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THALIA - Cinema . Coffee and Cycling

Kinoprogramm Donnerstag, 16.09.2021 - Mittwoch, 22.09.2021

Das Original ist besser!Der Rausch - Druk (OmdU)

Do. Fr. Sa. So. Mo. Di. Mi.
22:30

Regie: Thomas Vinterberg, (Dänemark), 2020

Darsteller: Mads Mikkelsen, Thomas Bo Larsen, Lars Ranthe u.a.

Der Rausch - Druk (OmdU)

Vier frustrierte Männer mittleren Alters, beruflich alle an einer Schule tätig, starten ein Experiment, frei nach der Theorie, dass der Mensch mit einer halben Promille zu wenig ausgestattet ist. Sie helfen (anfangs kontrolliert) nach. Die Wirkung ist eindrücklich. Martin, dem ambitionslos gewordenen Gymnasiallehrer, gelingt es, seine Klasse wieder zu begeistern, seine Ehe nimmt wieder Fahrt auf. Auch seine drei Kollegen sind plötzlich deutlich eloquenter und spritziger unterwegs. Die Rückkopplung durch die alkoholbedingt ausgelöste beruflich-soziale Furore ist groß und führt zur Steigerung der Dosis. Außerdem schmeckts ja auch bestens.

Zwangsläufig zeigt sich alsbald die Janusköpfigkeit des Mittels: Der Teufel hat den Schnaps gemacht. Alkoholbedingte Zwischen- und Ausfälle paaren sich mit Euphorie. Nur einem Regisseur wie Thomas Winterberg konnte es wohl gelingen, aus einem an sich simplen Plot einen Film zu machen, der Licht und Schattenseiten des Alkohols thematisiert, ohne in ein klares Pro oder Contra zu münden. Letztlich geht es Winterberg nicht um den Umgang mit dem gebräuchlichsten Genuss- respektive Suchtmittel. Sein Thema ist die Lust am Leben, an Neugier und Inspiration, die Freude am Risiko, am Unkontrollierbaren. Entstanden ist eine neues Meisterwerk: Albern, traurig, ausgelassen - und provokant.

Ganz klar ist der Film für den großen Mads Mikkelsen gebaut, der wie kein zweiter chamäleonhaft zwischen wechselnden Gemütslagen changiert - immer kraftvoll und verletzlich zugleich. Den Oscar für den besten internationalen Film hat sich Vinterberg inzwischen in L.A. abgeholt.

Grit Dora

Herr Bachmann und seine Klasse

Do. Fr. Sa. So. Mo. Di. Mi.
17:00
19:30 19:30
20:15

Regie: Maria Speth, (Deutschland), 2021

Herr Bachmann und seine Klasse

Der Titel hält, was er verspricht: Ein Lehrer und seine bunt zusammengewürfelte 6. Klasse aus neun Ländern, die er mit einer unglaublichen Klarheit und Ruhe durch den Bildungsauftrag führt und dabei ein unglaubliches Verhältnis zu ihnen aufbaut. Die berührende Dokumentation wurde auf der diesjährigen Berlinale mit zwei Preisen - dem Silbernen Bären und dem Publikumspreis - ausgezeichnet. Das allein spricht schon für den außergewöhnlichen Film, der viel über dieses Land erzählt.

Klassenlehrer Bachmann ist ein ehemaliger Revoluzzer, Aussteiger, Folksänger, Bildhauer. Für ihn ist das Wichtigste, jedem Kind zu vermitteln, dass es wertvoll ist, dass es jemand ist und nicht nichts. Jeder hat Fähigkeiten und ist etwas Besonderes. In einnehmender Offenheit begegnet Herr Bachmann den Kindern mit ihren unterschiedlichen sozialen und kulturellen Erfahrungen und schafft damit einen Raum des Vertrauens. Musik ist hier eine allgegenwärtige Sprache, die sich wie selbstverständlich um den zu absolvierenden Unterrichtsstoff legt. Anhand der sozialen Beziehungen in der Klasse erzählt der Film ganz beiläufig von den Strukturen einer kleinen, westdeutschen Industriestadt, deren Geschichte bis zurück in die NS-Zeit von Migration geprägt ist.

„Dieser Film verwandelt einen Klassenraum in eine Weltbühne, macht die Schülerinnen und Schüler zu Stars auch ihres eigenen Lebens. Man fühlt, leidet und lacht.“ (Zeit.de)

ak

Bundesstart - Das Debüt im Thalia

Das Original ist besser!Nomadland (OmdU)

Do. Fr. Sa. So. Mo. Di. Mi.
18:00
21:00

Regie: Chloé Zhao, (USA), 2020

Darsteller: Frances McDormand, David Strathairn, Linda May u.a.

