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THALIA - Cinema . Coffee and Cycling

Kinoprogramm Donnerstag, 02.07.2026 - Mittwoch, 08.07.2026

Cinema . Coffee and CyclingBrevet

Do. Fr. Sa. So. Mo. Di. Mi.
19:00

Regie: Michael Reis-Müller, (Deutschland), 2016

Brevet

Alle vier Jahre kommen Radsportler aus aller Welt nach Frankreich zum legendären Radmarathon Paris-Brest-Paris. In maximal 90 Stunden müssen sie die 1230 Kilometer lange Strecke bewältigen. Ein aufreibender Kampf gegen Steigungen, Kälte und Müdigkeit.

»Brevet« ist der Film über diesen Kampf.

Im Rahmen von SLDRGNG 1000 - Eintritt frei

Das Original ist besser!Backrooms (OmdU)

Do. Fr. Sa. So. Mo. Di. Mi.
20:00 20:00
20:30 20:30
21:15
22:45

Regie: Kane Parson, (USA), 2026

Darsteller: Renate Reinsve, Chiwetel Ejiofor, Mark Duplass u.a.

Backrooms (OmdU)

Denkt ihr auch manchmal, wenn ihr einen langen dunklen Gang seht, dass dieser in eine fremde Dimension führt? Oder dass irgendwas Gruseliges am anderen Ende warten muss? Tja, eure Ängste können mit dem Film »Backrooms« noch erweitert werden! Denn hier versucht ein Therapeut (Chiwetel Eijofor) seiner Patientin (Renate Reinsve) zu folgen, die durch ungeklärten Umständen einfach aus der Realität gedroppt ist und sich in einer anderen Dimension befindet. In einem Möbelgeschäft findet er die sogenannten „Backrooms“ - verwirrende Gänge, Räume und ganz doll kuriose Sachen. Gelbe Wände, flackernde Neonröhren, scheinbar „weg-clippende“ Gegenstände, die halb in Wänden verschwinden wie in einem Computerspiel. Logik gibt’s hier nicht zu finden, dafür kriegt man Kopfweh beim drüber Nachdenken. Diese sogenannten „liminal spaces“ können weitaus gruseliger sein als Splatter-Horror oder Geistergeschichten.

»Backrooms« basiert auf der gleichnamigen Webserie von Kane Parsons alias „Kane Pixels“ aus Youtube. Parsons führt auch direkt Regie, was ihn zum jüngsten Regisseur in der Geschichte des Studios A24 macht. Neben Chiwetel Eijofor und Renate Reinsve sind noch Mark Duplass, Finn Bennett und Lukita Maxwell mit von der Partie. Der Horrorfilm wird viel Wert auf Atmosphäre, Isolation und psychische Ängste legen.

Anne

Das Original ist besser!Letzte Vorstellung: The Drama (OmdU)

Do. Fr. Sa. So. Mo. Di. Mi.
22:15

Regie: Kristoffer Borgli, (USA), 2025

Darsteller: Robert Pattinson, Zendaya, Alana Haim u.a.

Letzte Vorstellung: The Drama (OmdU)

Stell dir vor, du bist unendlich verliebt in deine:n Partner:in und ihr habt euch entschieden zu heiraten. Alles läuft famos, bis kurz vor dem großen Tag. Denn die warmherzige, entschlossene Emma Hardwood (Zendaya) und der kunstbeflissene Museumsdirektor Charlie Thompson (Robert Pattinson) erfahren erst kurz vorher gewisse Dinge übereinander, die sie in einen Strudel aus Misstrauen und Zweifeln saugen. Plötzlich kommen verstörende Geheimnisse ans Licht und je mehr Druck auf den beiden liegt, desto mehr bröckelt die Fassade der perfekten Liebe. Irgendwie versuchen die beiden dennoch ihre Liebe zu retten, zwischen Baton Rouge, London und den Orten ihrer gemeinsamen Vergangenheit. Ob die beiden ihre anstehende Hochzeit noch irgendwie retten können?

Schon allein die ersten Bilder zu »The Drama« von Kult-Studio A24 habe das Internet gehörig in Aufruhr gebracht: Queen Zendaya und Glitzer-RPatz (wie wir ihn damals in der »Twilight«-Phase nannten) mit einer Hochzeitseinladung. Regisseur Kristoffer Borgli gibt uns genau das, was wir wollen. Ari Aster ist als Produzent mit dabei, genauso wie Lars Knudsen (»The Witch«) und Tyler Campellone (»Dream Scenario«). In weiteren Rollen sehen wir außerdem Mamoudou Athie, Alana Haim, Hailey Gates und Zoë Winters.

