thalia gutschein

Ab sofort sind neue Gutscheine erhältlich!

THALIA - Cinema . Coffee and Cycling

Kinoprogramm Donnerstag, 16.04.2026 - Mittwoch, 22.04.2026

38. FILMFEST DRESDENSchwerpunkt 2: What Remains of Gestures

Do. Fr. Sa. So. Mo. Di. Mi.
21:00

Tickets: http://www.filmfest-dresden.de/de/programm/online-programm

Sie arbeiteten tagsüber. Nachts versuchten einige von ihnen, sich die Zeit zurückzuholen, die ihnen genommen worden war … An dieser Bruchlinie zwischen auferlegter und zurückeroberter Zeit setzt das Programm „What Remains of Gestures“ an.

Die sechs Filme betrachten Arbeit nicht als ökonomische Kategorie, sondern als sinnliche Erfahrung, als ein Ordnungsprinzip des Sichtbaren und Unsichtbaren. Arbeit tritt hier als ordnende Kraft hervor: Sie strukturiert Räume, bestimmt den Rhythmus, weist Körpern bestimmte Gesten zu und überführt Gesten in Funktionen.

In unterschiedlichen geografischen, historischen und formalen Kontexten untersuchen die Filme, wie sich Arbeit in die Existenz von Menschen einschreibt. Sie fragen danach, wie Arbeit Zeit organisiert, Räume zuweist, Rhythmen reguliert und Körper modelliert. Arbeit erscheint hier weniger als Handlung denn als sensible Struktur: als ein Modus, die Grenze zwischen Sagbarem und Unsagbarem zu ziehen. Doch selbst in dieser Ordnung werden Abweichungen sichtbar – Formen des Widerstehens, des Verlangsamens, des Bewahrens gelebter Erfahrung.

In MARTA formt die Wiederholung von Handgriffen einer polnischen Textilarbeiterin eine Zeitstruktur, die ganz von Notwendigkeit bestimmt ist. Die Arbeit wirkt über den Ort der Produktion hinaus, sickert ins Private und verengt den Horizont auf die fortwährende Wiederholung. Die Handlung zielt nicht auf das Ereignis, sondern hält den Verschleiß fest. Die Müdigkeit nimmt Gestalt an – als Form, als Dauer, als Zustand.

IN PRAISE OF SLOWNESS richtet den Blick auf Berufe, die vom Verschwinden bedroht sind. Langsamkeit gewinnt dabei eine besondere Bedeutung: Sie gibt der Geste ihre Tiefe zurück und stellt eine Beziehung zur Welt her, die sich der rein produktiven Messbarkeit entzieht. Arbeit entfaltet sich hier als Präsenz, als Aufmerksamkeit, als Einschreibung ins Leben.

In 所有动作都应杀死风 (ALL MOVEMENTS SHOULD KILL THE WIND) und FROM ECUADOR WITH LOVE wiederholen sich Gesten bis an die Grenze des Verschwindens. Ob beim Bearbeiten von Stein oder beim Kultivieren von Rosen – menschliche Arbeit scheint von Material, Natur oder industrieller Logik absorbiert zu werden.

Mit INVENTAR verschiebt sich der Blick auf Architektur und kollektives Gedächtnis. Der Rückbau eines modernistischen Gebäudes macht die Auflösung eines historischen Projekts sichtbar. Die Körper, die an seiner Demontage arbeiten, sind Teil dieser Transformation: Die Materie zerfällt – und mit ihr die Erzählung, die sie getragen hat. Arbeit wird damit zum Medium symbolischer Re-Konfiguration.

Demgegenüber verengt KRAHËT E PUNËTORËVE radikal den Maßstab. Hier geht es nicht mehr um kollektive Erinnerung, sondern um körperliche Einschreibung. Von Unfällen gezeichnete Körper erinnern daran, dass Arbeit nicht verschwindet, wenn die Tätigkeit an sich endet. Die unterbrochene Geste arbeitet im Fleisch weiter. Während INVENTAR eine Geschichte im Zerfall zeigt, macht KRAHËT E PUNËTORËVE eine unauslöschliche Spur sichtbar.

