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THALIA - Cinema . Coffee and Cycling

Kinoprogramm Donnerstag, 26.03.2026 - Mittwoch, 01.04.2026

Das Original ist besser!Pillion (OmdU)

Do. Fr. Sa. So. Mo. Di. Mi.
20:30
21:30 21:30 21:30 21:30 21:30

Regie: Harry Lighton, (Großbritannien), 2025

Darsteller: Alexander Skarsgård, Harry Melling, Douglas Hodge u.a.

Pillion (OmdU)

Fuck the norm & vive l'amour fou. Zuletzt unterwarf sich Nicole Kidman als CEO einem Praktikanten und Manon Clavel verwandelte sich von einer Sozialarbeiterin in die Domina Madame Kika. Solange die Gefühle stimmen, die Rollen verteilt sind und beide dasselbe safeword kennen, ist es ein match. Und überhaupt, es gilt ja wohl noch immer; make love, not war. Der junge Parkhaus-Politeur Colin (Harry Melling) erlebt im Job Beschimpfungen, seine Genugtuung sind die Knöllchen. Wenn ihn seine Mutter Peggy mit allen Mitteln unter die Haube bringen will, reagiert er gereizt. Einzig mit seinem Dad im Barbershop-Quartett, da singt er sich frei. Als ihm der schmucke Ray (Alexander Skarsgård) statt eines Trinkgelds seine Telefonnummer plus Date in den Hut wirft, ist es um Colin geschehen. Er weiß es noch nicht, aber diesem gutaussehenden Typen in seiner Lederkluft wird Colin verfallen. Er trifft Ray, und ohne zuvor groß daran gedacht zu haben, unterwirft er sich. Leckt ihm die Stiefel und schlüpft wie von selbst in die Rolle des bottom. Die Beiden beginnen ihr Spiel. Ray lenkt, Colin ist der Pillion. Sein Haarschopf fällt, die Klamotten wandeln sich, Colin putzt, kauft ein, schläft auf dem Boden vor Rays Bett und trägt ein verschlossenes Kettenhalsband. Colin ist glücklich. Am Rande seines Glücks nervt Peggy, er möge den neuen Freund doch mal zum Essen einladen. Später lernt seine Mutter bei Tisch, dass das Empfinden Außenstehender keine Rolle spielt zwischen top und bottom. Einfühlsam und mit wachem Blick observiert der erste Film von Regisseur Harry Lighton eine Liebesbeziehung, die gewissen Regeln folgt und spürt Räume auf, in denen Zärtlichkeiten Platz haben oder sich Grenzen verschieben. Fast schon amüsant mutet Colins Idee an, dem Paar hier und da mal einen freien Tag zu gönnen. Ray entstieg seinen Biker-Klamotten, Colin legte sein Halsband ab, und gemeinsam verbummelten sie einen Nachmittag wie zwei Verliebte, gingen ins Kino oder Eis essen. Droht dem top hierbei Gefahr? Mehr, als wenn sich Colin der eigentlichen Geliebten Rays bemächtigt und eine Runde auf dessen Bike dreht?

alpa kino

Bundesstart - Das Debüt im Nanoplex

Das Original ist besser!Nouvelle Vague (OmdU)

Do. Fr. Sa. So. Mo. Di. Mi.
17:00 17:00 17:00

Regie: Richard Linklater, (Frankreich), 2025

Darsteller: Guillaume Marbeck, Zoey Deutch, Aubry Dullin u.a.

Nouvelle Vague (OmdU)

Der Film erzählt die Entstehungsgeschichte von Jean-Luc Godards Kultfilm Außer Atem aus dem Jahr 1960 mit Jean-Paul Belmondo und Jean Seberg nach, der als Klassiker des französischen Kinos und der Nouvelle Vague gilt.

Im Vorfeld der Dreharbeiten erhält Godard weise Ratschläge von Roberto Rossellini.[

Doreen

Das Original ist besser!La Grazia - Wem gehören unsere Tage? (OmdU)

Do. Fr. Sa. So. Mo. Di. Mi.
19:00 19:00 19:00 19:00 19:00 19:00

Regie: Paolo Sorrentino, (Italien), 2025

Darsteller: Toni Servillo, Anna Ferzetti, Milvia Marigliano u.a.