Anne

Vorsicht im Nanoplex!Preview: Wise Women - Fünf Hebammen, fünf Kulturen

Do. Fr. Sa. So. Mo. Di. Mi.
17:15

Regie: Nicole Scherg, (Österreich), 2025

Darsteller: Genet Gebru, Aïcha El Fathi, Kanchan Mala Shrestha u.a.

Preview: Wise Women - Fünf Hebammen, fünf Kulturen

Die fünf Heldinnen des Films sind Expertinnen für die wichtigste Sache der Welt: Müttern zu helfen, ein Kind zur Welt zu bringen. Regisseurin Nicole Scherg begleitet Genet Gebru aus Äthiopien, „Hajja“ Aïcha El Fathi aus Marokko, Kanchan Mala Shrestha aus Nepal, Gunda Gutscher aus Österreich und Sheila Santos aus Brasilien. Wie Frauen gebären, geht uns alle an: Wir alle wurden schließlich einmal geboren. Die Hebammen begleiten diesen physiologischen Prozess, der universell und natürlich ist - und doch zutiefst individuell. Ob im hochtechnologischen OP-Saal, im frauenverwalteten Geburtshaus oder bei Regen im Dorf: Sie navigieren den Weg zwischen den Welten. Sie wissen von der Unkontrollierbarkeit des Gebärens und sind verlässliche Reiseleiterinnen in Grenzsituationen.

Vorsicht im Nanoplex!Preview: À bicyclette ! - Auf zwei Rädern (OmdU)

Do. Fr. Sa. So. Mo. Di. Mi.
19:00

Regie: Mathias Mlekuz, (Frankreich), 2024

Darsteller: Mathias Mlekuz, Philippe Rebbot, Josef Mlekuz u.a.

Preview: À bicyclette ! - Auf zwei Rädern (OmdU)

Es klingt wie eine komplett verrückte Idee, die Mathias seinem besten Freund Philippe darlegt, aber die Trauer ist eben auch groß. Mathias' Sohn Youri ist gestorben. Resigniert sieht er überall nur den Tod des Sohnes, nirgendwo dessen Leben. Also beschließt der trauernde Vater in seiner Not, sich auf die Spuren von Youris Leben zu begeben. Dieser hatte eine Fahrradtour von La Rochelle ans Schwarze Meer in der Türkei absolviert. Um Europa kennen zu lernen. Mathias bittet seinen alten Kumpel, sein Fahrrad aus dem Keller zu holen, das Handy und ein paar Klamotten einzupacken, schnappt sich seinen Hund Lucky; und auf geht's. Lass uns nach Youri suchen. Philippe springt in seinen Harry-Dean-Stanton-Anzug, weil er glaubt, korrekt gekleidet zu sein, könnte bei dieser eh völlig verrückten Idee kaum schaden, und schon radeln die zwei auf dem EuroVelo 6 Richtung Süden. Ein kleiner Dicker und ein Kettenraucher, zwei Freunde, die auch erst mal wieder ein wenig auf Touren kommen müssen, legen Etappe um Etappe zurück, treffen verrückte Leute, schätzen die Erfindung des Airbnb, und die des Translators einer großen Suchmaschine, lernen wilde Hunde in Rumänien fürchten und europäische Gebirge sowieso und erfahren Woche für Woche, dass 'die Toten nicht abwesend sind, sondern nur unsichtbar', wie es Victor Hugo einst formulierte.

Klingt das alles verrückt? Würden Sie sich auch auf ein 50 Euro Rad setzen und sechs Monate für die Trauerarbeit ihres besten Freundes eintauschen? Und würden Sie auch ein kleines Filmteam mitnehmen, damit es am Ende im Kino so aussieht wie ein richtiger Film? Als Youri Mlekuz, der Sohn des Regisseurs Mathias Mlekuz, 2022 starb, entstand nach ein paar Wochen Ausweglosigkeit diese Idee. Philippe Rebbot, Mathias' alter Kumpel, zog mit und ein fünfköpfiges Team begab sich Richtung Türkei. 180 Stunden Material bildeten die Grundlage für diese wundervolle Doku. Unabhängig von Freundschaft, Trauer oder Kino rege ich hier mal eine kleine Gesellschaftsreform an. Alle Jugendlichen Deutschlands sollten nach Beendigung der Schule ein Auslandsjahr absolvieren, sagen wir mal 12 Monate, 12 Länder. Das lässt den Tellerrand schrumpfen. Und wenn sie diese Zeit auch noch, so wie Philippe und Mathias, auf dem Fahrrad verbringen, dann erregt das sogar die Gemüter im Gesundheitsministerium.

alpa kino

Das Original ist besser!The Love That Remains (OmdU)

Do. Fr. Sa. So. Mo. Di. Mi.
18:00 18:00 18:00

Regie: Hlynur Pálmason, (Island/Dänemark/Schweden/Frankreich), 2025

Darsteller: Saga Garðarsdóttir, Ída Mekkín Hlynsdóttir, Sverrir Gudnason u.a.