Diese Filme formulieren eine ästhetische und politische Frage im konkretesten Sinn: Wer hat ein Recht auf Zeit, auf Sichtbarkeit, auf Sprache? Und was bleibt von den Gesten, wenn die Produktion endet, ihre Spuren aber fortbestehen?

38. FILMFEST DRESDENCinema Digestif 1: Kill the Boss!

Do. Fr. Sa. So. Mo. Di. Mi.
23:30

Tickets: http://www.filmfest-dresden.de/de/programm/online-programm

„Kill the Boss“ versteht den „Boss“ als mehr als nur eine Person: Er kann ein System, ein Gefühl, eine innere Stimme oder eine perfekt lächelnde „Girlboss“ sein. Das Programm vereint eine vielfältige Auswahl an Animationsfilmen, die sich dem Thema mit unterschiedlichen Stilen, Zwischentönen und Erzählstrategien nähern. Von verführerischen Empowerment-Fantasien bis hin zu surrealen und teuflischen Kontrollfiguren laden die Filme das Publikum auf eine seltsame, spielerische und manchmal beunruhigende Reise durch zeitgenössische Machtstrukturen ein.

Mackenzie Fincham und Petra Stipetić

38. FILMFEST DRESDENKids 1: Tierisch viel entdecken

Do. Fr. Sa. So. Mo. Di. Mi.
11:00
13:00
16:00

Tickets: http://www.filmfest-dresden.de/de/programm/online-programm

Kommt mit auf eine unvergessliche Reise! Ob auf Schienen, unter Wasser oder hoch oben zwischen den Wolken: Unsere kleinen Entdecker:innen erkunden verborgene Welten, knüpfen neue Freundschaften und lernen, ihrer Fantasie freien Lauf zu lassen. Denn wer träumt, kann sich einfach alles vorstellen.

EINMAL UM DIE WELT

Für junge Zuschauer:innen ab 5 Jahren präsentiert das 38. FILMFEST DRESDEN wieder aktuelle internationale Kinder- und Jugendkurzfilme, die den Hauch der weiten Welt auf die große Leinwand bringen. Mit viel Gefühl oder einer Prise Humor sorgen die Kurzfilme nicht nur für gute Unterhaltung, sondern auch wichtige Denkanstöße. Im Rahmen der Vorführungen hat das Publikum die Chance, sich mit anwesenden Filmemacher:innen auszutauschen sowie Fragen und Meinungen loszuwerden.

38. FILMFEST DRESDENFokus Québec: Shifted Horizons

Do. Fr. Sa. So. Mo. Di. Mi.
18:30

Tickets: http://www.filmfest-dresden.de/de/programm/online-programm

Mit diesem Programm wollte ich die kulturelle Vielfalt durch Ästhetik und Form erkunden, um zu zeigen, wie groß und doch einzigartig Québec in seiner kreativen Energie ist. Obwohl all diese Filme unterschiedliche Kulturen und Ideen behandeln, zieht sich der pulsierende kreative Impuls der einzigartigen Kunst Québecs wie ein roter Faden durch alle Filme.

Ich interessiere mich für Ästhetik als Mittel zur Erforschung von Kultur und Perspektive, deshalb habe ich das Programm „Shifted Horizons“ genannt. Normalerweise denken wir bei Quebecer Kino nur an französisch-kanadisches Kino, und ich wollte die Tiefen und Ecken erkunden, die nicht unbedingt immer repräsentiert oder zusammen gezeigt werden.

