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Kinoprogramm Donnerstag, 21.05.2015 - Mittwoch, 27.05.2015

Reuber

Do. Fr. Sa. So. Mo. Di. Mi.
17:00 17:00 17:00 17:00 17:00 17:00 17:00

Regie: Axel Ranisch, (Deutschland), 2013

Darsteller: Tadeus Ranisch, Heiko Pinkowski, Peter Trabner u.a.

Reuber

Trailer: http://bit.ly/1zSF96P

Als Robby auf seine kleine Schwester aufpasst, passiert, was nicht passieren darf: Während er im Supermarkt für sie Süßigkeiten kaufen will, wird seine Schwester mitsamt Kinderwagen gestohlen. Robby traut sich nicht nach Hause und läuft davon. Er landet im Wald und trifft dort auf den Zauberer Stefan, der es auf Robbies Kindheit abgesehen hat. Und auf den schlecht gelaunten Räuberhauptmann Rüdiger, der mit seiner Machete durch den Wald schleicht. Kein Wunder, dass sich Robby innerhalb kürzester Zeit in größten Schwierigkeiten befindet. Dann aber hat er eine Idee. Er kann im Wald beim Herrn Reuber das Räubern lernen, damit er seine Schwester zurück räubern kann. Leichter gesagt als getan, denn der Zauberer Stefan haut ihn gewaltig übers Ohr. Aber nachdem er in die Räuberlehre gegangen ist, wird er es ihm heimzahlen! Und mit seinem großen Reuber-Freund hat er einen gefährlichen Komplizen an seiner Seite. Eine schräg und witzig erzählte Räuberpistole der etwas anderen Art.

Das Debüt im Thalia - Dresdner Erstanspiel

High Performance - Mandarinen lügen nicht

Do. Fr. Sa. So. Mo. Di. Mi.
18:30 18:30 18:30

Regie: Johanna Moder, (Österreich), 2013

Darsteller: Marcel Mohab, Manuel Rubey, Katharina Pizzera u.a.

High Performance - Mandarinen lügen nicht

»High Performance« erzählt die Geschichte von Lebenskünstler Daniel und Anzugträger Rudi - zwei ungleichen Brüdern, die sich nicht mehr viel zu sagen haben. Bis sie sich für dieselbe Frau interessieren. Aber aus völlig unterschiedlichen Gründen, wie sich für Nora bald herausstellt…

In ihrem preisgekrönten Debüt spiegelt Johanna Moder raffiniert, wie die Jagd nach Geld Menschen zu Tieren werden lässt. Junges deutschsprachiges Kino mit brillanten Hauptdarstellern und einem grandiosen Soundtrack von Erfolgskomponist Florian Horwath. Eine Komödie aus Österreich mit irrwitzigen Dialogen und jede Menge Situationskomik, ausgezeichnet mit dem Max Ophüls Publikumspreis 2014.

Das Original ist besser!Welcome to Karastan (OmU)

Do. Fr. Sa. So. Mo. Di. Mi.
20:30 20:30 20:30 20:30 20:30
22:00 22:00

Regie: Ben Hopkins, (Großbritannien/Georgien/Deutschland/Russland), 2014

Darsteller: Matthew Macfadyen, Noah Taylor, MyAnna Buring u.a.

Welcome to Karastan (OmU)

Ruhm kann man nicht essen. Jeder halbwegs erfolgreiche Kinoregisseur, der nicht in Hollywood arbeitet, weiß das und sieht immer im nächsten Film auch den schwierigsten. Dem einstmals bejubelten Autorenfilmer Emil Forester (Matthew MacFadyen) knurrt ebenfalls der Magen, ihm streikt die Muse und sogar die Frau läuft ihm davon. In Karastan, einer jungen, kaukasischen Republik, möchte sich ein neugeschaffenes Filmfestival mit dem Manne schmücken, der immerhin zweieinhalb Filme gedreht und einen OSCAR bekommen hat. Letzteren für den halben Film. Forester nimmt die Einladung nach Karastan an und wird vor Ort überrascht von einem noch weitaus verlockenderen Angebot. Ein cineastisches Schlachtengemälde soll er drehen. Landschaft, Statisten, Hubschrauber, Geld - alles kein Problem, meint Präsident Abashiliev (Richard van Weyden). Und fügt hinzu: Sagen Sie ja, Forester, sonst muss ich sie erschießen lassen. Foresters Übersetzerin und ständige Begleiterin Chulpan (Mayanna Buring) benutzt ihrerseits ein paar attraktive Druckmittel und schließlich soll in der Hauptrolle der abgehalfterte Hollywoodstar Xan Butler glänzen. Der hat es sich in Abashilievs Obhut bequem gemacht. Forester tut es ihm gleich und kann gar nicht anders, als „Action“ zu rufen. Doch aus dem nationalen Heldenepos des 14. Jahrhunderts wird blutiger Ernst, denn die reitenden Horden schießen bald mit scharfer Munition und entführen den Rambo-Pensionär…