Nomadland (OmdU)

Nach dem wirtschaftlichen Zusammenbruch einer Firmenstadt im ländlichen Nevada packt Fern (Frances McDormand) ihren Lieferwagen und macht sich auf den Weg, um als moderne Nomadin ein Leben außerhalb der konventionellen Gesellschaft zu führen.

Der dritte Spielfilm der Regisseurin Chloé Zhao, »Nomadland«, zeigt die echten Nomaden Linda May, Swankie und Bob Wells als ihre Mentoren und Kameraden auf der Reise durch die weite Landschaft des Mittleren Westens, was dem Film fast dokumentarische Züge verleiht.

Dafür gab’s im September des CORONA-Jahrs 2020 den Goldenen Löwen bei den Filmfestspielen in Venedig und im April 2021 war »Nomadland« der große Gewinner der OSCAR-Verleihung - Bester Film, Beste Regisseurin, Beste Hauptdarstellerin - was will mensch mehr?

Gunda

Do. Fr. Sa. So. Mo. Di. Mi.
17:30

Regie: Victor Kossakowski, (Norwegen/USA), 2020

Gunda

Kino pur verspricht uns dieses kleine Meisterwerk über unsere treusten Haustiere. Der Film zeigt das Leben eines Hausschweins, einer Hühnerschar und einer Rinderherde mit meisterhafter Intensität. In herausragenden Schwarz-Weiß-Bildern begegnet Regisseur Victor Kossakovsky den tierischen Bewohnern auf einem kleinen Bauernhof auf Augenhöhe und erzählt sie als Geschöpfe mit eigener Wahrnehmung, eigenem Empfinden und eigenen Gewohnheiten - eine meditative Reise in das Leben seiner Protagonisten und ihren Kosmos mit seinem ganz eigenen Raum- und Zeitgefüge.

Regisseur Victor Kossakovsky erzählt die zu Herzen gehende Geschichte von »Gunda«, ihren Ferkeln und anderen Tieren in klaren Schwarz-Weiß-Bildern und mit faszinierenden Originaltönen im Tonformat Dolby Atmos. Ohne Worte weckt der seit 2002 in Berlin lebende Filmessayist, der sich selbst als „erstes vegetarisches Kind der Sowjetunion“ bezeichnet, viel Empathie für die Bauernhoftiere.

»Gunda« ermöglicht uns, über das Geheimnis tierischen Bewusstseins nachzudenken und darüber, welche Rolle wir Menschen dabei spielen: ein poetisches Plädoyer für das Recht auf Leben der Lebewesen, die wir sonst nur als „Nutztiere“ wahrnehmen. Der richtige Film zur richtigen Zeit.

»Gunda«, ausgezeichnet von der Deutschen Film- und Medienbewertung Wiesbaden FBW mit dem Prädikat besonders wertvoll, lief im Wettbewerb Encounters bei den 70. Internationalen Film- festspielen Berlin, nominiert für den Europäischen Filmpreis „European Documentary“ 2020 und gewann beim 28. Filmfest Hamburg im Herbst 2020 den Publikumspreis.

ak

Alles ist eins. Ausser der 0.

Do. Fr. Sa. So. Mo. Di. Mi.
17:30

Regie: Klaus Maerk, Tanja Schwerdorf, (Deutschland), 2020

Darsteller: Wau Holland u.a.

Alles ist eins. Ausser der 0.

Das heutige Leben ist geprägt von der Digitalisierung - sie hat alle Bereichen des Lebens durchdrungen und ist für viele Menschen nicht mehr wegzudenken. Neben den guten, für den User bequemen Entwicklungen haben sich aber auch einige negative Seiten offenbart, seien es der lückenhafte Datenschutz oder der Einsatz digitaler Technologie als Waffe. All das ahnte der Gründer des Chaos Computer Club (CCC) Wau Holland bereits voraus.

Die Dokumentation »Alles ist eins. Außer der 0« führt uns nun in die 1980er-Jahre zurück, als die digitale Bewegung entstand. So lernen wir als ZuschauerInnen nicht nur den charmanten Gründer kennen, sondern bekommen auch Einblick in die Hackerkultur und begegnen den ersten digitalen Bürgerrechtlern. Auf diese spannende Reise werden wir von den DokumentarfilmerInnen Klaus Maeck und Tanja Schwerdorf mitgenommen. Sie beleuchten mit einer enormen Menge an spannendem und humorvollem Archivmaterial die Entwicklung dieser Szene, zeigen, dass Holland schon damals viele Probleme vorausgeahnt hat und schlagen gekonnt den Bogen zu unserer heutigen Gesellschaft und zu den mit einer weltweiten Digitalisierung einhergehenden Problemen. Dabei lassen sie ihre Dokumentation nie zu schwer werden, sondern erzählen mit viel Schwung und so auch sehr unterhaltsam einen wichtigen Teil der jüngeren Geschichte.

Doreen