38. FILMFEST DRESDENExperimente: Eyes Wide Open

Do. Fr. Sa. So. Mo. Di. Mi.
20:00
21:00

Tickets: http://www.filmfest-dresden.de/de/programm/online-programm

Filme der Programmreihe „Experimente” sind grundsätzlich Interventionen, die etablierte Darstellungsformen in neue Bahnen lenken und dabei die Betrachter:innen zum Perspektivwechsel einladen. Es handelt sich um Grenzüberschreitungen, die Kategorien wie Gattung und Genre, Film und Performance, ja selbst Zeit und Raum auflösen. Jenseits des Raum-Zeit-Kontinuums oder in „Zwischenräumen” angesiedelt, ermöglichen es ungewohnte, manchmal gar utopische Konstellationen, Macht- und Gesellschaftssysteme gleichsam von außen in den Blick zu nehmen und sie auf diese Weise zu erschüttern.

Gleich der erste Film des Programms, PIDIKWE, ist ein audiovisueller Wirbelsturm, der die Ausbeutung des indigenen, weiblichen Körpers durch den kolonialen Blick gewissermaßen umkehrt. Der Film der franko-kanadischen Filmemacherin und Künstlerin Caroline Monnet bietet diesen Frauen die Möglichkeit, die Kontrolle über ihr Bild zurückzugewinnen und einen Prozess der Selbstbestimmung einzuleiten.

Sasha Pirkers EVERYONE DESERVES A SLICE OF THE PIE ist eine surreale Collage, die den subversiven Charakter des Kinos feiert, Inspiration in den Slapstickfilmen aus der Frühzeit des Kinos findet, zum Zeichensetzen in der Gegenwart auffordert, um für unsere Zukunft zu kämpfen.

WINNER von der multidisziplinären Künstlerin Marianna Simnett führt uns in eine halluzinatorische Welt, die an CLOCKWORK ORANGE von Stanley Kubrick erinnert und spielerisch Machthierarchien und Massenpsychologie beim Fußball seziert. Triumph und Niederlage, Leid und Brutalität, Spiel und Eskalation liegen dicht beieinander.

BLIND, INS AUGE von Atefeh Kheirabadi und Mehrad Sepahniai ist eine Dokumentation, welche die brutale Repression durch die Revolutionsgarden und Sicherheitskräfte gegenüber friedlichen Demonstrant:innen im Iran beleuchtet. Angesichts der Ereignisse seit Ende Februar 2026 und nach den Tyrannenmorden steht das Land vor einer ungewissen Zukunft. Es bleibt nur die Hoffnung auf Justiz und Freiheit für das Volk.

DI NOTTE von Anouk Chambaz oszilliert zwischen Dunkelheit und Licht, Traum und Wachsein, Unbekanntem und Vertrautem, Erinnerung und Vorstellungskraft – dem Schwebezustand, in dem Filme auch im Kinosaal erlebt werden.

THE END von Claudia Larcher ist eine KI-generierte ironisch-dystopische Zukunftsvision des Kinos. Nicolaas Schmidts LINEAR ENDJOY führt (technische) Vergangenheit und die gesellschaftlich-kulturelle Gegenwart noch einmal zusammen und lässt damit das Programm ausklingen.

Sven Pötting

38. FILMFEST DRESDENCinema Digestif 2: Seriously? WTF!

Do. Fr. Sa. So. Mo. Di. Mi.
23:30

Tickets: http://www.filmfest-dresden.de/de/programm/online-programm

Es ist schon wieder soweit. Wir würden ja gern sagen, wir hätten uns im vergangenen Jahr für dieses Programm völlig verausgabt – aber ganz ehrlich? Wir sind genauso erschöpft wie der Rest der Welt. Trotzdem sind wir wieder da. Mit einer Auswahl all der Dinge, die passieren, wenn andere sich Mühe geben. Wir sitzen derweil im Kino und schauen zu.