Regisseur Ben Hopkins, der vor sagenhaften 16 Jahren »Die neun Leben des Tomas Katz« drehte und der selbst so eine Art schreibblockierter Festival-Nomade wurde, vermählt hier den typisch britischen Humor mit der langen Tradition der kommunistischen Komödie aus Georgien. Als würden Sascha Baron Cohens „Borat“ und Eldar Schengelajas »Das Blaue vom Himmel« mitten in einem bewaffneten Aufstand Hochzeit feiern.

alpa kino

Bundesstart - Das Debüt im Thalia

Das Original ist besser!A Girl Walks Home Alone At Night (OmU)

Do. Fr. Sa. So. Mo. Di. Mi.
22:30 22:30

Regie: Ana Lily Amirpour, (USA), 2014

Darsteller: Sheila Vand, Arash Marandi, Marshall Manesh u.a.

A Girl Walks Home Alone At Night (OmU)

Das iranische Kino ist immer wieder für Überraschungen gut, auch wenn es in diesem Fall eine US-Produktion einer Exiliranerin ist.

Der Regisseurin Ana Lily Amirpour gelingt eine wunderbare Vampir-Liebesgeschichte, ein surrealistischer Genremix mit atmosphärischem Soundtrack aus iranischer und US Indiemusik. Sie nennt es etwas schelmisch einen „iranischen Vampir-Spaghetti-Western“.

Einzig die Frauen müssen Kopftuch tragen, aber das stört einen Vampir nicht wirklich. Entstanden ist ein reizvoller und stilistisch sehr sicherer Schwarz-Weiß-Film, der geschickt Vampir- und Liebesgeschichte verbindet und für den europäischen Zuschauer ein ungewöhnliches und exotisches Setting wie eine Mischung aus Tausendundeiner Nacht und westlichen Bilderwelten bietet.

In der iranischen Geisterstadt Bad City gehen seltsame Dinge vor. Hier tummeln sich die Erschöpften und Verbrauchten, Gesetzlose und ihre Opfer, die Wände schwitzen Verbrechen aus ihren Poren. Der junge, attraktive Arash muss, um die Schulden seines drogensüchtigen Vaters zu begleichen, seinen geliebten Ford Thunderbird an den verschlagenen Dealer Saeed abtreten. Wütend auf alles und jeden, streift er durch die Straßen und begegnet einem Mädchen, das rätselhaft anziehend ist. Schon bald entdeckt Arash ihr Geheimnis: Sie ist ein Vampir. Verhüllt in einen Tschador, durchstreift sie Nacht für Nacht die Stadt auf ihrem Skateboard und erleichtert Bad City um so manches widerliche Subjekt. Arash und das namenlose Vampir-Mädchen freunden sich langsam an. Eine zarte Liebesgeschichte entsteht an einem Ort, an dem eigentlich kein Platz dafür ist.

ak

Das Salz der Erde

Do. Fr. Sa. So. Mo. Di. Mi.
18:30

Regie: Wim Wenders, Juliano Ribeiro Salgado, (Frankreich/Brasilien), 2014

Darsteller: Sebastião Salgado u.a.

Das Salz der Erde

Von einem sichtlich bewegten Publikum wurde Wim Wenders dieses Jahr in Cannes gefeiert und für seinen Dokumentarfilm »Das Salz der Erde« in der Rubrik ""Un Certain Regard"" ausgezeichnet. Er blickt darin zurück auf das Werk und das Leben des brasilianischen Fotografen Sebastião Salgado, die schwer voneinander zu trennen sind. So machte der junge Salgado seine ersten Fotos als Wirtschaftsreisender in Afrika, was ihn dazu bewegte, seinen aussichtsreichen Job aufzugeben und als Fotoreporter um die Welt zu ziehen. Für seinen späteren Auftraggeber Magnum dokumentierte er über die Jahre u.a. die Hungersnot im Sudan, die Massenmorde in Ruanda, Flüchtlingsströme aus Jugoslawien und brennende Ölfelder im Irak. Erlebnisse, die ihn abstumpften und zugleich den Glauben an das Gute im Menschen raubten, so dass er sich nach Brasilien zurückzog und dort half, verdorrtes Land wieder aufzuforsten. Nach dieser Erfahrung kehrte er zur Fotografie zurück - diesmal allerdings, um als Naturfotograf die Schönheit des Lebens festzuhalten.

