achtung: Schlimmer geht’s immer. Die exzellente Schauspielerriege hatte sichtliches Vergnügen beim Machen und Freude am Ensembleauftritt. Das Spiel um die beste Performance im Kino spitzt den Kampf um die Nachfolge Stalins prächtig zu.

Grit Dora