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Kinoprogramm Donnerstag, 29.01.2015 - Mittwoch, 04.02.2015

Der kleine Drache Kokosnuss

Do. Fr. Sa. So. Mo. Di. Mi.
15:30

Regie: Nina Wels, Hubert Weiland, (Deutschland), 2014

Der kleine Drache Kokosnuss

Nach 22 Büchern über den kleinen Drachen Kokosnuss und seine beiden Freunde, die die Herzen der Kinder im Sturm erobert haben, kommt nun das abseitige Trio mit einem neuen Abenteuer endlich auch auf die Leinwand. In spannender wie lustiger Mission und in brillanter 3D-Computeranimation.

Aufregung, Turbulenz und eine Menge Spaß könnte das Leben des kleinen Feuerdrachen auf der Dracheninsel haben (gesprochen von Jungstar Max von der Groeben). Aber das wäre auch zu schön, doch vermiesen ihm seine übervorsichtigen Eltern gar zu oft die Gaudi. Und so versucht der kleine Drache zusammen mit seinen Freunden Oskar und Matilda das Beste draus zu machen. Oskar, der Fressdrache, hat’s auch nicht leicht. Als Vegetarier in seiner Community wird er nicht so wirklich für voll genommen. Und Matilda ist als einziges Stachelschwein auf einer Insel voller Drachen ein nicht weniger exotisches Exemplar. Aber zusammen sind sie ein unschlagbares Team!

Sein Opa Jörgen traut der kleinen Kokosnuss schon eher etwas zu. Genau genommen hat er eine wichtige Aufgabe für ihn. Er soll das lebenswichtige Feuergras bewachen, das die Drachen befähigt, Feuer zu spucken und sie gleichzeitig dagegen schützt. Dumm nur, dass es im nächsten Moment schon geklaut wird. Ausgerechnet von den Fressdrachen. Damit erlangen sie die Macht der Feuerdrachen. Ein Krieg droht! Und sie müssen die Insel vor einem gewaltigen Vulkanausbruch bewahren und für Frieden unter der Drachensippe sorgen. Bekommt es das feuerfeste Trio hin, das Kraut zurückzuerobern? Werden ihnen die anderen schrägen Inselbewohner helfen können?

BSC

Paddington

Do. Fr. Sa. So. Mo. Di. Mi.
15:30

Regie: Paul King, (Großbritannien/Frankreich/USA), 2014

Darsteller: Hugh Bonneville, Sally Hawkins, Tim Downie u.a.

Paddington

Die bekannte Kinderbuch- und Serienfigur Paddington Bär kommt endlich in die Kinos. Harry Potter Produzent David Heyman bringt ihn unter der Regie von Paul King auf die große Leinwand. Die Bücher von Michael Bond wurden in 30 Sprachen übersetzt.

Der kleine Bär Paddington (gesprochen von Ben Whishaw im Original, im Deutschen von Elyas M'Barek) wächst bei seiner Tante Lucy tief im peruanischen Dschungel auf. Tante Lucy hatte mal die Gelegenheit, einen englischen Abenteurer kennen zu lernen und war von da an ganz begeistert von England. So zog sie auch ihren Schützling auf. Dieser hat gelernt Marmelade zu kochen, dem BBC World Service zu lauschen und kennt alle spannenden Geschichten aus London. Als plötzlich ein Erdbeben das Zuhause der kleinen Familie zerstört, schickt Lucy ihren Bären auf eine große Reise. Sie hängt ihm ein Schild mit den Worten „Bitte kümmere dich um diesen Bären. Danke!“ um den Hals und schmuggelt ihn auf ein Schiff Richtung London. Beide Bären gingen davon aus, dass alle Menschen auf seiner Reise ihm nur mit Höflichkeit begegnen würden. Paddington kommt am gleichnamigen Bahnhof in London an und hat auch das Glück eine nette Familie zu finden. Familie Brown nimmt ihn auf und hilft ihm, die Stadt zu erkunden und die einzige Person zu finden, die er kennt. Doch London hat sich verändert, die große Metropole ist beschäftigt und keineswegs nur freundlich. Die fiese Tierpräparatorin Millicent (Nicole Kidman) ist eine Gefahr für Paddington.