Wenders geht in seiner Dokumentation chronologisch vor, beschränkt sich überwiegend auf Salgados eigenes Foto- und Videomaterial, das vom Künstler aus dem Off kommentiert wird, ergänzt diese lediglich um einige kurze Interviews mit dessen Frau und Sohn Juliano Ribeiro, der als Co-Regisseur für die sehr persönliche Färbung verantwortlich ist. Beeindruckend ist die gelassene Art, mit der Salgado, ein Mann, der alles gesehen hat, als heute 70-Jähriger auf sein Werk blickt. Wim Wenders hält sich zurück, lässt die Bilder wirken, die bei aller Dramatik auch eine große Schönheit offenbaren, und zieht somit eine große Portion Hoffnung aus Salgados Geschichte, die einen tatsächlich vor Ehrfurcht erstarren lässt.

Felix

Elser - Er hätte die Welt verändert

Do. Fr. Sa. So. Mo. Di. Mi.
18:30 18:30 18:30

Regie: Oliver Hirschbiegel, (Deutschland), 2015

Darsteller: Christian Friedel, Katharina Schüttler, Burghart Klaußner u.a.

Elser - Er hätte die Welt verändert

Dreizehn Minuten zu früh verließ Adolf Hitler am 8 November 1939 den Münchener Bürgerbräukeller und entging denkbar knapp einem Bombenattentat. Während sich die Hörer an den Volksempfängern fragten, was wohl dieses dumpfe Explosionsgeräusch zu bedeuten habe, rauschten Hitler und dessen Stab bereits ab in Richtung Münchner Hauptbahnhof. Nebel hatte den Heimflug nach Berlin und somit auch die von Georg Elser geplante Liquidierung der deutschen Kriegstreiber verhindert. Seit dem Münchner Abkommen von 1938 reifte in dem württembergischen Schreiner der Plan, Hitler, Göring und Goebbels auf einen Schlag zu beseitigen, weil „durch die Beseitigung dieser 3 Männer andere Männer an die Regierung kommen“ konnten und der drohende Krieg eventuell hätte verhindert werden können. Noch bevor die Bombe aber hochging, nahmen Grenzpolizisten Elser bei dem Versuch fest, in die Schweiz entfliehen zu wollen. Regisseur Oliver Hirschbiegel springt hin und her zwischen den aufwendigen Verhör-Versuchen seitens der GESTAPO und jener Zeit vor dem Attentat, die Elsers politische (oder sollte man besser sagen humanistische) Überzeugungen reifen ließen. Spannend ist es allemal, sich mit der Geschichte des „etwas anderen Hitler-Attentäters“ zu beschäftigen. Anders als bei Stauffenberg, wird Elsers Person noch jahrzehntelang in Deutschland totgeschwiegen. Zum einen wegen seiner Nähe zu den Kommunisten und zum anderen wohl auch, weil die GESTAPO später ganze Arbeit geleistet und Elser mehrere Feind-Legenden angedichtet hatte. Schnell haftete ihm auch eine Art „van der Lubbe-Stigma“ an. Weil beim Reichstagsbrand ein Einzeltäter geschickt als Marionette benutzt wurde, glaubte alle Welt, auch in Elser einen von den Nazis geführten Strohmann ertappt zu haben. Hitler und dessen Gefolgsleute konnten den politisch motivierten und handwerklich versierten Einzeltäter nie und nimmer akzeptieren. Elser wurde im April 1945, am selben Tag wie Ex-Abwehrchef Canaris, hingerichtet und gilt in gewissen Kreisen noch heute allenfalls als ein Attentäter zweiter Klasse.

alpa kino

Härte

Do. Fr. Sa. So. Mo. Di. Mi.
22:30 22:30 22:30

Regie: Rosa von Praunheim, (Deutschland), 2015

Darsteller: Andreas Marquardt, Marion Erdmann, Hanno Koffler u.a.