Kuratiert von Anne Gaschütz, Daniel Vadocký

38. FILMFEST DRESDENKids 2: Alles andere als anders

Do. Fr. Sa. So. Mo. Di. Mi.
11:00
15:00

Tickets: http://www.filmfest-dresden.de/de/programm/online-programm

Es kommt oft anders als man denkt. Manchmal wird es für unsere Held:innen ganz schön knifflig, aber mit Freund:innen an ihrer Seite macht alles mehr Spaß. In diesen Geschichten wird gespielt, geholfen und gestaunt. Ein buntes Filmprogramm, das zeigt: Selbst wenn die Welt Kopf steht, ist es genau richtig, so zu sein, wie man ist.

EINMAL UM DIE WELT

Für junge Zuschauer:innen ab 5 Jahren präsentiert das 38. FILMFEST DRESDEN wieder aktuelle internationale Kinder- und Jugendkurzfilme, die den Hauch der weiten Welt auf die große Leinwand bringen. Mit viel Gefühl oder einer Prise Humor sorgen die Kurzfilme nicht nur für gute Unterhaltung, sondern auch wichtige Denkanstöße. Im Rahmen der Vorführungen hat das Publikum die Chance, sich mit anwesenden Filmemacher:innen auszutauschen sowie Fragen und Meinungen loszuwerden.

38. FILMFEST DRESDENJugend 1: Was wir überwinden

Do. Fr. Sa. So. Mo. Di. Mi.
15:00

Tickets: http://www.filmfest-dresden.de/de/programm/online-programm

Sich Alltagsrassismus, Umweltzerstörung oder den eigenen Ängsten entgegenzustellen, erfordert Mut. Die Geschichten dieses Kurzfilmprogramms handeln von genau diesem Moment: dem Wagnis, die eigene Komfortzone zu verlassen, eine unsichtbare Grenze zu übertreten und daran zu wachsen.

38. FILMFEST DRESDENJugend 2: Ichvertrauen

Do. Fr. Sa. So. Mo. Di. Mi.
17:00
17:30

Tickets: http://www.filmfest-dresden.de/de/programm/online-programm

Neue Umstände, alte Erinnerungen und die Sehnsucht nach Veränderung bestimmen die Geschichten dieses Kurzfilmprogramms. Vor dem Hintergrund familiärer Konflikte und flüchtiger Erinnerungen schärfen die Protagonist:innen ihren Blick für die Umwelt und kommen sich selbst dabei näher als je zuvor.

38. FILMFEST DRESDENDiskurs Europa 2: Can’t Help Being Human

Do. Fr. Sa. So. Mo. Di. Mi.
21:30

Tickets: http://www.filmfest-dresden.de/de/programm/online-programm

Das Programm „Can’t Help Being Human“ vereint sechs zeitgenössische lettische Kurzfilme, die die Spannungen zwischen privaten Impulsen und gesellschaftlichen Erwartungen, zwischen Innenleben und den Rollen, die wir spielen, beleuchten. Die Auswahl bewegt sich zwischen Fiktion, Dokumentarfilm und Animation und zeigt, wie Menschen mit Verletzlichkeit, Sehnsucht und Verantwortung umgehen – oft durch kleine Rituale, Routinen und Gesten der Fürsorge.

Den Auftakt bildet der RĪGAS CERIŅI, in dem sich scheinbar beiläufige Gespräche über Gerüche zu unerwartet aufschlussreichen Begegnungen entwickeln. Zwischen ängstlichen Bürger:innen, überheblichen Behörden und vorbeikommenden Fremden zeigen die Schilderungen, wie etwas nicht Greifbares wie ein Duft Verlegenheit, Humor und stille Verletzlichkeit in sich tragen kann.

In CAN’T HELP MYSELF führt die Suche nach Verbundenheit entlang der Ostseeküste. Während sie Eis verkauft, taucht eine junge Frau in geführte Affirmationen und Fragmente mitgehörter Gespräche ein und probt Intimität in einer Landschaft, die von Ratschlägen, Zweifeln und Sehnsucht durchdrungen ist.

