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Kinoprogramm Donnerstag, 29.07.2021 - Mittwoch, 04.08.2021

Das Original ist besser!Nomadland (OmdU)

Do. Fr. Sa. So. Mo. Di. Mi.
17:45
20:00

Regie: Chloé Zhao, (USA), 2020

Darsteller: Frances McDormand, David Strathairn, Linda May u.a.

Nomadland (OmdU)

Nach dem wirtschaftlichen Zusammenbruch einer Firmenstadt im ländlichen Nevada packt Fern (Frances McDormand) ihren Lieferwagen und macht sich auf den Weg, um als moderne Nomadin ein Leben außerhalb der konventionellen Gesellschaft zu führen.

Der dritte Spielfilm der Regisseurin Chloé Zhao, »Nomadland«, zeigt die echten Nomaden Linda May, Swankie und Bob Wells als ihre Mentoren und Kameraden auf der Reise durch die weite Landschaft des Mittleren Westens, was dem Film fast dokumentarische Züge verleiht.

Dafür gab’s im September des CORONA-Jahrs 2020 den Goldenen Löwen bei den Filmfestspielen in Venedig und im April 2021 war »Nomadland« der große Gewinner der OSCAR-Verleihung - Bester Film, Beste Regisseurin, Beste Hauptdarstellerin - was will mensch mehr?

Alles ist eins. Ausser der 0.

Do. Fr. Sa. So. Mo. Di. Mi.
18:00 18:00 18:00 18:00 18:00

Regie: Klaus Maerk, Tanja Schwerdorf, (Deutschland), 2020

Darsteller: Wau Holland u.a.

Alles ist eins. Ausser der 0.

Das heutige Leben ist geprägt von der Digitalisierung - sie hat alle Bereichen des Lebens durchdrungen und ist für viele Menschen nicht mehr wegzudenken. Neben den guten, für den User bequemen Entwicklungen haben sich aber auch einige negative Seiten offenbart, seien es der lückenhafte Datenschutz oder der Einsatz digitaler Technologie als Waffe. All das ahnte der Gründer des Chaos Computer Club (CCC) Wau Holland bereits voraus.

Die Dokumentation »Alles ist eins. Außer der 0« führt uns nun in die 1980er-Jahre zurück, als die digitale Bewegung entstand. So lernen wir als ZuschauerInnen nicht nur den charmanten Gründer kennen, sondern bekommen auch Einblick in die Hackerkultur und begegnen den ersten digitalen Bürgerrechtlern. Auf diese spannende Reise werden wir von den DokumentarfilmerInnen Klaus Maeck und Tanja Schwerdorf mitgenommen. Sie beleuchten mit einer enormen Menge an spannendem und humorvollem Archivmaterial die Entwicklung dieser Szene, zeigen, dass Holland schon damals viele Probleme vorausgeahnt hat und schlagen gekonnt den Bogen zu unserer heutigen Gesellschaft und zu den mit einer weltweiten Digitalisierung einhergehenden Problemen. Dabei lassen sie ihre Dokumentation nie zu schwer werden, sondern erzählen mit viel Schwung und so auch sehr unterhaltsam einen wichtigen Teil der jüngeren Geschichte.

Doreen

Bundesstart - Das Debüt im Thlia

Das Original ist besser!Der Rausch - Druk (OmdU)

Do. Fr. Sa. So. Mo. Di. Mi.
20:00 20:00 20:00
22:15 22:15

Regie: Thomas Vinterberg, (Dänemark), 2020

Darsteller: Mads Mikkelsen, Thomas Bo Larsen, Lars Ranthe u.a.

Der Rausch - Druk (OmdU)

Vier frustrierte Männer mittleren Alters, beruflich alle an einer Schule tätig, starten ein Experiment, frei nach der Theorie, dass der Mensch mit einer halben Promille zu wenig ausgestattet ist. Sie helfen (anfangs kontrolliert) nach. Die Wirkung ist eindrücklich. Martin, dem ambitionslos gewordenen Gymnasiallehrer, gelingt es, seine Klasse wieder zu begeistern, seine Ehe nimmt wieder Fahrt auf. Auch seine drei Kollegen sind plötzlich deutlich eloquenter und spritziger unterwegs. Die Rückkopplung durch die alkoholbedingt ausgelöste beruflich-soziale Furore ist groß und führt zur Steigerung der Dosis. Außerdem schmeckts ja auch bestens.

Zwangsläufig zeigt sich alsbald die Janusköpfigkeit des Mittels: Der Teufel hat den Schnaps gemacht. Alkoholbedingte Zwischen- und Ausfälle paaren sich mit Euphorie. Nur einem Regisseur wie Thomas Winterberg konnte es wohl gelingen, aus einem an sich simplen Plot einen Film zu machen, der Licht und Schattenseiten des Alkohols thematisiert, ohne in ein klares Pro oder Contra zu münden. Letztlich geht es Winterberg nicht um den Umgang mit dem gebräuchlichsten Genuss- respektive Suchtmittel. Sein Thema ist die Lust am Leben, an Neugier und Inspiration, die Freude am Risiko, am Unkontrollierbaren. Entstanden ist eine neues Meisterwerk: Albern, traurig, ausgelassen - und provokant.

Ganz klar ist der Film für den großen Mads Mikkelsen gebaut, der wie kein zweiter chamäleonhaft zwischen wechselnden Gemütslagen changiert - immer kraftvoll und verletzlich zugleich. Den Oscar für den besten internationalen Film hat sich Vinterberg inzwischen in L.A. abgeholt.

Grit Dora

Bundesstart - Das Original ist besser!

Das Original ist besser!Home (OmU)

Do. Fr. Sa. So. Mo. Di. Mi.
20:00 20:00
22:15
22:30 22:30 22:30

Regie: Franka Potente, (Deutschland/Niederlande), 2020

Darsteller: Jake McLaughlin, Kathy Bates, Aisling Franciosi u.a.

Home (OmU)

Nach mehr als 17 Jahren Haft macht sich Marvin auf den Weg nach Hause - auf seinem Skateboard und im Trainingsanzug, in dem er als Teenager verhaftet wurde. Daheim in Newhall erwartet ihn seine kranke Mutter in dem heruntergekommenen Haus seiner Kindheit. Schnell merkt Marvin, dass die Bewohner der Kleinstadt seine Tat auch nach so vielen Jahren nicht vergessen haben. Besonders der Flintow-Clan begegnet ihm mit unverhohlenem Hass. Doch Marvin ist bereit, sich den Konsequenzen seiner Vergangenheit zu stellen. Als er alle Schikanen ohne Gegenwehr erträgt, beginnt die junge Delta Flintow ihn mit anderen Augen zu sehen …

Mit ihrem tiefberührenden Langfilmdebüt ist Franka Potente ein eindringliches Plädoyer für Mitgefühl und Vergebung gelungen, das authentisch die Atmosphäre der amerikanischen Provinz einfängt. Jake McLaughlin brilliert als verletzlicher Straftäter an der Seite von Oscar-Preisträgerin Kathy Bates.

Bundesstart - Das Original ist besser!