La Grazia - Wem gehören unsere Tage? (OmdU)

Liebe. Zweifel. Verantwortung. Vaterschaft. Ethik. Diese Themen begleiten Mariano De Santis, den scheidenden Präsidenten Italiens. Während sich seine Amtszeit dem Ende zuneigt, steht er vor folgenschweren Entscheidungen - politischer wie persönlicher Natur. Inmitten moralischer Dilemmata muss er sich seinem Gewissen stellen und Rat bei den Menschen suchen, die ihm am nächsten stehen, darunter seine Tochter Dorotea. Gemeinsam stellen sie sich der zeitlosen Frage: Wem gehören unsere Tage?

Als intime Reflexion über Identität und Erinnerung zeichnet der Film die unauslöschlichen Spuren nach, die ein Mensch durch Familie und Handeln hinterlässt. Mit Sorrentinos unverkennbarem poetischem Blick und einem stimmungsvollen Soundtrack wird der Film zu einem visuell eindrucksvollen und emotional tief berührenden Kinoerlebnis.

Bundesstart - Das Debüt im Nanoplex

DJ Ahmet (OmdU)

Do. Fr. Sa. So. Mo. Di. Mi.
15:15
17:15 17:15

Regie: Georgi M. Unkovski, (Nordmazedonien), 2025

Darsteller: Arif Jakup, Agush Agushev, Dora Akan Zlatanova u.a.

DJ Ahmet (OmdU)

Zitronensaft fürs Haar, ein pinkes Schaf und ein Rave auf der Heide: Das sind nur drei der Bilder, die »DJ Ahmet« in den Kopf des Publikums pflanzt. Vor allem erzählt Regisseur und Drehbuchautor Georgi M. Unkovski in seinem Spielfilmdebüt aber eine glaubhafte Geschichte über Tradition und Selbstermächtigung, die schon diverse Preise eingeheimst hat.

Statt Schule heißt es für den 15-jährigen Ahmet jedenfalls Schafe hüten. Zu blöd, dass dabei eins verloren geht. Das schmeckt Ahmets Vater gar nicht, denn Schafe sind in der nordmazedonischen Hügellandschaft viel Geld wert. Sie bilden die Lebensgrundlage der Familie, die nur noch aus dem Vater und seinen zwei Söhnen besteht. Aber Ahmet würde sowieso lieber seinem Hobby, der Musik, nachgehen. Das verbindet die beiden Jungs mit ihrer verstorbenen Mutter. Der Vater hat dafür gar keinen Sinn, bei Nachbarin Aya kommt die musikalische Vorliebe hingegen besonders gut an. Dumm nur, dass Aya alsbald eine arrangierte Ehe eingehen soll, wovon sie wiederum wenig begeistert ist. Der Ärger im traditionell geprägten Dorfleben ist programmiert.

Georgi M. Unkovski, der in New York geboren wurde und in Mazedonien aufgewachsen ist, hat ein Fotografiestudium in den USA absolviert sowie ein Post-Graduate-Programm an der berühmten FAMU in Prag. Mit seinen Kurzfilmen hat er schon einige Erfolge gefeiert und auch sein erster Langfilm kommt sowohl bei der Kritik als auch beim Publikum gut an. Nicht von ungefähr: Die Charaktere wirken authentisch, es fehlt nicht an Situationskomik und die verschiedenen Lebensvorstellungen werden nicht gegeneinander ausgespielt. Vielmehr geht es um die Selbstverwirklichung jedes einzelnen Menschen. Und das ist doch ein hohes Gut - auch im Kino.

mana

Mein neues altes Ich - Eine Reise in das Mysterium der Menopause

Do. Fr. Sa. So. Mo. Di. Mi.
15:30

Regie: Louise Unmack Kjeldsen, (Dänemark/Deutschland/Norwegen), 2026

Mein neues altes Ich - Eine Reise in das Mysterium der Menopause

„Vor 200 Jahren gab es nicht mal ein Wort für Menopause.“ Dieser knappe Satz fasst gut zusammen, warum noch heute viele Frauen ab Mitte 40 oder dem Beginn ihrer 50er so stark leiden, dass ihr Alltag massiv beeinträchtigt wird, ohne angemessene medizinische Hilfe zu bekommen. Jahrhunderte lang erforschten ausschließlich Männer fast ausschließlich Männerkörper. Die Folgen reichen bis in die Gegenwart, unabhängig davon, ob es z.B. um geschlechterspezifische Herzprobleme oder eben die Menopause geht. Immerhin sind inzwischen deren häufigste Beschwerden bekannt: Hitzewallungen (80%), Schlafstörungen (26%), Gedächtnisprobleme (41%) und ein erhöhtes Depressionsrisiko. Die Ursachen allerdings sind noch kaum verstanden. In einem sehr persönlich angelegten Film bricht die Regisseurin Louise Unmack Kjeldsen zu einer Forschungsreise auf, um den Auswirkungen des Östrogenrückgangs auf Körper und Gehirn nachzugehen. Sie interviewt führende Wissenschaftlerinnen, die forschen, ob Menopause-Symptome mit dem mehrfach erhöhten Alzheimer-Risiko von Frauen, mit Depressionen oder der hohen Selbstmordrate von 45- bis 54-Jährigen zusammenhängen. Und geht der Frage nach, warum wirksame Medikamente sehr oft nicht verschrieben werden.