Eine dunklere Form der Routine prägt TĪRĪBA. Obwohl es sich um ein humorvolles Porträt eines von Hygiene besessenen Büroangestellten handelt, offenbart der Film eine zerbrechlichere emotionale Realität, in der sorgfältig gepflegte Rituale auf tiefere Ängste und Abhängigkeiten hindeuten.

Mit Blick auf das Kino selbst betritt 81 METRS während der Pandemie im Jahr 2021 Lettlands letzte noch erhaltene Kinosäle. Gedreht auf Super 8, reflektiert der Film über die Verletzlichkeit physischer Kinoräume und die kollektiven Erinnerungen, die sie weiterhin bewahren.

Fragen nach Disziplin und Pflicht tauchen in GUARD OF HONOUR auf, wo eine zeremonielle militärische Routine fortbesteht, selbst als eine Naturkatastrophe die Szene stört. Der einfache Akt, auf seinem Posten zu bleiben, wird sowohl absurd als auch still ergreifend.

Schließlich stellt KUR SAULĪTE NAKTI GUĻ? den modernen Arbeitsplatz als surreale Unternehmensmythologie dar. In fensterlosen Büros, bevölkert von erschöpften Manager:innen und Buchhalter:innen, tauchen seltsame Rituale und Fragmente von Folklore auf, als Wege, mit der Monotonie der heutigen Arbeitswelt fertig zu werden.

In diesen Werken verflechten sich Humor, Melancholie und stille Absurdität. Gemeinsam zeichnen sie ein Bild der Gegenwart, in der Menschen Routinen, Geschichten und kleine Gesten der Fürsorge schaffen – Wege, sich zu erden und dem Alltag einen Sinn zu geben. In Momenten der Unsicherheit werden diese Gewohnheiten zu Werkzeugen der Resilienz und helfen uns, uns in einer Welt zurechtzufinden, die nicht nur von persönlichen Zweifeln, sondern auch von den Lasten und Ängsten der aktuellen Zeit geprägt ist. Die Filme erinnern uns auf sanfte Weise daran, dass Menschsein bedeutet, ständig nach einer Verbindung, Sinn und Stabilität zu suchen, selbst wenn sich die Welt um uns herum unsicher anfühlt.

38. FILMFEST DRESDENCinema Digestif 3: I Am Always Hungry – Queer Monsters, Queer Heroines

Do. Fr. Sa. So. Mo. Di. Mi.
23:30

„[...] das monströse Geschlecht existiert in einer liminalen Zone, die die Grenze zwischen dem Menschlichen und dem Nicht-Menschlichen markiert.“ Judith Butler

Das Programm vereint fiktionalen Horror, queere Formexperimente und Animation zu einem grenzüberschreitenden, neonfarbenen Fiebertraum voller dunklem Humor und visuellem Exzess. Seit Beginn der Filmgeschichte sind Schurk:innen und Monster von Frankenstein bis Dracula oft queer codiert; bösartig-andersartig, als Projektionsflächen der Angst und Faszination, moralisch verurteilt durch eine heteronormative Gesellschaft. Die Filme dieses Programms unterlaufen diese Zuschreibungen, um sich das Monströse

wieder anzueignen und farbenprächtig zu zelebrieren. Figuren wenden sich gegen ihre Autor:innen und legen die Gewalt normativer Erzählweisen offen. Schmelzende, abweichende und hybride Körper erleben Transformation als dysphorischen Horror und Befreiung zugleich. Der Akt des Filmemachens selbst wird Teil der Erzählungen. Seine Grenzen und Widersprüche fließen in die Narrative ein und machen das Ringen um queere Ermächtigung spürbar: animierte Labore, mystische Held:innen, lebendig gewordene Sextoys und Racheakte im Kinosaal. Obsessive Sinnlichkeit, Camp und Stilisierung verbinden sich zu einer befreiten, widerständigen Sprache.