Härte

Das Leben ist hart. Normalsterbliche haben keine Ahnung davon! Anfang der 70er Jahre läuft der 16-jährige Neuköllner Karatekämpfer Andy Marquardt auf Fäusten die Treppen eines 20-Geschossers nach unten. „Junge, wenn du das geschafft hast, dann bist du der Größte. Dann schaffst du alles, was du willst in deinem Leben…!“ Ungefähr zur selben Zeit gelingt ihm etwas noch viel Unvorstellbareres. Durch Auszug aus der elterlichen Wohnung entzieht er sich dem sexuellen Missbrauch, mit dem ihm die eigene Mutter seit zehn Jahren Gewalt antut. Frühzeitig flieht das Kind in den Sport, erst Judo, später Karate. Der pragmatische Grund: Dem Sechsjährigen bricht der Vater die Hand, aus sadistischem Vergnügen, und der Junge schwört, dass ihm nie wieder jemand wehtun dürfe. Da hatte er noch keine Ahnung, welche Schmerzen ihm die Mutter bereiten sollte. Ein Leben lang. Dem erwachsenen Sohn intrigiert sie hinterher, auch deswegen gelingt Andy keine echte Beziehung zu Frauen. Statt dessen beginnt er sein „Hassprogramm auf Frauen“ mit seiner Karriere als einer der härtesten Zuhälter Berlins. Er organisiert täglich 8 bis 10 Prostituierte, von denen keine einzige die anderen kennt. Er geht jeden Tag trainieren und wird mehrfach Europa- und Asienmeister im Vollkontaktkarate. Und er arbeitet für die Steuer offiziell bei einem Bestattungsunternehmen. Irgendwann aber schlägt die Polizei zu, und Marquardt fährt wegen schwerer Körperverletzung an einem seiner Mädchen für 4 Jahre in Moabit ein. Aber das Schwerste kommt erst noch. Im Knast fleht und bettelt er, endlich eine Therapie machen zu dürfen. Er muss reden. Oder er schlägt alles kurz und klein…

Rosa von Praunheim inszeniert dieses Dokudrama, das auf Marquardts Buch »Härte« beruht, mit Hilfe einer stark stilisierten Spielhandlung überaus pfiffig und mit drei eindringlich agierenden Darstellern; Hanno Koffler (Andy), Katy Karrenbauer (Mutter) und Luise Heyer (Marion). Wenn es bei Karate um Respekt geht und darum, den Geist zu befreien, dann bemerkt man an dem heute fast 60-jährigen Marquardt, dass er es geschafft hat. Wie er sich für das Training seiner Karate-Kids stark macht, wie er beim Sozialprojekt »Kind im Zentrum« vor allem benachteiligte und missbrauchte Kinder unterstützt, das zeugt von seinem Sieg über die Härte des Lebens. Respekt!

alpa kino

Bundesstart - Das Debüt im Thalia

LICHTSPIEL - Die Filmreihe zum Dresdner Lichtjahr Sunshine (OmU)

Do. Fr. Sa. So. Mo. Di. Mi.
20:00

Regie: Danny Boyle, (Großbritannien), 2007

Darsteller: Cillian Murphy, Michelle Yeoh, Chris Evans u.a.

Sunshine (OmU)

2057: Die Sonne verliert ihre Energie und wird in naher Zukunft erlöschen. Die Folgen für die Menschheit wären katastrophal. Die Temperaturen auf der Erdoberfläche sinken kontinuierlich, extreme Kälteeinbrüche fordern erste Opfer. Als letzte Hoffnung wird ein internationales Astronauten-Team mit dem Raumschiff Icarus II auf Mission geschickt, um mittels einer stellaren Bombe den Stern zu retten. Ein früherer Rettungsversuch der Icarus I scheiterte bereits, das Raumschiff ist seitdem in den Weiten des Alls spurlos verschwunden. Abgeschnitten von jedem Kontakt zur Erde kommt es zu einer ungeahnten Konfrontation: Die Rettungsmannschaft empfängt ein Notsignal der verschollen geglaubten Icarus I. Schon bald entpuppt sich der Auftrag, die Sonne zu retten, als ein tödliches Horrorszenario.

»Sunshine« ist ein klaustrophobischer Hochspannungsthriller mit bekannten Gesichtern wie Cillian Murphy (»28 Days Later«, »Red Eye«) und Michelle Yeoh (»Tiger & Dragon«). Danny Boyle, Regisseur des Kultstreifens »Trainspotting - Neue Helden«, meldet sich wieder zurück, diesmal mit Bestseller-Autor Alex Garland und Produzent Andrew Mcdonald, dem Dreamteam von »28 Days Later«. Wie erwartet präsentieren uns die Herren der Insel speziellen Brit-Suspence at its best. Der Film leidet zwar an seinem innovationslosen Script, dafür aber entschädigt Boyle sein Publikum mit einer visuell atemberaubenden Produktion und aufwändigen Special FX. »Sunshine« verbindet auf Boyle’sche Art die Genres Scifi-Thriller, Drama und Horror miteinander und wartet mit einer innovativen, noch nie gesehenen, Optik auf.