Anne

Timbuktu

Do. Fr. Sa. So. Mo. Di. Mi.
17:30 17:30

Regie: Abderrahmane Sissako, (Frankreich/Mauretanien), 2014

Darsteller: Abel Jafry, Hichem Yacoubi, Toulou Kiki u.a.

Timbuktu

Ein Film, der unter die Haut geht und so schnell nicht mehr aus dem Gedächtnis gestrichen werden kann. In eindringlichen Bildern nimmt uns Filmemacher Abderrahmane Sissako mit nach Mali, genauer gesagt nach Timbuktu. Als Dschihadisten ins Dorf einfallen, stellen sie das Leben der normalen Bürger von einem Tag auf den nächsten völlig auf den Kopf. Plötzlich stehen Dinge unter Strafe, die vorher noch völlig legal und normal waren. Musik hören oder machen ist verboten, ebenso Fußball spielen und unehelicher Sex. Doch die Menschen sind nicht gewillt, einfach alles hin zu nehmen und wehren sich auf ihre eigene Weise dagegen. Eine Frau singt, während sie genau dafür ausgepeitscht wird - in aller Öffentlichkeit, versteht sich. Eine Gruppe Jungs spielt mit einem imaginären Ball Fußball, um den Besatzern zu zeigen, was sie von dem Verbot halten.

Eine beeindruckende Tragödie, die nicht mit üblichen Stilmitteln auf die Tränendrüse drückt, sondern die Schrecken des Terrors in einer Alltagsgeschichte verpackt. Regisseur Abderrahmane Sissako drehte diesen Film, nachdem er selbst eine Steinigung von Ehebrechern mit ansehen musste. Ein prägendes Erlebnis, das er mit diesem Werk verarbeitet. Anschauen!

juko

Das Salz der Erde

Do. Fr. Sa. So. Mo. Di. Mi.
17:15 17:15

Regie: Wim Wenders, Juliano Ribeiro Salgado, (Frankreich/Brasilien), 2014

Darsteller: Sebastião Salgado u.a.

Das Salz der Erde

Von einem sichtlich bewegten Publikum wurde Wim Wenders dieses Jahr in Cannes gefeiert und für seinen Dokumentarfilm »Das Salz der Erde« in der Rubrik ""Un Certain Regard"" ausgezeichnet. Er blickt darin zurück auf das Werk und das Leben des brasilianischen Fotografen Sebastião Salgado, die schwer voneinander zu trennen sind. So machte der junge Salgado seine ersten Fotos als Wirtschaftsreisender in Afrika, was ihn dazu bewegte, seinen aussichtsreichen Job aufzugeben und als Fotoreporter um die Welt zu ziehen. Für seinen späteren Auftraggeber Magnum dokumentierte er über die Jahre u.a. die Hungersnot im Sudan, die Massenmorde in Ruanda, Flüchtlingsströme aus Jugoslawien und brennende Ölfelder im Irak. Erlebnisse, die ihn abstumpften und zugleich den Glauben an das Gute im Menschen raubten, so dass er sich nach Brasilien zurückzog und dort half, verdorrtes Land wieder aufzuforsten. Nach dieser Erfahrung kehrte er zur Fotografie zurück - diesmal allerdings, um als Naturfotograf die Schönheit des Lebens festzuhalten.

Wenders geht in seiner Dokumentation chronologisch vor, beschränkt sich überwiegend auf Salgados eigenes Foto- und Videomaterial, das vom Künstler aus dem Off kommentiert wird, ergänzt diese lediglich um einige kurze Interviews mit dessen Frau und Sohn Juliano Ribeiro, der als Co-Regisseur für die sehr persönliche Färbung verantwortlich ist. Beeindruckend ist die gelassene Art, mit der Salgado, ein Mann, der alles gesehen hat, als heute 70-Jähriger auf sein Werk blickt. Wim Wenders hält sich zurück, lässt die Bilder wirken, die bei aller Dramatik auch eine große Schönheit offenbaren, und zieht somit eine große Portion Hoffnung aus Salgados Geschichte, die einen tatsächlich vor Ehrfurcht erstarren lässt.