Mit einem Fokus auf die Queer French Extremity und aktuellen Stimmen des britischen, spanischen und taiwanesischen Kinos versteht sich dieses Programm als Einladung, queere Monstrosität als eine zeitgenössische filmische Kraft zu erleben: hungrig, normverschlingend und transformativ.

Kuratiert von Felix Bartke, Miri Ian Gossing

38. FILMFEST DRESDENKids 3: Niemand ist perfekt

Do. Fr. Sa. So. Mo. Di. Mi.
12:30

Tickets: http://www.filmfest-dresden.de/de/programm/online-programm

Dieses Kurzfilmprogramm vermittelt liebevoll die Hoffnungen und Sehnsüchte der Protagonist:innen. Tapfer stellen sie sich den kleinen und großen Hürden des Heranwachsens. Und für aufmerksame Augen offenbaren sich ihre Stärken und Schwächen in allen Facetten.

EINMAL UM DIE WELT

Für junge Zuschauer:innen ab 5 Jahren präsentiert das 38. FILMFEST DRESDEN wieder aktuelle internationale Kinder- und Jugendkurzfilme, die den Hauch der weiten Welt auf die große Leinwand bringen. Mit viel Gefühl oder einer Prise Humor sorgen die Kurzfilme nicht nur für gute Unterhaltung, sondern auch wichtige Denkanstöße. Im Rahmen der Vorführungen hat das Publikum die Chance, sich mit anwesenden Filmemacher:innen auszutauschen sowie Fragen und Meinungen loszuwerden.

38. FILMFEST DRESDENPanorama National: The Broken Kaleidoscope

Do. Fr. Sa. So. Mo. Di. Mi.
22:30

Tickets: http://www.filmfest-dresden.de/de/programm/online-programm

Der Schönbildseher ist kaputt, die Brautschuhe liegen im Schweinestall. Die maskuline Wettrangelei ist vorbei, auch antike Videospielagent:innen müssen aufgeben. Creating Human Life Outside the Body? Ein glatter Fehlschlag. Nun die Lottozahlen. Vogelkacke. Doch eine niederbayerische Astro-Therapeutin meint, am Ende wird alles gut. Eine Box unerfüllter Träume im Panorama National.

Christian Hempel für die Auswahlkommission Nationaler Wettbewerb

Siri Hustvedt - Dance Around the Self

Do. Fr. Sa. So. Mo. Di. Mi.
18:00 18:00

Regie: Sabine Lidl, (Deutschland/Schweiz), 2025

Darsteller: Paul Auster, Sophie Auster, Katerina Fotopoulou u.a.

Siri Hustvedt - Dance Around the Self

Die Regisseurin Sabine Lidl ist bekannt für ihre Künstlerinnen-Dokumentationen, so etwa über die Fotografin Nan Goldin, die Schauspielerin Hannelore Elsner und die Regisseurin Doris Dörrie. 2019 machte sie eine Ausnahme und porträtierte den Schriftsteller Paul Auster. Es ist naheliegend, ja geradezu zwingend, dann auch eine Doku über Siri Hustvedt zu drehen, die trotz zahlreicher Bücher gelegentlich immer noch zuerst als die Frau an der Seite des inzwischen verstorbenen Auster wahrgenommen wird. Hustvedt, eine herausragende Schriftstellerin, beschäftigt sich seit jeher mit Themen wie Geschlechterkampf, Krankheit und Sexismus. Sie ist eine unbequeme Autorin, die sich mit gesellschaftlichen Tabus auseinandersetzt und immer bereit bleibt, unbequeme Fragen zu stellen. Das Film-Porträt gewährt Einblicke in ihr Leben und Werk und zeigt ihre unerschrockene und inspirierende Auseinandersetzung mit körperlichen und psychischen Herausforderungen. Schon fast Klassiker sind ihre kritischen Betrachtungen der Geschlechterdynamik. Der Film kommt genau zum richtigen Zeitpunkt in die Kinos. Gerade erst hat Siri Hustvedt ihr neues Buch vorgelegt, ihr persönlichstes. „Ghost Stories“ widmet sich ganz und gar ihrem 2024 verstorbenen Ehemann Paul. Eine wunderbare Gelegenheit, sich zugleich literarisch und filmisch mit dem Werk der großen amerikanischen Autorin zu beschäftigen.