The Love That Remains (OmdU)

Eine Trennung steht im Raum. Anna (Saga Garðarsdóttir) und Magnús (Sverrir Gudnason) mögen sich noch, Restliebe scheint also vorhanden, Gemeinheiten gegeneinander finden nicht statt. Aber das reicht scheinbar nicht, um zusammen zu bleiben. Schade, denn sie leben gemeinsam mit ihren drei Kindern und der Familienhündin Panda an der oft unwirschen Küste Islands ein beschauliches Leben. Maggi, als Hochseefischer oft tagelang auf See, sorgt für eine ausgeglichene Familienkasse, Anna ist beseelt von ihrem Wunsch, sich als Künstlerin einen Namen zu machen. Trotz ihrer Trennungsabsichten verbringen alle miteinander Zeit beim Wandern, Schlittschuhlaufen, Angeln oder der Wildpferd- wie Walbeobachtung. Tun Anna und Magnús das alles nur der Kinder wegen, oder fühlen sie sich einander doch noch verbunden? Der isländische Regisseur Hlynur Pálmason (»Godland«) setzt seine Heimat einmal mehr liebevoll in Szene und übt sich in teils schwarzem Humor und surrealistischen Traum-Sequenzen. Besonders eindrücklich ist sein Umgang mit der Zeit: Annas Kunst lebt von korrodierenden Metallabdrücken, Magnús kommt bei seiner Arbeit auf hoher See das Zeitgefühl abhanden. Pálmason entfaltet poetische Momente und kontrastiert sie mit Brachialhumor. Zwischendrin wuselt allzeit der Hund. Der Regisseur wählt einen sehr persönlichen Zugang. Annas Kunst geht zurück auf die Werke, die Pálmason abseits seiner Regiearbeiten schafft. Und die Kinder werden von des Regisseurs eigenem Nachwuchs gespielt. Elegant umschifft er die Gefahr von Distanzverlust, indem er seine 35mm-Kamera meist auf Abstand hält. Auch die Dialoge sind distanziert, trocken und tragikomisch. Man möchte sagen: typisch Island.

Grit Dora

Bundesstart - Das Debüt im Thalia

Das Original ist besser!Resurrection (OmdU)

Do. Fr. Sa. So. Mo. Di. Mi.
18:30
20:00
21:45 21:45

Regie: Bi Gan, (China/Frankreich/USA), 2025

Darsteller: Jackson Yee, Shu Qi, Mark Chao u.a.

Resurrection (OmdU)

In einer nahen Zukunft haben die Menschen ihre Fähigkeit zu träumen zugunsten des ewigen Lebens aufgegeben. Ein einziges Wesen, halb menschlich, halb Roboter ist noch in der Lage zu träumen, klammert sich an Traumbildern und Visionen fest. Eine Frau reist in die dystopische Zukunft, versucht das Wesen zu reparieren und die Wahrheit aufzudecken. Dabei konfrontiert sie es mit Episoden aus der chinesischen Geschichte. Sie entwickelt eine tiefe Bindung zu dem jungen Namenlosen und steht schließlich vor einer Entscheidung: Soll sie in die reale Welt zurückkehren - oder bei diesem letzten Träumer bleiben?

Der erst 35-jährige chinesische Regisseur und Drehbuchautor Bi Gan (»Long Day's Journey Into Night«) erzählt in »Resurrection« nicht nur fantastische Stories voller überbordender Einfälle, er verknüpft souverän verschiedene Phasen der chinesischen Geschichte und zitiert gleichzeitig ganz unterschiedliche stilistische Versatzstücke aus 100 Jahren Filmgeschichte, vom expressionistischen Stummfilm über den klassischen Film Noir bis zu 1970er Jahre Bandit-Movies. Vampirismus findet auch statt. Technisch brillant, mit teils souveräner Verachtung der Narrative, erzeugt er spektakuläre, ausschließlich für die große Leinwand komponierte Bilder. Sein Film ist eine sechsteilige Verneigung vor dem Kino und ein Plädoyer für Träume, ein wilder, bandbreitiger Genre-Mix, der dem Publikum in seinen 155 Minuten sehr vieles bietet und einiges abverlangt. »Resurrection« fasziniert, ist aber sperrig. Kein Erzählkino, vielmehr ein filmisches Experiment voller Überraschungen, eine „Traum“-Reise zu den Quellen des Kinos.

Grit Dora

Dresdner Erstanspiel - Das Debüt im Thalia