Felix

Das Original ist besser!Der große Trip - Wild (OmU)

Do. Fr. Sa. So. Mo. Di. Mi.
18:00
19:30 19:30 19:30 19:30 19:30 19:30

Regie: Jean-Marc Vallée, (USA), 2014

Darsteller: Reese Witherspoon, Laura Dern, Thomas Sadoski u.a.

Der große Trip - Wild (OmU)

Bei diesem Film sorgen bereits die Namen für das erste Argument eines Kinobesuches. Das Drehbuch kommt von Nick Hornby; in der Hauptrolle freuen wir uns auf Reese Witherspoon; Regie führte der Franzose Jean-Marc Vallée (»Dallas Buyers Club«).

Verfilmt wurde hier der gleichnamige Roman, der den ungewöhnlichen (und wahren) Weg der Cheryl Strayed (Reese Witherspoon) nachzeichnet. Das Leben der Protagonistin beginnt nicht besonders glücklich. Eine Heroinsucht und das Ende ihrer Ehe machen der Frau zu schaffen. Kurzerhand trifft sie eine ungewöhnliche Entscheidung: Obwohl sie keinerlei Erfahrung im Wandern hat, macht sie sich auf den Weg. Auf den Weg, die fast zweitausend Kilometer über die Höhenzüge des Pacific Crest Trail an der US-Westküste von Südkalifornien bis in den Norden Oregons zu überwinden. Getrieben durch das Andenken an ihre Mutter muss sie einige Widrigkeiten überwinden - vor allem aber ihren eigenen Dämonen entgegentreten. Diese Reise wird sie entweder zerbrechen - oder stärken. Beides geht nicht. Ein aufwühlendes Werk über den Kampf einer Frau. Unbedingt anschauen!

juko

Neues polnisches KinoDu bist Gott (OmdU)

Do. Fr. Sa. So. Mo. Di. Mi.
20:00

Regie: Leszek Dawid, (Polen), 2012

Darsteller: Marcin Kowalczyk, Dawid Ogrodnik, Tomasz Schuchardt u.a.

Du bist Gott (OmdU)

Ein HipHop-Film als Kassenknüller - in Deutschland schwer denkbar, aber in Polen hat es dieser Film geschafft. Vermutlich auch deshalb, weil er nicht nur aus Rhythmes und Beats besteht, sondern viel mehr ist. Das auf Fakten basierende Biopic über den Rapper Magik und seine Gruppe Paktofonika aus der ersten Rapper-Generation, die in den Neunzigerjahren aus den Betonburgen in den Charthimmel aufstieg, ist gleichzeitig ein Generationenporträt und eine Bestandsaufnahme der polnischen Gesellschaft um die Jahrtausendwende. Der Film wurde u. a. beim Polnischen Filmfestival in Gdynia und beim Filmfestival Cottbus (beste Regie) ausgezeichnet.

Das Original ist besser!St. Vincent (OmU)

Do. Fr. Sa. So. Mo. Di. Mi.
17:30 17:30
21:45 21:45 21:45
23:45

Regie: Theodore Melfi, (USA), 2014

Darsteller: Bill Murray, Melissa McCarthy, Naomi Watts u.a.

St. Vincent (OmU)