Grit Dora

Bundesstart - Das Debüt im Thalia

Das Original ist besser!Father Mother Sister Brother (OmdU)

Do. Fr. Sa. So. Mo. Di. Mi.
18:00

Regie: Jim Jarmusch, (USA/Irland/Frankreich), 2025

Darsteller: Tom Waits, Adam Driver, Mayim Bialik u.a.

Father Mother Sister Brother (OmdU)

Der Film ist ein behutsam als Triptychon komponierter Spielfilm. Die drei Geschichten kreisen um die Beziehungen erwachsener Kinder zu ihren teils distanzierten Eltern und untereinander. Jedes der drei Kapitel spielt in der Gegenwart, jedes in einem anderen Land: »Father« ist im Nordosten der USA angesiedelt, »Mother« in Dublin und »Sister, Brother« in Paris. Es ist eine Reihe von Charakterstudien, ruhig, beobachtend und ohne Wertung – und zugleich eine Komödie, durchzogen von feinen Fäden der Melancholie.

Allegro Pastell

Do. Fr. Sa. So. Mo. Di. Mi.
20:00 20:00 20:00

Regie: Anna Roller, (Deutschland), 2026

Darsteller: Jannis Niewöhner, Luna Wedler, Martina Gedeck u.a.

Allegro Pastell

Bundesstart - Das Debüt im Thalia

Das Original ist besser!Alpha (OmdU)

Do. Fr. Sa. So. Mo. Di. Mi.
21:45

Regie: Julia Ducournau, (Frankreich/Belgien), 2025

Darsteller: Tahar Rahim, Golshifteh Faharani, Mélissa Boros u.a.

Alpha (OmdU)

Alpha ist 13 Jahre alt und muss große Teil ihres Alltags in der französischen Hafenstadt Le Havre alleine bestreiten. Denn ihre sie allein erziehende Mutter hat als Ärztin im örtlichen Krankenhaus alle Hände voll zu tun. Neuerdings macht nämlich eine geheimnisvolle Krankheit die Runde, die Infizierte Stück für Stück zu Marmor werden lässt.

Währenddessen macht Alpha ihre eigenen Erfahrungen und lotet ihre Grenzen aus – unter anderem auf Partys, wo sie sich letztlich völlig zugedröhnt ein Tattoo auf den Arm stechen lässt. Zunächst versteht sie die Panik nicht, in die ihre Mutter deshalb zunächst verfällt. Denn noch scheint ihr nicht ganz klar: Auch sie könnte nun mit der mysteriösen Krankheit infiziert sein

Ausgerechnet da taucht ihr Onkel Amin auf, der keinerlei Angst vor dem Tod zu haben scheint.

Als erstaunliche Neuentdeckung ist in der titelgebenden Rolle die junge französische Schauspielerin Mélissa Boros zu sehen. Julia Ducournau konfrontiert furchtlos das Kinopublikum mit immer neuen Perspektiven – von schmerzhafter Härte bis zu tiefer Menschlichkeit.

Bundesstart - Das Debüt im Thalia

Das Original ist besser!Pillion (OmdU)

Do. Fr. Sa. So. Mo. Di. Mi.
21:45

Regie: Harry Lighton, (Großbritannien), 2025

Darsteller: Alexander Skarsgård, Harry Melling, Douglas Hodge u.a.