Unmack Kjeldsens Film versucht Tabus zu brechen, Mythen und Fehlinformationen aufzudecken. Die Regisseurin zeigt, wie historische Vorurteile dieses Thema so stark mit Scham belastet haben, dass viele betroffene Frauen auch heute noch im Stillen leiden. Es ist schon ein interessanter Fakt, dass etwa die Hälfte der Weltbevölkerung von der Forschung so lange vernachlässigt wurde. Inzwischen aber suchen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler nach möglichen Ansätzen, um diesen Auswirkungen entgegenzuwirken.

Grit Dora

Bundesstart - Das Debüt im Thalia

Das Original ist besser!Father Mother Sister Brother (OmdU)

Do. Fr. Sa. So. Mo. Di. Mi.
17:00

Regie: Jim Jarmusch, (USA/Irland/Frankreich), 2025

Darsteller: Tom Waits, Adam Driver, Mayim Bialik u.a.

Father Mother Sister Brother (OmdU)

Der Film ist ein behutsam als Triptychon komponierter Spielfilm. Die drei Geschichten kreisen um die Beziehungen erwachsener Kinder zu ihren teils distanzierten Eltern und untereinander. Jedes der drei Kapitel spielt in der Gegenwart, jedes in einem anderen Land: »Father« ist im Nordosten der USA angesiedelt, »Mother« in Dublin und »Sister, Brother« in Paris. Es ist eine Reihe von Charakterstudien, ruhig, beobachtend und ohne Wertung – und zugleich eine Komödie, durchzogen von feinen Fäden der Melancholie.

Das Original ist besser!Marty Supreme (OmdU)

Do. Fr. Sa. So. Mo. Di. Mi.
21:30

Regie: Joshua „Josh“ Safdie, (USA/Finnland), 2025

Darsteller: Timothée Chalamet, Gwyneth Paltrow, Odessa A'zion u.a.

Marty Supreme (OmdU)

Die Oscars stehen zwar erst im März an, doch nachdem Timothée Chalamet im Januar bereits den Critics Choice Award und den Golden Globe für »Marty Supreme« einheimsen konnte, kann man sich ausmalen, wer dort die Tipplisten anführen wird. Und ja, Chalamet gibt in diesem Film alles. Er verabschiedet sich von seinem Indie-Image und verkörpert einen fast schon unangenehm präsenten Charakter, der ständig unter Strom steht.

Die Geschichte dreht sich um Marty Mauser, einen Schuhverkäufer im New York der 1950er Jahre, der heimlich vom Ruhm als Tischtennisprofi träumt. Marty ist keiner, der sich brav an Regeln hält. Er spielt, wettet, provoziert, hat eine Affäre mit einer reichen, ehemaligen Filmdiva (Gwyneth Paltrow) - und nutzt sein Talent, um sich in einer Welt durchzuschlagen, die ihm eigentlich keinen Platz zugedacht hat. Regisseur Josh Safdie erzählt keine klassische Aufstiegsgeschichte, sondern folgt Marty durch verrauchte Hinterzimmer, schäbige Hallen und improvisierte Matches, bei denen es um Geld, Ehre und das eigene Ego geht. Tischtennis wird hier nicht als Sport, sondern als Bühne verstanden: schnell, aggressiv, laut. Genau darin liegt der Reiz. Den Film interessiert weniger der Sieg als das Drumherum - vor allem jener Moment, in dem alles kippen kann.

Die Besetzung ist ähnlich verrückt wie der Film: Paltrow, „Tyler, the Creator“, Fran Drescher und Kevin O'Leary, der bisher eher als Unternehmer aus »Shark Tank« bekannt war, komplettieren das bizarre Ensemble, das dafür sorgt, dass man zweieinhalb Stunden gespannt auf der Kante des Sitzes sitzt - selbst als Nicht-Sportfan.

Viktoria Franke