Oliver (Jaeden Lieberher) ist eher klein für seine zwölf Jahre, er zieht gerade um und muss an eine neue Schule. Ideale Voraussetzungen, um erstmal routinemäßig vermöbelt zu werden. Seine allein erziehende Mutter Maggie (Melissa McCarthy) macht reichlich Überstunden, um sich und den Jungen durchzubringen. Ihr Nachbar am neuen Wohnort ist Vincent, ein Rentner, der zwischen Rennbahn und Table Dance pendelt, das Glas immer in Reichweite, ständig klamm und auch sonst irgendwie… unkonventionell. In Maggie wittert er eine Chance auf leichtes Geld. Für elf Dollar pro Stunde übernimmt er gern die Betreuung von Oliver, wenn die Mutter Abends schichten muss. Logisch, dass der Junge jede Menge bei dem Alten lernt. Glücksspiel, Nasen brechen und so weiter - lauter lebenspraktische Dinge. Vincent holt auch mal die Axt raus, wenn die großen Jungs aus der Klasse Oliver wieder ans Leder wollen. Der wiederum erkennt, dass sich hinter der ziemlich scharf gebackenen Schale des Rentners („rau“ ist kein angemessener Ausdruck dafür) ein liebevoller Typ verbirgt, der froh um seinen jungen Freund ist. Eine Win-win-Situation für alle und eine Paraderolle für Bill Murray, der den spröde vor sich hinknatternden, bärbeißigen Alten mit Lust verkörpert. Dass er in letzter Zeit immer häufiger so besetzt wird, tut der spielerischen Hingabe Murrays keinen Abbruch. An seiner Seite glänzt Naomi Watts in rosa Tops und weißen Shorts als russischstämmige Stripperin Daka mit zart prolligem Charme. In meines Vaters Haus sind viele Wohnungen - Vincent tritt den Beweis an. Die freundliche Komödie über unheilige Helden des Alltags ist das Kinodebüt von Ted Melfi, der Regie führte und das Drehbuch schrieb.

Grit Dora

Das Original ist besser!Wild Tales - Relatos salvajes (OmU)

Do. Fr. Sa. So. Mo. Di. Mi.
21:45 21:45 21:45
22:00
23:30

Regie: Damian Szifron, (Argentinien/Spanien), 2014

Darsteller: Ricardo Darín, Leonardo Sbaraglia, Oscar Martínez u.a.

Wild Tales - Relatos salvajes (OmU)

Ein amüsantes Blutbad,… das hatten wir lange nicht. Eines, wo himmelschreiende Ungerechtigkeiten oder garstige Zeitgenossen mittels eines ausgeklügelten Planes vergiftet, ausgelöscht oder von der Leinwand gesprengt werden. Wenn’s gerade passt, wie bei einem gewissen Herrn Pasternak, fallen alle Lieblingsfeinde gleich mal gemeinsam vom Himmel. Ein anderes Mal ist es nur ein arroganter Tropfen Frust, der den Reifen platzen lässt. Ein Stinkefinger am Wegesrand, und schon reißt die schützende Haut des zivilen Anstands mit einem schmatzenden Geräusch. Ein, zwei Explosionen später weiß man den Wert eines korrekten Überholmanövers zu schätzen. In Argentinien, wo sich das Recht des Reichen noch vor dem des Starken durchzusetzen weiß, erzählen fünf kleine Scharmützel vom Genuss einer sorgfältig servierten Rache. Egal, ob eine kühl berechnete Menge Dynamit oder etwas heiß verquirltes Rattengift, die Vendetta der kleinen Leute atmet immer diese schmerzlich ersehnte Lust, seinem Peiniger ein für alle Mal das Bowiemesser an die Stirn setzen zu wollen. Wie seinerzeit im Finale von »Inglourious Basterds«. Herrn Tarantino sollte dieser von Pedro und Agustin Almodóvar produzierte Film jedenfalls inspirieren, mal wieder ein Hochzeitskleid mit dem Blut einer Nebenbuhlerin zu besudeln. Pah! Als Mätresse den Bräutigam beim Hochzeitstanz bejubeln - das geht entschieden zu weit. Und wem fielen nicht alle denkbaren Foltermethoden ein angesichts eines arroganten Millionärs-Söhnchens auf Fahrerflucht, der, eine tote Schwangere zurücklassend, mit Vaters Hilfe und Geld dem Gärtner des Hauses die Autoschlüssel in die Hand drücken und ihn an seiner statt ins Gefängnis schicken will. Gegen Bezahlung… Oh nein! So manche Rechnung geht hier nicht auf oder endet bestenfalls mit dem Wechselgeld in einer abgetrennten Hand.

alpa kino