Pillion (OmdU)

Fuck the norm & vive l'amour fou. Zuletzt unterwarf sich Nicole Kidman als CEO einem Praktikanten und Manon Clavel verwandelte sich von einer Sozialarbeiterin in die Domina Madame Kika. Solange die Gefühle stimmen, die Rollen verteilt sind und beide dasselbe safeword kennen, ist es ein match. Und überhaupt, es gilt ja wohl noch immer; make love, not war. Der junge Parkhaus-Politeur Colin (Harry Melling) erlebt im Job Beschimpfungen, seine Genugtuung sind die Knöllchen. Wenn ihn seine Mutter Peggy mit allen Mitteln unter die Haube bringen will, reagiert er gereizt. Einzig mit seinem Dad im Barbershop-Quartett, da singt er sich frei. Als ihm der schmucke Ray (Alexander Skarsgård) statt eines Trinkgelds seine Telefonnummer plus Date in den Hut wirft, ist es um Colin geschehen. Er weiß es noch nicht, aber diesem gutaussehenden Typen in seiner Lederkluft wird Colin verfallen. Er trifft Ray, und ohne zuvor groß daran gedacht zu haben, unterwirft er sich. Leckt ihm die Stiefel und schlüpft wie von selbst in die Rolle des bottom. Die Beiden beginnen ihr Spiel. Ray lenkt, Colin ist der Pillion. Sein Haarschopf fällt, die Klamotten wandeln sich, Colin putzt, kauft ein, schläft auf dem Boden vor Rays Bett und trägt ein verschlossenes Kettenhalsband. Colin ist glücklich. Am Rande seines Glücks nervt Peggy, er möge den neuen Freund doch mal zum Essen einladen. Später lernt seine Mutter bei Tisch, dass das Empfinden Außenstehender keine Rolle spielt zwischen top und bottom. Einfühlsam und mit wachem Blick observiert der erste Film von Regisseur Harry Lighton eine Liebesbeziehung, die gewissen Regeln folgt und spürt Räume auf, in denen Zärtlichkeiten Platz haben oder sich Grenzen verschieben. Fast schon amüsant mutet Colins Idee an, dem Paar hier und da mal einen freien Tag zu gönnen. Ray entstieg seinen Biker-Klamotten, Colin legte sein Halsband ab, und gemeinsam verbummelten sie einen Nachmittag wie zwei Verliebte, gingen ins Kino oder Eis essen. Droht dem top hierbei Gefahr? Mehr, als wenn sich Colin der eigentlichen Geliebten Rays bemächtigt und eine Runde auf dessen Bike dreht?

alpa kino

Bundesstart - Das Debüt im Nanoplex

It's Never Over, Jeff Buckley

Do. Fr. Sa. So. Mo. Di. Mi.
21:45

Regie: Amy Berg, (USA), 2025

Darsteller: Jeff Buckley, Mary Guibert, Ben Harper u.a.

It's Never Over, Jeff Buckley

Dokumentation über das Leben des aufstrebenden jungen Stars mit der umwerfenden Stimme und grenzenlosen Schaffenskraft, der die Musikwelt der 90er Jahre in Aufruhr versetzte, als er im Alter von 30 Jahren nach der Veröffentlichung seines von Kritikern gefeierten Debütalbums „Grace“ überraschend starb, er ertrank 1997 bei einem Badeunfall.

Anhand von nie zuvor gezeigtem Filmmaterial aus Buckleys Archiven und intimen Berichten seiner Mutter Mary Guibert, seiner ehemaligen Partnerinnen Rebecca Moore und Joan Wasser, von Jeffs ehemaligen Bandkollegen, darunter Michael Tighe und Parker Kindred, und von bekannten Persönlichkeiten wie Ben Harper und Aimee Mann, beleuchtet der Film das Leben und den Tod einer der einflussreichsten und auch rätselhaftesten Figuren der modernen Musikgeschichte.

ak

Bundesstart - das Debüt im Thalia